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Donald Trump - eine bitterharte LangzeitprĂŒfung?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DONALD TRUMP
Jonathan Ernst / Reuters
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Donald Trump wurde zum 45. PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten gewĂ€hlt, im deutschen Fernsehen wird der Einzug in den Krieg nach Syrien als bitterharte LangzeitprĂŒfung verharmlost, und die AFD erhĂ€lt nicht ausschließlich aufgrund von Frau Storchs Frisur Zuspruch. Menschen mit einem demokratischen VerstĂ€ndnis fragen sich völlig zurecht - was passiert da gerade mit unserer Welt und vor allem aber mit unseren Werten?

Nehmen wir zunĂ€chst den Superheld Trump. Muss ein amerikanischer PrĂ€sident nicht lĂ€nger eine Vorbildfunktion reprĂ€sentieren? „Grab her by the pussy" - danach sagt man mal kurz „Ich habe den allerhöchsten Respekt vor Frauen", und schon ist die Aussage relativiert?

Nukleare Waffen hat man nicht umsonst erfunden, und mit Putin geht er sicher ĂŒberall essen, um zu debattieren - nur nicht zum Mexikaner. Muslime erhalten Einreiseverbot, weil sie alle durch die Bank böse und radikale Salafisten sind, und Waffen sind prĂ€destiniert dafĂŒr, um sie im Wohnzimmerschrank neben der Rosenthal-Teekanne aufzubewahren.

Als NĂ€chstes widmen wir uns Nora Illi.

Eine Frau mit europĂ€ischen Wurzeln, die zum Islam konvertiert ist und sĂ€mtliche Frauenrechte, fĂŒr die mutige Frauen jahrelang gekĂ€mpft haben, mit einem Nikab verschleiert. Eine Frau, welche die Vollverschleierung im Fernsehen mit ihrem Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit begrĂŒndet, und damit, dass sie anderen durch das Tragen des Nikabs keinen Schaden hinzufĂŒgt. Liebe Nora, exakt das tun Sie damit, denn Sie schaden immens und unfassbar nachhaltig dem SelbstwertgefĂŒhl einer Frau.

Sie propagieren ein Frauenbild, bei der sich die Frau dem Mann samt ausschließlich seiner sexuellen Triebe unterordnet (Polygynie), und ihre eigene SexualitĂ€t unter einem Schleier versteckt. Von der Verharmlosung der Kriegspropaganda fange ich gar nicht erst an, sonst wird das hier ein ganzes Buch - und kein Blogbeitrag mehr.

Aller guten Dinge sind drei, daher machen wir noch kurz einen Abstecher nach Dresden, wo am Tag der deutschen Einheit Pegida-AnhĂ€nger altbewĂ€hrte Schlachtrufe aus Hitlerzeiten skandieren. Die Polizei wĂŒnscht einen „erfolgreichen Tag", und das selbsternannte Volk grölt „VolksverrĂ€ter". Die Freunde von der AFD ziehen gleichauf - Herr Gauland weiß nicht darum, was Adolf damals alles so gesagt und getan hat, und achtsame Journalisten weisen auf fragwĂŒrdige ZusammenhĂ€nge hin.

Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der WĂŒrde des Menschen unabhĂ€ngig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und politischer Einstellung - danach leben Menschen mit einem demokratischen VerstĂ€ndnis, aber seien wir mal ehrlich: Unser demokratisches VerstĂ€ndnis wird derzeit maßlos strapaziert.

Diktatur, UnterdrĂŒckung von Meinungsfreiheit und Menschenrechten, Rassismus und gewaltverherrlichende Radikalisierung werden am Fließband verharmlost, und Werte wie Respekt und Toleranz einseitig missbraucht, um eigene politische Interessen zu verfolgen. Und was dabei am schlimmsten ist: Das alles erfolgt unter dem Deckmantel der Demokratie.

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