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Reisen, die das Leben verändern

12/03/2015 10:42 CET | Aktualisiert 12/05/2015 11:12 CEST

Ich war Gast im Samahita Retreat. Vielen Dank dafür.

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Zum Detoxen nach Thailand.

Schöne Erlebisse sollte man erstmal sacken lassen. Sagt man zumindest. Und jetzt habe ich genügend Abstand, um von meiner Detox- und Destress-Woche im Samahita Retreat auf Kosamui zu erzählen. Ehrlich gesagt, ich möchte zurück, jetzt, sofort!

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Die Seele wiederfinden im Samahita Retreat auf Kosamui.

Ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Aber die sieben Tage haben ein Stückweit mein Leben und meine Ansichten verändert. Ich würde sagen, zum Guten hin, aber, nun ja, das muss jeder für sich selbst entscheiden, der sich auf so ein Experiment einlässt.

Fangen wir mit Yoga an. Trotz einiger Kurse in Deutschland hat es mir nie so richtig Spaß gemacht. Das erste Mal, dass ich wirklich begeistert war, kam durch die Yoga-Lehrerinnen Summer und Tracy. Klar, auch, weil die Location zauberhaft war. Ein Pavillion am Meer in Thailand, sozusagen ein Übungsraum mit Aussicht.

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Sympathie hoch 3: Die Yoga-Lehrerinnen Amy (links) und Tracy.

Ich gehörte zur Detox-Gruppe, also zu den Frauen, die ihren Körper entgiften und auch ihre Ernährungsweise umstellen wollen. Ja, tatsächlich, wir waren nur Frauen. Männer fanden sich dann eher in den anderen Gruppen, die Wellness-Tage mit Yoga, Meditation und veganer Ernährung ausprobierten.

Eine Woche lang ernährte ich mich von Gemüse-Smoothies und Ayurveda-Shakes. Strikt! Die ersten zwei Tage hatte ich Glieder- und Kopfschmerzen, doch ab dem dritten Tag fühlte ich mich einfach fantastisch. Ich verspürte zwar noch Appetit, aber keinen Hunger mehr.

Meine Yoga-Klasse besuchte ich dann nur noch am Abend, da ich Langschläferin bin! Und das Großartige waren natürlich neben den ganzen Wellness-Behandlungen auch neue Freundschaften zu den Frauen in meiner Detox-Gruppe: Ilona, die Kanadierin, die als Lehrerin in Shanghai arbeitet, die Anwältin Tuuli aus Helsinki, Daniela, eine Studentin aus Luzern, Life Coach Monique, die ein Bed and Breakfast in Amsterdam hat, Anja, Chemikerin aus Wien, Barbara aus Innsbruck, Paulina aus Singapur, Stephanie aus Zürich, Ann-Christin aus Oslo und Margi aus Holland.

Gemeinsam lagen wir am Pool, schwammen im Meer und machten lange Strandspaziergänge. Das Retreat wurde zu unserem Zuhause. Sehr schnell!

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Zwei frische Kokosnüsse täglich - wie lecker!

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Die obligatorischen Ayurveda-Pillen!

Gerade zweimal machten wir Ausflüge zum turbulenten Chaweng Beach, stromerten über einen Nachtmarkt und einen Tempel. Das war's dann aber auch, denn wir sehnten uns nach der Stille und Abgeschiedenheit des Retreats zurück. Unsere Tage wurden bestimmt von den festen Zeiten, in denen wir unsere "Mahlzeiten" einnahmen. Ich hatte das große Glück, täglich zweimal den Saft von frischen Kokosnüssen trinken zu dürfen, worum ich von den anderen glühend beneidet wurde. Denn jede Fastenkur war anders und auf die Teilnehmerinnen abgestimmt.

"Einmal im Jahr gönne ich mir eine Woche nur für mich", erzählte mir Tuuli aus Finnland. Die Mutter von zwei Kindern ist schon zum vierten Mal im Samahita Retreat. "Hier finde ich meinen inneren Frieden und kann meine Batterien aufladen", sagte die begeisterte Yogini. Und sie hat ihre Erfahrungen gemacht. "Wenn ich von hier abfliege, ist der Alltagsstress weg und ich fühle mich stark und ausgeruht." Die Vegetarierin macht zusätzlich ein Fernstudium in Psychologie und möchte in Zukunft ein eigenes Ressort haben. Das Haus dazu hat sie schon: "Mein Elternhaus in Finnland, umgeben von zwei Seen und vielen Apfelbäumen."

Monique bezeichnete die Woche im Retreat als Neustart. "Ich brauche einfach Zeit, um mich auf mich selbst zu besinnen." Nach der Zeit hier fühle sie sich total relaxt, mit leerem Kopf und einem Körper voller neuer Energie. "Meinen Job als Life Coach gehe ich nun mit neuer Kraft an!"

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Tuuli aus Finnland: "Eine Woche nur für mich!"

Yogalehrerin Tracy aus Philadelphia beschäftigt sich mit Heilkunst und unterrichtete sie in Arizona. Seit 10 Jahren macht sie Yoga und arbeitet seit über einem Jahr im Retreat. Sie hat Menschen kommen und gehen sehen. "Ich erkenne, wie der Prozess hier die Menschen verändert. Das ist genau das, was mir so an meinem Job gefällt: Unsere Gäste blühen auf, sie leuchten von innen."

Das bestätigt auch Amy. Sie lebt seit zehn Jahren auf Kosamui. "Die Leute, die hierher kommen, sind meist sehr gestresst vom Alltag, vom Job und vom Leben zuhause. Sie sind die reinsten Nervenbündel. Und dann plötzlich, nach einer Woche, ist davon nichts mehr zu spüren", sagt die Leiterin des Retreats. "Nein, Urlaub ist das hier nicht, das ist ein Veränderungsprozess für jeden einzelnen. Auch geben wir Anregungen, wie diese Erfahrungen zuhause fortgesetzt werden können."

2015-03-10-1426004212-7440661-PICT0039Medium.JPG Nach einer Woche von innen leuchten.

Die Samahita-Gäste kommen aus aller Welt, doch in der Mehrzahl aus Europa. "Berufstätige Frauen überwiegen, doch es finden auch immer mehr Männer zu uns", sagt Amy. "Wir legen viel Wert auf das gegenseitige Zusammensein, das Gefühl, eine Gemeinschaft zu sein. Deshalb gibt es bei uns auch nur große Tische, an denen man zusammensitzt und miteinander ins Gespräch kommt. Hier sind schon viele Freundschaften entstanden."

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Eine Gemeinschaft finden.

Meine Zeit im Retreat liegt schon ein paar Wochen zurück. Ja, und wie fühle ich mich jetzt: Immer noch gut, obwohl das Glücksgefühl, das ich während der Zeit meines Aufenthaltes und danach verspürt habe, schon ein wenig abnimmt. Doch die positive Grundstimmung habe ich beibehalten, und sie wird auch bei mir bleiben. Und ein paar Kilo habe ich auch abgenommen.

Außerdem: Detox werde ich auf alle Fälle wieder machen, das steht fest. Wieder in tropischer Umgebung! Im nächsten Jahr, ganz bestimmt!

2015-03-10-1426004444-7374772-PICT0183Large.JPG Am Strand entlang zur Laem Sor-Pagoda.

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Fotos: Sabine Ludwig


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