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Die Menschheit ist unser Kind

28/05/2017 17:21 CEST | Aktualisiert 28/05/2017 17:21 CEST
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Jedes Mal, wenn sich ein Anschlag ereignet, ist es schmerzhaft mit anzusehen, wie ein Mensch anderen Menschen das Privileg nimmt, weiterzuleben. Es ist nicht nachvollziehbar, wie man sich psychisch soweit entwickeln kann, dass man kein Gewissen mehr hat und ohne mit der Wimper zu zucken ein Leben beendet.

Zeitgleich herrscht eine Verständnislosigkeit solchen Menschen gegenüber, welche es sich bequem machen und durch gezielte Beschuldigungen labile Menschen dazu animieren, in diese Tiefe des unmoralischen Ichs zu verfallen.

Menschen werden als Gewohnheitstiere bezeichnet, d.h. gewöhnen sie sich an etwas, ist es schwer diese Angewohnheit loszuwerden. Somit ist es „folgerichtig", dass man - in jeglicher Situation - dass zur Hand nimmt, was vor der Nase ist, anstatt die Sache tiefer zu erkunden und zu erklären.

Vor allem dem Normalmenschen kommt dies zugute, aber auch die Politik profitiert von dieser Couch- Propaganda. Schließlich muss man niemanden mehr suchen, sondern alles lässt sich auf einen Sündenbock abschieben, welcher vorab schön von den Medien illustriert wurde.

Wenn ein Verbrechen geschieht, wird zuerst der Tatort untersucht, danach wird - vorerst allen - später jedoch einzelnen Hinweisen, im Nachhinein den ausschlaggebenden, nachgegangen. Opfer, Zeugen und auch Täter werden befragt und deren Leben durchleuchtet. Man filtert die Situation, bis man am Ende nur noch die Beweise in der Hand hält, die zum Verbrecher führen.

Nicht selten gibt es dramatische Wendungen, Erwartungen werden nicht bestätigt, stattdessen ist man überrascht, wer hinter der ganzen Tat steckt. Durchaus gibt es aber auch offensichtliche Verbrechen, jedoch sind diese meist so klar, dass man dazu kein Kriminologe sein muss, um zu sagen, wer der Verbrecher ist.

Was jedoch auch bedacht werden muss, ist, dass offensichtliche Verbrechen auch voller ungewöhnlicher Geheimnisse stecken können. Es gibt nun mal keine Vorstellung für die Grausamkeit des Menschen.

Doch was, wenn Fragen offen bleiben und ein Verbrechen auf einen Sündenbock abgeschoben wird?

Wobei der Sündenbock dies als ein Willkommensgeschenk sieht, sich selbst und sein schwarzes Weltbild zu verbreiten. Denn es ist leichter, Menschen die einen schwachen Charakter haben davon zu überzeugen, was schlecht ist, als von dem was gut ist. Ihre Psyche wird aufgrund ihres überwiegend mit Pessimismus geprägten Lebens gar das moralisch Verwerfliche als ein gutes Gut ansehen.

Auf der anderen Seite wird durch diesen Sündenbock ein Hass in den Menschen geschürt, gegenüber solchen Überzeugungen, welche im Kern den weltlichen Frieden enthalten können und diesen verbreiten wollen. Gezielt wird eine Minderheit kritisiert und als Feind dargestellt. Wobei es sein kann, dass diese Minderheit das Gute vermitteln möchte und vermittelt.

Doch überschattet sie die Tatsache, dass es ein verfälschtes Skript gibt, welches zu gern gelesen und gespielt wird. Statt hinter die Fassade dessen zu sehen und herauszufinden, wer die Autoren dieses Schauspiels sind, wird den Schauspielern vorgeworfen, sie seien schuld an dem miserablen Bild ihrer Darstellung.

Da diese ohnehin schlecht sind, machen sie sich nichts daraus und heißen es willkommen mit ihrer schlechten Darbietung weitere Akteure mit ebenfalls minderen Kenntnissen bei sich aufzunehmen. Somit wird ein hoher Preis für eine miserable Story gezahlt. Doch dieser Tatsache bewusst, was gerade geschieht, wird weitergefilmt und obwohl die Fortsetzungen bedauernswerter werden, ist der Reiz größer, sich diese anzusehen.

