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So sehr müssen Mütter immer noch geschützt werden

26/11/2015 13:03 CET | Aktualisiert 26/11/2016 11:12 CET
Images By Tang Ming Tung via Getty Images

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Das Gefühl sein Kind das erste Mal in den Armen zu halten, gehört mit zu den Schönsten im Leben einer Frau. Die Vorfreude auf das Kind beginnt schon lange vor der Geburt.

Engen Freunden und Verwandten wird die frohe Botschaft verkündet, und die werdenden Eltern zeigen mit Stolz die ersten Ultraschallfotos des ungeborenen Kindes.

Der Haushalt wird akribisch babysicher gemacht, das Kinderzimmer liebevoll geschmückt. Werdende Mütter suchen sich ihren Kreißsaal aus, können sich passende Musik zur Geburt auswählen, und der Geburtsvorbereitungskurs klärt letzte Fragen und Unsicherheiten, sodass sich die Mütter voll und ganz auf den Familienzuwachs freuen können - und diese Vorfreude ist riesig!

Dass sich Frauen so sehr auf ihr Kind freuen können, liegt vor allem an der guten Gesundheitsversorgung der Mütter hierzulande. Vom Beginn der Schwangerschaft bis hin zur Geburt des Kindes werden Frauen regelmäßig von ihren Ärzten betreut. Frauen können zudem selbst über den Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft entscheiden.

Frauen in Entwicklungsländern

Für viele Frauen in Entwicklungsländern ist die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes eine Tortur - für einen großen Teil endet sie tödlich.

Zwar ist die Zahl der Frauen, die infolge von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt starben, von 1990 bis 2015 laut dem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation um 44 Prozent auf jährlich 303.000 gesunken.

Doch gegenüber 2013 (289.000 Todesfälle) ist die Zahl der Todesfälle sogar wieder leicht angestiegen. Solch erschreckende Zahlen sollten im 21. Jahrhundert eigentlich der Vergangenheit angehören.

99 Prozent der Müttersterblichkeitsfälle treten nach wie vor in Entwicklungsländern auf. Auf Afrika südlich der Sahara entfallen allein zwei Drittel der Todesfälle. Dabei ist ein Großteil der Todesfälle vermeidbar.

Durch freiwillige Familienplanung, die Ausbildung von Hebammen und Gesundheitspersonal sowie einer besseren Gesundheitsversorgung können Leben von Mutter und Kind gerettet werden.

Globale Strategie für Gesundheit

Die neue Globale Strategie für die Gesundheit von Frauen, Kindern und Jugendlichen sieht vor, die Müttersterblichkeit von 216 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten auf weniger als 70 Todesfälle verringern.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es allerdings mehr Investitionen und mehr Engagement. Dass sich Finanzierung in Müttergesundheit lohnen, zeigt sich allein durch die stark gesunken Zahlen seit 1990 - um 44 Prozent.

Verstärkte Investitionen in Müttergesundheit weltweit sind keine Option, sondern ein Muss - damit die Geburt des Kindes für jede Mutter auf der Welt zu einem Freudenerlebnis wird. :)

Video: Bewegend: Dieses süße Baby hört nach sieben Wochen zum ersten Mal die Stimme seiner Mutter

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