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10 Veränderungen, die jede Frau zwischen 20 und 30 erlebt

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Das Alter zwischen 20 und 30 ist seltsam. Am Anfang bist du gerade mit der Schule fertig und hast ich eben erst daran gewöhnt, legal Alkohol kaufen zu können. Am Ende bist du Vollzeit-Erwachsener in der echten Welt, darfst alles, willst aber längst nicht mehr so viel wie mit 20. In 10 Jahren musst du die Entwicklung vom erwachsenen Kind, das noch bei den Eltern lebt, hin zum Erwachsenen schaffen. Vielleicht lebst du dann mit einem Partner zusammen oder hast sogar ein Kind. Damit du diesen Lebensabschnitt erfolgreich überstehst, musst du dich ändern. Das ist einfach so.

Zwischen 20 und 30 werden wir Frauen mit vielen großen und kleinen Veränderungen konfrontiert. Vielleicht stehen wir vor einer völlig ungeplanten Herausforderung wie einem Jobangebot am anderen Ende des Landes. Vielleicht erwartet uns sogar eine Überraschung wie ein positiver Schwangerschaftstest. Oder wir können unerwarteterweise noch einmal ganz von vorn beginnen, nachdem wir uns von dem Mann getrennt haben, den wir eigentlich heiraten wollten. Doch egal, was passiert: Die kleinen Veränderungen sind für uns alle gleich. Diese zehn Veränderungen erlebt jede Frau zwischen 20 und 30.

1. Du trägst deine Outfits mehr als einmal. Du hältst nicht mehr jede Sekunde deines Lebens fest. Und falls DOCH einmal ein Bild von dir in einem bestimmten Outfit auf sämtlichen sozialen Netzwerken der Welt landet, wirst du die Sachen trotzdem noch mal tragen. Warum auch nicht? Du hast schließlich Geld dafür ausgegeben. Und das Teil sieht gut aus. Du trägst es einfach mit einer anderen Kette. Oder mit derselben. Egal. Das Leben geht weiter.

2. Einen Kater kannst du dir nicht mehr leisten. Du hast zwei Tage Freizeit, bis der Alltagstrott wieder von vorn anfängt. Du kannst diese zwei Tage nicht komatös im Bett verbringen, nachdem du zuvor stundenlang über der Schüssel hingst. Du kannst dir auch die Kalorien nicht mehr leisten, die so ein Trinkgelage mit sich bringt. Egal, ob du betrunken Zeug in dich reinstopfst, damit dir am nächsten Tag nicht schlecht wird, oder ob du dich nach überstandenem Kater mit Hamburgern, Pommes und Chicken Wings belohnst - wenn du nicht vorhast, dein Gewicht zu verdoppeln, solltest du das lassen. Deswegen gibst du den Fressanfällen nicht mehr nach und fängst an, „in Maßen" zu trinken (was auch immer das heißen mag).

3. Du wirst nicht mehr sentimental, wenn im Herbst die Schule losgeht. Oder zumindest nicht mehr SO sentimental. Wahrscheinlich hast du viel zu viel Arbeit, um es überhaupt zu merken. Außerdem ist die Schulzeit schon eine Ewigkeit her. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, auf einer Studentenparty wie ein Pädophiler zu wirken. Oder gar auf einer Oberstufenparty, aber steht ohnehin außer Frage.

4. Geldausgeben tut nicht mehr so weh. Als wir mit Ausbildung oder Studium fertig waren, sagen wir ständig: „Nein, das geht nicht. Das kostet GELD!" Heute heißt es eher: „Wie viel? Vielleicht ist noch im Budget drin." Du gibst plötzlich Geld für Dinge aus, die du früher nie gekauft hättest. OK, du bist immer noch ein bisschen geizig, aber du kannst dir jetzt auch ein paar Sachen leisten.

5. Du kannst tatsächlich „nur auf einen Drink" ausgehen. Seit du angefangen hast, Alkohol zu trinken, ist es nie bei einem Drink geblieben. Verdammt, es gab für dich einfach überhaupt keinen Grund zu trinken, wenn man sich nicht betrinkt. Es sind zusätzliche Kalorien. Ein schickes Outfit ist verschwendet. Das Geld könntest du dir für einen richtig coolen Abend sparen. Aber früher oder später wirst du dich an einem Samstagabend mit Freunden einfach nur auf ein Glas Wein treffen ... und du wirst das nicht langweilig finden. Du wirst das „Ausgehen" nennen, und wahrscheinlich wirst du am nächsten Tag müde sein.

