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Sandra Lambeck Headshot

"Du bist eine Schande und deine Freundin ein DĂ€mon" - was ich erlebte, als ich auf Instagram zeigte, dass ich eine Frau liebe

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SANDRA LAMBECK
sandralambeck / instagram
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Normalerweise gebe ich keine Details ĂŒber mein Privatleben preis. Deshalb war es ein großer Schritt fĂŒr mich, ein Video von mir und meiner Freundin auf Instagram zu posten. Das Shooting hatte ich ihr zu unserem ersten Jahrestag geschenkt.

Als Outing war der Post nicht gedacht. Ich habe unsere Beziehung nie geheim gehalten, deshalb hat es mich ĂŒberrascht, wie ĂŒberrascht meine Fans waren, als sie das Video von uns beiden gesehen haben.

Die meisten meiner Follower haben positiv darauf reagiert, dass ich mit einer Frau zusammen bin. Doch ich habe auch einige krasse Reaktionen bekommen.


Bekomme leider immer noch unzÀhlig solcher Nachrichten. Liebe hater bitte lasst mich in Ruhe! Ist gut jetzt. Der Hype ist vorbei!

Ein Beitrag geteilt von Sandra Lambeck 🌈 (@sandralambeck) am


So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt. Negative Kommentare unter meinen Instagram Bildern bekomme ich sonst nur, wenn jemand mal die Schuhe nicht gefallen, die ich anhabe. Ich war zutiefst schockiert und traurig, welchen Hass unsere Beziehung bei manchen Leuten ausgelöst hat und dass es immer noch Leute gibt, die gleichgeschlechtliche Liebe fĂŒr ein Verbrechen halten.

Man darf dem Hate keine Beachtung schenken

Ich habe auf keinen dieser Kommentare geantwortet. Ich glaube, man darf dem Hate keine Beachtung schenken. Ändern kann man einen Menschen, der so ĂŒber HomosexualitĂ€t denkt, sowieso nicht. Viel mehr sollte man sich auf die positiven Dinge im Leben konzentrieren. Ich habe Halt bei meiner Freundin gefunden.

➚ Mehr zum Thema: Liebe Parteikollegen, die EinfĂŒhrung der Homo-Ehe ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig

Durch meinen Video Post und den daraus entstandenen Hype, habe ich außerdem ein engeres VerhĂ€ltnis zu meiner Fangemeinde bekommen. Ich habe viele Nachrichten von Menschen erhalten, die etwas Ă€hnliches erlebt haben oder gerade erleben.

Meine Mama liebt mich wie ich bin

Viele Menschen fĂŒhren ein Leben, das sie eigentlich nicht fĂŒhren wollen - aus Angst vor den Reaktionen ihrer Familie und Freunde. Ich habe das GlĂŒck, dass meine Freunde mich so akzeptieren wie ich bin.

FĂŒr meine Mutter war es anfangs nicht ganz einfach, dass ich eine Frau liebe. Meine Familie stammt aus Ghana und die Gesellschaft dort ist in punkto SexualitĂ€t nicht so aufgeschlossen, wie die europĂ€ische. Inzwischen hat sie es akzeptiert. Sie liebt mich wie ich bin, schließlich bin ich immer noch ihre Tochter.

Steh zu dir und mach dein Ding

Als schwarze, lesbische Frau in Deutschland werde ich es immer schwer haben. Mein unbeabsichtigtes Outing wird mir sicher nicht jede TĂŒre öffnen, aber ich bin ĂŒberzeugt, dass es mir die richtigen TĂŒren öffnen wird.

➚ Mehr zum Thema: Der lange Weg zur NormalitĂ€t: Was es bedeutet, in einer Migrantenfamilie schwul zu sein

Ich hoffe meine Geschichte kann andere Menschen dazu inspirieren, dass auch sie zu sich stehen und ihr Ding machen, egal wo sie herkommen, egal wen sie lieben.

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Oft schauen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen nur aus einer abstrakten Perspektive: Experten sprechen ĂŒber Probleme anhand von Studien. Politiker loben, was gut lĂ€uft, anhand von grauen Statistiken - all das hat mit dem Alltag der Menschen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind oder sie prĂ€gen, oft wenig zu tun.

Diese Menschen kommen jetzt in der HuffPost zu Wort. Denn wie fĂŒhlt sich Armut in einem reichen Land jenseits der Statistiken an? Wie sieht Deutschland aus der Perspektive eines Obdachlosen aus? Vor welchen Problemen steht ein gerade angekommener FlĂŒchtling? Wer hat mit seiner Initiative ein gravierendes Problem gelöst? All das ist Thema in HuffPost-Voices.

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