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Was mit Kindern passiert, die häufig im Bett der Eltern schlafen

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BABY
Courtesy of Samantha Darby
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Dieser Blog erschien zuerst auf Romper.com.

Es gibt Entscheidungen von Eltern, die immer wieder zu Diskussionen, Debatten und Meinungsäußerungen von anderen Eltern führen. So auch die Frage, ob man gemeinsam mit den eigenen Kindern in einem Bett schlafen sollte.

Obwohl das Familienbett etwas ganz Natürliches ist, behaupten Gegner gerne, dass die negativen Auswirkungen des sogenannten Co-Sleepings für das spätere Leben eines Kindes schwerer wiegen als die Vorteile..

Ob ihr das Co-Sleeping beendet, solange das Kind zu klein ist, um sich später zu erinnern, oder ob ihr euch das Bett noch länger teilt - das gemeinsame Schlafen macht ein Kind nicht zu einem erwachsenen Daumenlutscher ohne Rückrat.

vater kind

Selbst wenn das Kind auch dann noch ein Bett mit euch teilt, wenn es größer geworden ist, werdet ihr feststellen, dass der größte Nachteil darin besteht, sich nicht vollständig ausstrecken zu können, ohne den Arm eines Kindergartenkindes ins Gesicht zu bekommen.

Co-Sleeping macht das Leben einfacher

Ich habe Stein und Bein geschworen, dass ich niemals das Bett mit meiner Tochter teilen würde. Ich habe eine Million Gründe dagegen aufgezählt. Meine Hauptbedenken waren die Sicherheit und dass das Co-Sleeping die späteren Schlafgewohnheiten meiner Tochter beeinträchtigen könnte.

Aber bei akutem Schlafmangel? Eltern würden fast alles für ein paar ungestörte Minuten Schlaf tun. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich mein kleines Mädchen mit zu mir ins Bett genommen habe, weil es einfacher war, als um vier Uhr morgens aufzustehen und zu versuchen, sie irgendwie davon zu überzeugen, noch etwas weiterzuschlafen.

Hat es ihr geschadet? Nein. Sie wacht immer noch dann und wann auf, braucht ein paar Streicheleinheiten oder will ein paar Stunden bei mir schlafen, aber im Großen und Ganzen ist sie eine tolle Schläferin. Zu 99 Prozent schläft sie in ihrem eigenen Bett.

Es gibt keine negativen Auswirkungen auf das Kind

Meine Tochter scheint da keine Ausnahme zu sein. Wie die Zeitschrift "Parents" berichtet, hat das Co-Sleeping keine negativen Auswirkungen, so lange ihr euch alle mit dieser Entscheidung wohlfühlt.

Co-Sleeping ist in vielen Ländern etwas ganz Normales und Natürliches. Und die Menschen in diesen Ländern haben dadurch keine Nachteile.

Wenn das noch nicht genug Informationen sind, dann liegt das daran, dass über das gemeinsame Schlafen und die Auswirkungen auf die Entwicklung der Intelligenz oder das Verhalten des Kindes noch nicht viel veröffentlicht wurde.

Es existiert zwar die Meinung, dass Co-Sleeping abhängige Kinder hervorbringt, es gibt jedoch keine Studien, die das belegen.

Gemeinsames Schlafen führt nicht zu späteren Schlafproblemen

Zwar versuchte eine Gruppe Wissenschaftler, eine negative Korrelation zwischen schlechtem Verhalten und Co-Sleeping herzustellen, fand dann jedoch, dass es zu viele Variablen gäbe und man keinesfalls wissen könne, ob das Co-Sleeping dafür verantwortlich zu machen sei oder etwas vollkommen anderes.

In einer anderen Studie stellten Forscher auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten fest, dass Kinder, deren Eltern sich für das Co-Sleeping entschieden haben, nicht stärker dazu neigten, später unter Schlafproblemen zu leiden.

Die Ergebnisse der Studien lieferten weitere Beweise dafür, dass Kinder, die im ersten Lebensjahr Schwierigkeiten mit dem Einschlafen haben (und deshalb im Bett der Eltern schafen), nicht zwangsläufig zu Schlafstörungen im späteren Leben neigen.

Kurz gesagt, so lange euer Kind glücklich ist und ihr es auch seid, scheint es keine negativen Auswirkungen auf das Verhalten oder die Entwicklung des Kindes zu geben. Tatsächlich kann Co-Sleeping eurem Kind Vertrauen, Sicherheit und Wohlbefinden schenken, weil es sich viel schneller beruhigt, wenn es in der Nacht eure Nähe sucht und findet.

Wie ihr euren Kindern beibringt, euch nachts nicht mit Schlägen oder Tritten zu quälen, ist allerdings eine andere Sache.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf romper.com und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

Dazu passt: 10 Tipps: So kann dein Kind schlafen lernen


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V." möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen."Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

Du willst, dass dein Kind ein Genie wird? Dann gib ihm einen dieser Namen!

(till/gm)