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Sei doch keine Pussy

12/10/2017 18:50 CEST | Aktualisiert 12/10/2017 18:50 CEST
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Eine Redewendung, die die meisten sicherlich schon einmal gehört oder vielleicht sogar selbst gesagt haben. „Pussy", Synonym für Vagina, meist als Schimpfwort genutzt, soll in der Regel Schwäche und Angst implizieren.

Dem männlichen Geschlechtsteil hingehen wird Stärke zugeordnet. Die allseits bekannte Redewendung „Eier in der Hose haben", welche sowohl für Männer als auch für Frauen genutzt wird, soll ihre Durchsetzungsfähigkeit und Willensstärke zum Ausdruck. Warum ist das so?

Denn die „Pussy" ist ein unfassbar starkes und widerstandsfähiges Organ, das sogar Kinder zur Welt bringen kann. Wohingegen die Geschlechtsteile eines Mannes wohl die empfindlichste und sensibelste Stelle seines Körpers sind.

Dieses Paradoxon soll mit der Kampagne #PussyisPower aufgelöst werden. Denn dass Mädchen und Frauen in ihrem Leben Stärke beweisen müssen, um Hürden und ihre gesellschaftliche Stellung zu überwinden, macht die Kampagne deutlich.

#PussyisPower - Für starke Frauen in Entwicklungsländern

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Frauen sind weltweit oftmals sehr schwierigen Lebensbedingungen ausgesetzt. Mit der Kampagne #PussyisPower der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) soll diese unverfälschte Lebensrealität starker junger Frauen in Entwicklungsländern der deutschen Öffentlichkeit nahegebracht werden.

Dabei sollen die Hürden erkennbar werden, die eben diese Frauen tagtäglich überwinden müssen. Sie haben Bildungsmöglichkeiten, werden häufig jung verheiratet und haben kaum Zugang zu Aufklärung und Verhütung.

Noch immer können mehr als 130 Millionen Mädchen weltweit nicht zur Schule gehen. 15 Millionen Mädchen werden schon vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet und 214 Millionen Mädchen und Frauen haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Ein selbstbestimmtes Leben wird ihnen oft verwehrt.

Mehr zum Thema: Frauen, steht auf und kämpft für eure Rechte!

Selbst über Bildung und Beruf entscheiden, selbst bestimmen, wann, ob, mit wem und wie viele Kinder eine Frau bekommen möchte - das ist für die meisten von uns selbstverständlich, doch in vielen Teilen der Welt können Mädchen und Frauen davon nur träumen.

Um sich durchzusetzen, brauchen Frauen Power. Um ihre Rolle in Gesellschaft und Politik zu modernisieren, braucht es weltweites Engagement, von jedem von uns, denn #PussyisPower!

Zwölf Tage waren die drei YouTuber Diana zur Löwen, Mirella und Flo in Kenia unterwegs, um dort mit drei jungen Kenianern über ihren Alltag, Frauenbilder, ihre Lebenswirklichkeit und die Hürden, die sie in ihrem Leben bereits überwinden mussten, zu sprechen.

Die daraus entstandenen Kampagnenvideos sind zu sehen unter: https://www.dsw.org/pussyispower/

Das große Finale

Abschluss der Kampagne ist ein großes kostenloses Yoga-Event zum Weltmädchentag in der Glashaus Arena Berlin. Aber nicht irgendein Yoga: Beim Rage-Yoga wird's laut und emotional.

Power statt Zen ist das Motto der kanadischen Rage-Yoga Erfinderin Lindsay Istace. Ganz im Sinne von #PussyisPower soll der Benachteiligung von Mädchen und Frauen Gehör verschafft werden. Im Anschluss gibt die Band Chefboss ein Gratis-Konzert und sorgt damit für einen musikalischen Abschluss der Kampagne.

In diesem Sinne, sei eine Pussy!

Zeig deine Solidarität mit den Frauen dieser Welt und melde dich zum kostenlosen Event an.

Mehr zum Thema: Die anderen Frauenrechtlerinnen

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