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Weihnachtswünsche aus dem Südsudan

23/12/2014 09:51 CET | Aktualisiert 22/02/2015 11:12 CET

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Unterwegs im Südsudan.

Ich arbeite oft in Krisengebieten und werde konfrontiert mit Vertreibung, Armut und Krankheiten. Trotzdem, ich möchte diese Arbeit nicht missen, denn sie erinnert mich immer wieder an das, was wir haben: An ein Land, das politisch stabil ist und daran, dass die meisten von uns durch ein funktionierendes Sozialversicherungssystem abgesichert sind.

Die Begegnung mit Menschen, oft auch meinen Interviewpartnern, berührt mich einerseits und erdet mich andererseits. Und ich bin froh darüber. Nicht zuletzt dadurch habe ich mein Gleichgewicht gefunden und weiß in etwa auch, was Glück bedeutet oder bedeuten kann. Doch es gibt noch so viele andere Dinge, die ich zu schätzen gelernt habe. Richtig, ich habe sie erst zu schätzen gelernt, denn früher habe ich vieles als selbstverständlich, als Normalität betrachtet.

Gesundheit, Freunde, Familie, Spaß am Leben - all das sind Dinge, die ich wertschätze und als kostbar erachte. Für die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe war ich im Südsudan und habe ein paar Geschichten und Bilder mitgebracht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch, liebe Leserinnen und Leser, ein Frohes Weihnachtsfest und ein zufriedenes, gesundes und glückliches Neues Jahr.

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Asceta Milunga, Lepra-Patientin (links): "Ich hoffe, dass meine Behandlung an Weihnachten abgeschlossen ist und ich nach Hause gehen kann. Schön wäre ein eigener kleiner Laden, mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdienen könnte."

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Schwester Veronika Rackova, Ordensfrau: "Nie werde ich mein erstes Weihnachten hier mit den Leprapatienten vergessen. Es war einfach, aber wunderschön. Zusammen mit uns erlebten sie ein Gemeinschaft und darüber waren sie sehr froh und glücklich."

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Anthony Matere, Schuhmacher: "Ich wünsche mir eine Nähmaschine, um zum Beispiel Klettverschlüsse auf die speziell angefertigten Schuhe der Patienten zu nähen. Denn Schnallen sind unbequem und wenig handlich. Außerdem wünsche ich mir weitere Werkzeuge zur Fertigung von Schuhen."

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Dr. Hickson Joseph Lasu, Nationaler Koordinator Lepra, TB, Buruli Ulcer: "Wir brauchen Autos, die in der Lage sind, auch zu den entlegensten Regionen zu gelangen, also geländegängige Wagen, wie Toyota Landcruiser, aber auch geländegängige Motorräder."

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Katharina Kumi, ehemalige Leprapatientin: "Ich wünsche mir sehr für meine Hütte eine Latrine. Meine Notdurft verrichte ich in der Hütte in Behälter, und die Kinder entsorgen sie dann draußen. Das gefällt mir nicht."

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Joseph Klani Cirillo, Krankenpfleger und selbst ehemaliger Leprapatient: "Ich wünsche mir einen extra Anbau an unsere Gesundheitsstation, damit auch das Gesundheitspersonal eine Bleibe hat."

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Bismarck Dumba, Lepra-Patient: "Über ein T-Shirt würde ich mich sehr freuen. Auch würde ich gerne mit den Schwestern zu Abend essen und einen Softdrink bekommen."

Fotos: Enric Boixadós


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