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Wandern, Mountainbiken oder mit dem Fuchs fliegen

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Bald ist es weiß hier. Der erste Schnee. Noch liegen die Leoganger Steinberge im Sonnenlicht. Blauer Himmel und die warmen Farben des Herbstes. Blätterlaub. Die Wiesen im satten Grün. Schön! Wir sind im Salzburger Land.

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Hier gibt es die zweitgrößte Skischaukel Österreichs. Noch gehört die Gegend den Wanderern, den Erholungssuchenden, den Naturliebhabern. Wir machen einen Abstecher in den Leoganger Kräutergarten. Er liegt direkt am Fahrradweg. Ein paar dicke Himbeeren hängen an den Sträuchern. „Naschen erlaubt", steht auf einem Schild. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und stopfen die Beeren in den Mund. Lecker! Erinnerungen an den vergangenen Sommer werden wach. Ich habe viele Beeren gegessen, sehr viele.

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Wir laufen hinüber zur Talstation. Und fahren mit der Seilbahn hinauf. Auf 1.760 Meter. Immer noch blauer Himmel, Tiefstes Blau. Und Sonnenschein. Bald werden die Hänge Skifahrer aus aller Welt anziehen. Jetzt sind es Mountainbiker, die waghalsig den Berghang hinunterrasen und dabei verschiedene Schwierigkeitsgrade überwinden. Ein paar Meter von der Ansitz-Bergstation entfernt liegt der Krallerhof, die höchst gelegene Brauerei Europas. Zumindest steht es da. Bevor der Abstieg beginnt kehren wir ein. Zur Stärkung. Und um noch einmal das Panorama zu bewundern.

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Dann geht es bergab. Über unseren Köpfen ertönt ein Zischen. Und plötzlich ein Schrei. Ein sehr lauter. Wir blicken nach oben und sehen eine Person durch die Luft fliegen, hinunter ins Tal. Mit dem Kopf voran. Die Arme weit von sich gestreckt. Erlebnisabenteuer mit dem Flying Fox. Mit 130 Stundenkilometern voran. Das ist was für ganz Mutige. Und die, die es nicht sind, die schreien eben. Lauthals.

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Auf halben Weg kehren wir ein. In die Bar der Forsthofalm. Es ist schon später Nachmittag. Die Karte schlägt allerlei Leckeres vor. Darunter auch Cocktails, kreiert vom deutschen Barkeeper-Vizeweltmeister Adnan Alija. Die Wahl zwischen "Wild Thymian", "Apfelstrudel-Drink" und "Jungbrunnen Berge" fällt schwer. Ich probiere letzteren mit braunem Rum, Marillenlikör, Lime, Zitrone, Mandel, Mangopüree und Apfelsaft.

Durch die großen Glasfenster der Bar blicken wir hinauf. Auf den Berghang, auf die Mountain-Biker, die herunterrasen. Genau auf uns zu. Neben uns bullert der offene Kamin. Es duftet nach Holz. Frischem Holz. Kein Wunder. Die Forsthofalm ist ein Holzhotel. Ohne Leim, dafür mit Buchenholzdübel, die Wände, Dielen, Dübel, alles ist aus dem Naturstoff. Dazu noch Glas, Stein und Keramik, puristisch eben. Ein Platz zum Bleiben und Verweilen. Einfach schön.

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Durch den Wald geht es hinunter. Ein enger Pfad, der zu einem begehbaren Kunstobjekt wird. Mit Skulpturen und Figuren, von lokalen Bildhauern geschaffen. Jetzt sind die Leoganger Steinberge in sanftes Licht gehüllt. Der Mond zeigt sich. Zeit, den Tag zu beenden. Und morgen wieder damit beginnen, den Herbst in vollen Zügen zu genießen.

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Herbst-Reisetipp:

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Holzhotel Forsthofalm, Leogang, Salzburger Land. Auch Haustiere erlaubt.
www.forsthofalm.com

Anreise:
Mit dem Auto oder mit der Bahn bis Leogang, Österreich. Hotelshuttle möglich. Im Winter besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug im Tal zu parken.

www.saalfelden-leogang.com

Der Aufenthalt wurde vom Holzhotel Forsthofalm unterstützt.

Fotos: Enric Boixadós