6. Kleine Kinder sind plötzlich süß. Das Grauen. Das absolute Grauen. Bisher hast du beim Anblick eines Säuglings auf dem Absatz kehrt gemacht, jetzt sagst du auf einmal „Ooooohhhh". Du hast zwar immer noch keine Ahnung, was du zu dem Kind sagen sollst, aber irgendwie findest du es niedlich. Was hat das zu bedeuten?!

7. Du bist nicht mehr die Jüngste an der Bar. Und das fällt dir auch, wenn der Typ neben dir dich fragt, auf welche Schule du gehst. Schule?! Das ist Jahre her! Verdammt. Aber immerhin heißt das wohl, dass du noch gut aussiehst, oder?

8. Verlobungsringe und Hochzeitskleider sehen nicht mehr alle gleich aus. Bis jetzt sah für dich ein Hochzeitskleid aus wie das andere. Ein weißes Kleid eben. Langweilig. Aber irgendwann fängst du an, genauer hinzuschauen. Du merkst, welche billig aussehen, und welche dir gefallen könnten. Du findest auch Diamanten langsam interessant. Bisher hast du immer gesagt, du hättest lieber eine Chanel-Tasche als einen kitschigen (und natürlich teuren) Diamantring, der vielleicht nicht zu all deinen Outfits passt und den du dazu noch im Fitnessstudio oder sonstwo verlieren könntest (mein armer zukünftiger Verlobter/Ehemann - ich entschuldige mich jetzt schon). Aber jetzt willst du einen (irgendwann). Schließlich sieht man die Dinger ja plötzlich überall auf Facebook.

9. Du ertappst dich dabei, über die „Musik, die die Jugend von heute hört" zu lästern und schwärmst, dass „früher alles besser" war. Dann hältst du erschrocken den Mund, weil du merkst, dass du alt klingst. In diesem Moment WEISST du, dass du alt wirst. 1993 (also vor 20 Jahren) war ich fünf Jahre alt und fand die Musik aus den 70ern, die bei meiner Mutter im Auto lief, „alt". Heute läuft bei mir 20 Jahre alte Musik. Nennen die Kids die Hits unserer Jugend aus den 90ern heute etwa auch „Oldies"? Ich befürchte, sie tun es tatsächlich. Und das macht mich fertig.

10. Dir werden viele Dinge egal - und andere Sachen werden wichtig. Dir ist egal, was andere Leute machen. Stattdessen ist dir wichtig, was du machst. Du fängst an, gern zu planen, aber dir ist es auch egal, wenn du keinen Plan hast. Du gehst vorsichtiger mit deinem Geld um, aber du gibst es aus, wenn du möchtest. Nicht, wenn andere Leute etwas wollen. Du hast hoffentlich einen Job, der dir wirklich wichtig ist. Und wenn dir irgendetwas nicht wichtig ist, dann tust du auch nicht so.

Ich behaupte nicht, dass ich diese Phasen alle schon durchlaufen habe. Absolut nicht. Ich bin 25 und stehe immer noch auf Electro. Für mich macht es immer noch keinen Sinn, auszugehen, ohne mich zu betrinken, aber ich versuche, langsam darüber hinwegzukommen (Betonung auf: versuchen). Ich habe nicht vor, demnächst zu heiraten, aber ich kann nicht leugnen, dass ich ab und zu darüber nachdenken. Und die Verlobungsringe, deren Sinn sich mir bisher nicht so wirklich erschloss, finde ich inzwischen ziemlich schick. Ich liebe die Musik der 90er. Ich gehe gern feiern. Und ich finde es fantastisch, dass ich immer noch in der Jugend-Abteilung einkaufen und dabei modebewusst aussehen kann. Ich bin Mitte 20. Und ich werde langsam erwachsen. Ich bekomme mein Leben endlich in den Griff. Ich lasse mir nur Zeit dabei, weil ich mir das leisten kann. Ich habe alles unter Kontrolle. Und wenn ich endgültig erwachsen werden will, werde ich das tun. Aber im Moment mache ich lieber ab und zu noch ein bisschen Blödsinn. Vermutlich immer weniger, bis die nächsten Veränderungen anstehen.

Übersetzt aus der Huffington Post USA von Bettina Koch. Hier geht's zum Original.

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