"...wer da im Weg ist, ist der Mensch, der Schwäche vermittelt."

Dies beweist wieder einmal, dass Menschen - obwohl sie mit Verstand ausgestattet sind - sich für dumm verkaufen lassen. Nichts wird hinterfragt oder nachvollzogen, um Akzeptanz und Verständnis aufzubauen, damit das Negative aus dem Weltbild verschwindet. Im Gegensatz, es wird auf die Dummheit der Mitmenschen gesetzt und für gezielte Verblödung gesorgt. Seien es die miserablen Schauspieler oder die listigen Autoren. Beide verfolgen nur ihre eigenen Ziele und wer da im Weg ist, ist der Mensch, der Schwäche vermittelt.

Doch diese Schwächen können zu einer Stärke werden.

Wenn die Schwachen ihren Mut zusammennehmen, könnten sie alle besiegen, welche ihnen mit Gewalt entgegenkommen. Wie eine Frau an Stärke gewinnt, wenn sie Mutter wird, um ihr Kind zu schützten, müssen die schwachen Menschen sich zusammentun um die Menschheit zu schützten. Die Menschheit ist ihr Kind, welches gut erzogen werden muss, um Positivität auszustrahlen und zu erhalten.

Um dies zu schaffen, müssen wir die Lüge stoppen, welche das Übel von Allem ist. Egal aus wessen Munde sie kommt. Und dies kann nur dann geschehen, wenn wir uns die Lüge anhören, diese mit Logik widerlegen und die uns unbekannten Menschen davon überzeugen was richtig ist.

Jedoch nicht darauf beharren, dass diese Menschen diese Richtigkeit annehmen, sondern verstehen. Denn wir müssen füreinander Akzeptanz aufbauen und Verständnis schaffen. Ein Miteinander kann nur dann geschaffen werden, wenn wir uns gegenseitig nicht angreifen, sondern entdecken lernen.

Die Vielfältigkeit ist es, welche uns untereinander näherbringen sollte und nicht entfremden. Das Entdecken einer neuen Spiritualität oder Ethnie oder einer simplen Unterscheidung, welche besser sein könnte, als unser bis jetzt gelebtes, sollte uns in keine defensive Stellung bringen.

Sondern eher in uns eine Neugierde wecken das Fremde zu entdecken und kennen lernen zu wollen. Kennenlernen heißt aber nicht, dass man das Eigene aufgeben muss, es steht lediglich dafür, seinen intellektuellen Horizont zu erweitern. Und, dem Fremden einen Platz einzuräumen, welcher einen Selbst nicht bedrängt und umgekehrt.

Schlussendlich werden wir zu einer Einheit mit zahlreichen Facetten, indem wir leben und leben lassen ohne uns gegenseitig zu beengen. Wir ergänzen uns wie ein Puzzleteil das andere, ohne uns gegenseitig den Platz wegzunehmen.

Doch um dies zu schaffen müssen wir miteinander, aneinander und füreinander arbeiten. Respekt, Liebe, Loyalität vermitteln. Ganz wie wir uns bemühen und unsere Zeit in eine neue Beziehung, jeglicher Art, stecken, müssen wir in die Menschheit investieren. Wir müssen unser Kind hegen und pflegen, es so erziehen, dass unsere kommenden Generationen einen Nutzten davon haben.

Die Menschheit ist unser Kind und zeitgleich auch die Seele der Erde

Ist der menschliche Körper psychisch angeschlagen, lässt das physische Leiden nicht lang auf sich warten. Wenn die Menschheit das Kind der Menschen ist, ist es zeitgleich auch die Seele der Erde. Verbreiten wir das positive miteinander, können wir vielen Problemen, die sich durch Menschenhand auf der Erde erschaffen haben, entgegenwirken. Jedoch müssen wir um dies alles zu schaffen, unser Ego beiseitelegen und unseren Gegenüber in Augenhöhe und mit Respekt begegnen.

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