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Mit diesem einen Fehler schaden Eltern der Psyche ihrer Kinder

16/09/2016 09:55 CEST | Aktualisiert 16/09/2017 11:12 CEST
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Mein Sohn Josiah braucht seit kurzem keine Windel mehr. Er geht jetzt immer auf die Toilette (Whoop!). Abgesehen von diesem großartigen Ereignis, hat mich Gott noch auf eine andere Art und Weise gesegnet.

Nachdem ich Josiah geholfen habe auf die Toilette zu gehen, machte ich heute Morgen sein Bett. Aus dem Bad konnte ich seine hohe und süße Stimme hören. Er saß glücklich auf der Toilette und völlig ahnungslos darüber, dass es in irgendeiner Weise peinlich sein könnte.

Ich musste Grinsen und meine Brust füllte sich mit Liebe und Stolz

Josiah war unbeschwert er selbst, als er auf der Toilette saß, ohne Angst, Scham oder Schande. Er sang vor sich hin, während er die Toilette benutzte.

Als Elternteil habe ich viele meiner Toiletten-Privilegien verloren. Es kommt nicht oft vor, dass ich das Bad für mich alleine habe. Ich verlor jegliches Schamgefühl oder Privatsphäre: Die Tür, während ich auf der Toilette sitze, steht immer offen, sodass meine Kinder hereinkommen können. Sie ziehen Dinge aus der Schublade oder setzen sich auf meinen Schoß.

Es ist für mich in Ordnung. Die meiste Zeit ist es irgendwie süß. Wir sind alle eine Familie, also sollte uns nichts peinlich sein.

Unser zweijähriger Sohn sang seine Lieder auf seinem Thron, die Tür weit offen und das Schweigen durchbrechend.

Es ist schön, wie einfach es ist, unseren Kindern ein sicheres Zuhause zu geben

Mein Herz füllte sich mit Liebe, dass unser Sohn sich hier Zuhause fühlt und dass er es nicht anders kennt. Er weiß was Liebe ist, kennt Sicherheit, er weiß wie es ist, er selbst sein zu können - und das mit oder ohne Kleidung.

Wie viele Kinder gibt es, die diese Sicherheit nicht kennen? Wie viele Kinder gibt es, die das Gefühl der Scham oder das von Verlegenheit erleben? Zu viele kennen es.

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Mütter, lasst es uns zur Aufgabe machen unseren Kindern das Gefühl von Sicherheit zu geben - die Möglichkeit, dass sie voll und ganz sie selbst sein können. Wenn sie nackt sind, wenn sie auf der Toilette singen, sie dich anlächeln, wenn sie auf dich zulaufen und dir stolz von ihrem Toilettenerfolg erzählen.

Für mich war das Zuhause der einzige Ort, an dem ich mich sicher fühlte

Ich erinnere mich daran, als ich ein Teenager war, dass das Zuhause der einzige Ort für mich war, an dem ich nicht gemobbt wurde. Ich konnte die Tage in der Schule nur ertragen, weil ich mich Zuhause sicher fühlte. Ich konnte ich selbst sein und musste mich nicht um die Dinge sorgen, wegen denen ich in der Schule gemobbt wurde.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie schwer es für die Jugendlichen heutzutage sein muss, wenn sie in der Schule gemobbt werden und über die sozialen Medien diese Last mit nach Hause bringen. Zu meiner Zeit gab es das noch nicht und es hat mich gerettet, dass es das nicht gab.

Das Schamgefühl ist etwas, das unsere Kinder genauso betrifft wie dich und mich. Aber lasst dieses Gefühl niemals in euer Haus eindringen. Das Zuhause sollte uns ein Gefühl der Sicherheit geben. Es muss immer ein sicherer Ort sein. Beschütze diese Sicherheit mit allem was du hast.

Der Blog erschien bei "For every mom" und wurde von Samantha Meier aus dem Englischen übersetzt.

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(juk)