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Hier könnt ihr drei Obdachlosen die Winterzeit erleichtern

21/11/2017 15:28 CET | Aktualisiert 21/11/2017 15:29 CET

Was zählt wirklich? Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Aufruf, den wir kürzlich mit unserem Schirmherrn Roland Kaiser gestartet haben.

Wir wollten wissen, was für Sie wirklich zählt. Da wir von WWZIL diesem Aufruf auch Taten folgen lassen möchten, sind Eva und ich am Sonntag zu einer spontanen Hilfsaktion aufgebrochen: Im Berliner Stadtteil Tiergarten/Moabit waren wir mit einigen warmen Sachen und süßen Leckereien unterwegs zu Obdachlosen, die in diesen kalten Tagen einen ganz besonders schweren Stand haben.

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Foto: von links Marius, Marzena und Nauris, © WWZIL

Wir waren noch nicht lange unterwegs, als wir unter einer Brücke drei von ihnen trafen: die 41-jährige Marzena, den 43-jährigen Marius und den 36-jährigen Nauris.

Im Gespräch erzählten sie uns, warum sie auf der Straße gelandet sind: Marzena arbeitete als Pflegehelferin und Nauris auf dem Bau - beide verloren ihre Jobs. Für Marius war seine Erkrankung - eine Tuberkulose (TBC) - der Anfang vom Ende. Von da an ging es stetig abwärts. Seit April 2016 lebt er auf der Straße.

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Foto: Marzena und Marius, © WWZIL

Lange sprachen wir mit ihnen über die Schwierigkeiten ihres Lebens auf der Straße und fragten sie, was sie am dringendsten benötigen: "Schlafsäcke!", war ihre spontane Antwort.

Und da Marzena und Marius seit einiger Zeit ein Paar sind, wünschen sie sich nichts sehnlicher als gemeinsam in einem Hostel unterzukommen und etwas Zeit ungestört an einem sicheren Ort miteinander verbringen zu können.

Leider nehmen die meisten Obdachlosenunterkünfte entweder Frauen oder Männer auf, nicht aber Paare, erklärte uns Marzena.

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Gern möchten wir helfen und rufen deshalb alle auf, die ein Hostel im Berliner Stadtteil Moabit oder Tiergarten kennen oder vielleicht ein Hostel leiten: Gebt diesem sympathischen Paar eine Unterkunft und macht damit ihr Leben für einige Zeit leichter und glücklicher. Derzeit übernachten die beiden lieber unter der Brücke, als sich in eine der Unterkünfte zu begeben, von denen die meisten verlaust sind, wie uns Marzena erklärte.

Wenn Sie Schlafsäcke für die drei Obdachlosen spenden oder Marzena und Marius ein Obdach geben wollen, schreiben Sie uns eine kurze persönliche Nachricht. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir das Leben dieser Menschen etwas leichter machen und ihnen eine kleine Freude bereiten können.

Mehr Infos unter: Was wirklich zählt im Leben e. V.

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