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Warum die Generation Y das Lieben verlernt hat

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"Aber nur Sex ...", "Ich mag es gerne ab und an unkompliziert ...", "Wir können Spaß zusammen haben, wenn du das trennen kannst ...", "Schreib doch nicht immer sowas ...", "Du hast von Verlieben geredet ... (#empörung)" - insbesondere Aussagen wie die beiden letzten, oder für gewöhnlich auch WhatsApp-Nachrichten, ließen mich in den letzten Jahren, die ich als Single auf der Suche nach Liebe verbracht habe, wie eine Aussätzige fühlen, mit der irgendetwas nicht stimmt.

Wie irgendjemand, der einem anderen Planeten entstammt - jemand, der in einem anderen Kosmos verweilt. Jetzt aber hat eine weltweite Studie anerkannter Professoren und Psychologen für Aufatmen gesorgt! Lest bitte selbst!

Jahrelang forschten und forschten sie, tiefgehend und intensiv. Sie studierten männliches Balzverhalten, und weibliche Reaktionen - sowie weibliches Balzverhalten und männliche Reaktionen.

Sie beobachteten Rationalität, diverse Formen der klassischen Konditionierung und rebellische Einsamkeit. Als Kontrapunkt studierten sie glückliche Paare, die einander mit Liebe und Respekt behandeln, und dann wiederum neuerlich die Singles, die jene Vereinigung nicht hinbekommen.

Das Bedürfnis nach Liebe ist gesund!

Schlussendlich untersuchten sie geschlechtsspezifisch typische Verhaltensmuster, und konzentrierten sich dabei besonders auf die männlichen Mauern aus Granit (#unfassbar #hohe #schmelztemperatur), und nach all dem Forschen und Ergründen war sich die anerkannte Geistarmee doch tatsächlich einig geworden: Das Bedürfnis nach Liebe ist gesund!

Als ich von dieser wundersamen Erkenntnis erfuhr, atmete ich auf, und höre seitdem auf zu hinterfragen, was mit mir nicht stimmt, sondern hinterfrage stattdessen lieber, was mit denen nicht stimmt, die sogleich die Flucht ergreifen, bei der kleinsten Andeutung hinsichtlich Gefühle, Zuneigung oder gar Liebe.

Das ist nämlich ein vollkommen gesundes und natürliches Grundbedürfnis. Wer Leidenschaft und Feuer als liebeskrank deutet, und darüber hinaus denkt, man ist ihnen für den Rest des Lebens ergeben, nur weil man temporär die ungeschickte Absicht des Kennenlernen gehegt hat, befindet sich auf dem Holzweg.

Treffen, Zeit miteinander verbringen, chillen - das alles ist nötig, um zu ergründen, ob das Bauchkribbeln anhält und nicht vielleicht nach zwei Wochen wieder erlischt, weil der Zauber längst wieder vorbei ist, da seine Performance außerhalb des Bettes möglicherweise gar nicht an den von innerhalb heranreicht (#wobei #ziemlich #unwahrscheinlich #bei #derart #geballter #männlicher #selbstverliebtheit).

Nein, Männer sind nicht immer die Bösen

Ein weiteres, wundersames Ergebnis der Studie sorgt desgleichen für Aufatmen: Das Bedürfnis nach Sex ist ebenfalls gesund. Frauen müssen sich also nicht länger wie aufblasbare Gummipuppen fühlen, sondern vielmehr als natürliches Mittel zum Zweck.

Des Weiteren müssen wir uns auch nicht länger billig fühlen, wenn wir Sex ohne Liebe praktizieren. Ja, das soll vorkommen, nur bestreite ich persönlich jenes Unterfangen ein wenig rücksichtsvoller und weniger verletzend als der gewöhnlich umgekehrte Fall. Männer sind die Bösen. Punkt. Ausrufezeichen!

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Nein, Männer sind nicht immer die Bösen (#schluss #jetzt #mit #der #ironie) und eigentlich mag ich überhaupt keine Mann-Frau-Pauschalisierung (#no #klischeefrau), aber Ausnahmen bestätigen die Regel und Fakt ist: Pinguine können in der Wüste nicht schwimmen, und Meerjungfrauen auch nicht.

Pinguine können höchstens watscheln (#lustiger #anblick), und in dieser Hinsicht sind sie Meerjungfrauen überlegen, denn Meerjungfrauen sind bloß bewandt zu Robben (#nicht #ohne #schürfwunden #blödes #schürfen), und selbst das nur für kurze Zeit, denn dann müssen sie wieder dringlichst hinein in ihr lebensnotwendiges Element namens Wasser - und zwar am besten in Begleitung eines tauchenden Pinguins!

Letztendlich ist es gesünder, zwei gesunde Bedürfnisse zu befriedigen, und nicht bloß eines. Amen.

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