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Kundenevents in der Social Media Kommunikation - Teil 2

12/02/2016 09:52 CET | Aktualisiert 12/02/2017 11:12 CET
mikkelwilliam via Getty Images

Bei Maserati erwarteten wir eine vergleichbare Strategie wie bei Ferrari - immerhin sind die Zielgruppen ähnlich und die Produkte ebenfalls. Dennoch gestaltet sich die Social Media Strategie des Unternehmens völlig anders.

Maserati baut Community auf

Zweimal jährlich veranstaltet Maserati in mehreren Orten eine Sommer-/Wintertour. Aktuell wird die Maserati Wintertour beworben.

Teilnehmen kann jeder, der bereit ist für ein Wochenende 700 CHF auszugeben. Es gibt eine spezielle Webseite mit Informationen und Anmeldebedingungen sowie einen eigenen Bereich auf der Facebook-Seite. Dort findet der Nutzer die Berichterstattung über das Vorjahresevent, Informationen zur aktuellen Route und den Partnern.

Auch die Teilnehmer der Wintertour erhalten Raum: Sie werden aufgefordert, ihre Erlebnisse über Twitter und Facebook unter dem Hashtag #maseratiwintertour zu teilen.

Viraler Effekt

Die Tour ist - wie bei exklusiven Automarken üblich - nur einer kleinen Gruppe von 20 Teilnehmern vorbehalten. Trotzdem schafft Maserati eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach dem Prinzip: „wer zuerst kommt, mahlt zuerst".

Wer nicht zum Zuge kommt, hat die Möglichkeit, bei den einzelnen Hotels eine Probefahrt mit einem aktuellen Modell zu unternehmen. Die Fahrer berichten von ihren Erlebnissen und teilen diesen Content mit ihren Freunden.

Diese Inhalte sind authentisch, kostenfrei und sind bestens geeignet, Awareness zu generieren und neue Interessenten-Gruppen zu erschließen. Die Partnerhotels sind in die Werbekampagne integriert. Auch für sie ist es eine gute Möglichkeit, attraktive Inhalte zu bieten und weitere Gäste zu gewinnen.

Zu ausgewählten Anlässen startet Maserati weitere Aktionen: 2015 gab es die Maserati Lifestyle Journey die ebenfalls mit einem Partner - diesmal aus der Welt der Mode - ausgerichtet wurde.

Ferrari oder Maserati: wer hat im Netz die Pole Position?

Maserati hat keinen Motorsport im Programm: die Pole Position geht deshalb wegen der breiteren Fanbasis an Ferrari. Maserati setzt genau wie Ferrari auf exklusive Partner. Anders als Ferrari öffnet Maserati seine Events aber einer breiten Zielgruppe, die die Inhalte viral verbreitet.

So gelingt es, neue Kundengruppen anzusprechen und in die Weiterentwicklung der Produktpalette einzubeziehen. Wir finden das smart - Ferrari und Maserati erreichen für uns aus diesem Grund Seite an Seite die Ziellinie.

Das Autorenteam:

Prof. Dr. Sandra Müller lehrt an der Hochschule für angewandtes Management und arbeitet als Mitglied der Forschungsgruppe „Social Media" an aktuellen Fragestellungen. Gerti Windhuber ist Expertin für Technologiekommunikation und Social Media Managerin bei Rohde & Schwarz.

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