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Reaktion auf Trump: Yoga für einen „Fighting-Spirit"

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Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist die Welt in eine neue Phase der Unsicherheit eingetreten. Die Devise des neuen Präsidenten lautet: Alles oder Nichts. Wenn man sich die Numerologie seines Geburtsdatums ansieht, ist dies das Geschenk, was er in die Welt mitbringt: 10 = Eins oder Null, Alles oder nichts. Das ist auch die Zahlenqualität (Quersumme) des Jahres 2017.

Allerdings ist Donald Trumps Lebensweg-Zahl eine 4 - die steht für Neutralität und Ausgleich. Ob wir hier noch eine Überraschung erleben werden?

Ein Sturm zieht herauf, mit ungewissem Ende. Die Zeit der Stabilität in der westlichen Welt scheint erst mal vorbei zu sein. Am Ende dieses Zyklus besteht die Hoffnung auf einen Bewusstseinsschub, kollektiv und individuell.

Ein erhöhter Druck durch äußeren Umstände ist eine gute Voraussetzung, um das Bewusstsein mit Hilfe von Yoga wachsen zu lassen - zumindest bis zu einem gewissen Grad. Die Frage nach der Entscheidung, ob man "Alles oder Nichts"will, kann sich jeder einzelne stellen. Abstufungen oder Kompromisse scheint es nicht mehr zu geben.

Für diese Entscheidung ist ein „Fighting Spirit" wichtig. Ohne einen „Kampfgeist" besteht die Gefahr, dass man sich für gar nichts entscheidet, und satt dessen den Kopf in den Sand steckt.
Dieser Sturm wird auch vorüber gehen, sicherlich. Aber Am Ende wird die Welt sich verändert haben - entweder zum besseren oder zum schlechteren.

Viele Yogis machen deshalb in diesen Wochen die Übung, die für Situationen von extremen äußeren Druck empfohlen hat: die Übung für einen „Fighting Spirit"
Ist ein Kampfgeist mit Yoga vereinbar? Sind Yogis nicht „Ahimsa", der Gewaltlosigkeit verpflichtet?

Die Übung heißt im englischen „fighting spirit", wobei das Wort „spirit" eine klarere Ausrichtung hat als das Wort „Geist". Die Übung heißt eben nicht „for a fighting mind", es geht also nicht darum, mit der Hilfe des Verstandes einen Sieg zu erringen. Mit Spirit ist eine Seelenqualität angesprochen.

Es geht bei der Übung darum, den eigenen inneren Ruf folgen zu können, auch wenn die äußeren Umstände dagegen sprechen oder das Umfeld Widerstand leistet.

Der „Kampf" dafür muss nicht unbedingt gewalttätig sein. Widerstand ist auch gewaltfrei oder passiv möglich. Oft ist die Bereitschaft zum Widerstand bei gleichzeitiger Offenheit für Kommunikation ausreichend, um einen gewalttätigen Konflikt zu verhindern.

Die Übung arbeitet an einer kraftvollen Ausrichtung der Wirbelsäule, von der Basis her. Je nach Lebensphase kann das einem leichter oder schwerer fallen. 3 Minuten sind manchmal schon ausreichend, um in einer täglichen kontinuierlichen Praxis zu bleiben. 11 Minuten sind ideal.

Die Wirbelsäule symbolisiert unsere Standfestigkeit. Gleichzeitig sollte sie flexibel genug sein, um auf Umstände reagieren zu können. Diese Übung verbindet unsere Bestimmung (Spirit) mit unserer Fähigkeit, für etwas einzustehen, was uns wichtig ist.

Sie setzt an der Basis der Wirbelsäule an. Sie verbindet die Energie des Nabelpunktes - der Mitte unseres Körpers - mit dem Beckenbereich. Es ist möglich, während der Übung die Anspannung der Fäuste variieren, und so an eigenen Wut- und Angst-Themen arbeiten.

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