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Aufstieg der Rechten kann schweren Schaden anrichten

11/03/2016 14:25 CET | Aktualisiert 12/03/2017 10:12 CET
APN

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Ich kann verstehen, dass vielen die Begeisterung fehlt, zur Wahl zu gehen. Der Eindruck ist doch: Man macht alle paar Jahre sein Kreuz, dann bilden unterschiedliche Parteien zusammen eine Regierung - und dann geht es weiter wie bisher. Und vieles wird nicht besser, sondern schlechter.

Die Perspektive, dass man sich nur anstrengen muss und dann ein Leben in relativem Wohlstand und in Sicherheit führen kann, verschwindet mehr und mehr in den Geschichtsbüchern. „Wohlstand für alle" versprach Konrad Adenauer seinen Wählern noch. Heute ist „Wohlstand für alle!" eine Forderung, für die man kämpfen muss, in den Parlamenten, in den Betrieben und auf der Straße.

Wer nicht will, dass „die da oben" einfach machen, was sie wollen, muss wählen gehen. Und es gibt noch viele andere Möglichkeiten, sich zu engagieren und etwas zu verändern. Aber durch Wahlenthaltung wird gar nichts besser.

Bei einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent zählt jede Stimme praktisch doppelt.

Wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist, bedeutet das, dass die Stimmen von immer weniger Leuten das Ergebnis der Wahlen immer stärker beeinflussen. Anders herum: Bei einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent zählt jede Stimme praktisch doppelt. Diese Gelegenheit sollten Sie nutzen! Gerade in dieser Zeit, in der wenige Stimmen für Ausländerfeinde und Rechtspopulisten dazu führen, dass sie stark in Parlamenten vertreten sind.

Der Aufstieg dieser neuen Rechten könnte schweren Schaden anrichten. Nationalisten und Chauvinisten aller Couleur würden sich weiter bestärkt fühlen und noch mehr Raum in der Öffentlichkeit einnehmen. Unser Land würde dann immer weiter gespalten. Wer das verhindern will, muss nächsten Sonntag wählen gehen.

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