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Tierqual in Pamplona

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Wir kennen die Bilder aus den Medien: Menschen, gehetzt von Stieren, rennen um ihr Leben. Doch die Verlierer sind nicht sie, sondern die Tiere. Denn die können nichts für das jährliche Spektakel, das sich San Fermín nennt. Sie werden durch die engen Gassen zur Stierkampfarena getrieben und für die Menschen, die vor ihnen laufen, ist das ein Kick, ein Adrenalinschub, mehr nicht.

Sie wollen Helden spielen, sich bewundern lassen, während dieses uralten Festes, das nach einem Heiligen benannt wird. Wir sind in Pamplona. Das achttägige Fest begann am 7. Juli 2016 um 10 Uhr. Im Rahmen einer Prozession wird eine große Heiligenfigur - San Fermín - durch die Altstadt getragen.

"Auch wenn San Fermin weit über die Grenzen von Spanien bekannt ist: Den wenigsten Menschen ist bewusst, dass die Stiere am Nachmittag in der Arena getötet werden", sagt Martina Szyszka von SOS-Galgos.net. Die Wuppertalerin ist Mitglied von La Tortura No Es Cultura ("Folter Ist Keine Kultur") und zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im deutschsprachigen Raum.

"Stierkampf geht uns alle etwas an, die wenigsten Menschen wissen, dass die Stierkampfindustrie mit Subventionen künstlich am Leben erhalten wird; auch mit jährlich 150 Millionen Euro indirekten Agrarsubventionen von der Europäischen Union. Abgesehen davon, meiner Meinung nach hört Kultur da auf, wo Grausamkeit beginnt."

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Aktivistin Martina Szyszka mit Corazón: "Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt." Foto: Sabine Ludwig

Dieselben Stiere, die durch Pamplonas Straßen schlittern und fallen, werden später am Nachmittag in der Stierkampfarena der Stadt erstochen. Touristen die in Spanien an dem Rennen mit den Bullen teilnehmen tragen somit zu dem grausamen Gemetzel bei.

Genau das ist die ernüchternde Botschaft des neuen Videos von La Tortura No Es Cultura, unterstützt von Animal Guardians, und Europas größten Tierschutzorganisationen: PETA, Humane Society International, CAS International und European Offices of World Animal Protection sowie dem International Anti-Bullfighting Network, das 110 Tierschutzorganisationen aus aller Welt vereinigt.

Das Video wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und wird in Europa, Amerika, Asien und Australien verbreitet. Der Film zeigt die an dem Treiben teilnehmenden Stiere, die danach in der Arena zu Tode gefoltert werden.

Es fordert alle Touristen auf, dieses Spektakel nicht zu unterstützen.
Das Video - hier! (Achtung! Schockierender Inhalt)

Weitere Info auf SOS-Galgos.net

Foto: Mit Genehmigung von PETA (Titel)

Stierkampf in Frankreich: Hier!

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