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Automobilwerbung zum Super Bowl

16/02/2016 11:17 CET | Aktualisiert 16/02/2017 11:12 CET
Jeff Zelevansky via Getty Images

Der Super Bowl ist ein mediales Großereignis: In den klassischen Medien werden Rekordpreise für die Werbeminute aufgerufen und in den sozialen Netzwerken werden alle Register gezogen. Beworben werden alle Konsumgüter mit mehr oder weniger Bezug zum Sportevent - und natürlich auch Autos aller Klassen.

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Viele Zuschauer - live im TV und in den sozialen Medien

Die Messlatte liegt hoch, möchte man als Automobilhersteller mit seinem Clip erfolgreich sein. Entsprechend aufwändig sind die Produktionen der Werbefilme. Selbst Hollywood-Regisseure stehen gerne zur Verfügung. In diesem Jahr gab es gut gemachte, aber eher unspektakuläre Autospots von Mini, Audi, Hyundai, Acura und Toyota.

Neben den zahlreichen Zuschauern während der Live-Übertragung des Baseballspiels, wurde der Mini-Werbespot auf YouTube in der ersten Woche mehr als 18 Millionen Mal angesehen. Ob der Spot den legendären Darth Vader-Spot von Volkswagen (64 Mio. Aufrufe) oder gar den Epic Split für Volvo Trucks (82 Millionen Aufrufe) überflügeln könnte, ist noch offen.

Erfolgssteigerung im Web

Neben den klassischen Werbespots, lassen sich durch clevere Strategien wirkungsvolle Erfolge erzielten: Durch Werbung in sozialen Medien vor und nach Großereignissen erreicht man deutlich mehr Nutzer, weil viele das Spiel über das Handy oder Tablet verfolgen oder kommentieren. Setzt man auf die Inhalte der eigenen Social Media Präsenzen, dann lohnt es sich in Echtzeit Informationen und Kommentare zum Spielverlauf einzustellen.

Pfiffig fanden wir die Idee von Volvo aus dem Jahr 2015. Dieser Slogan animierte die Nutzer: „Twittere, wenn Du einen Autospot siehst. Du kannst gewinnen!" So kam es, dass bei jedem kostspielig erkauften Werbeclip der Konkurrenz, die Augen der Konsumenten auf dem Smartphone und ihr Gehirn bei Volvo waren. Bei dem Auto, das sie gerne gewinnen wollten. Clever oder, was meinen Sie?

Fazit:

Großereignisse wie der Super Bowl eignen sich für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten. Fachleute nennen dies B2C-Kommunikation. Wer allerdings bei den aufgerufenen - und jährlich wachsenden - Riesenbudgets nicht mithalten kann oder will, braucht eine innovative Idee.

Das Autorenteam:

Prof. Dr. Sandra Müller lehrt an der Hochschule für angewandtes Management und arbeitet als Mitglied der Forschungsgruppe „Social Media" an aktuellen Fragestellungen. Gerti Windhuber ist Expertin für Technologiekommunikation und Social Media Managerin bei Rohde & Schwarz.

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