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25 Jahre Mauerfall: Es war so schön

22/10/2014 10:24 CEST | Aktualisiert 22/12/2014 11:12 CET

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"Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. Also, Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Das tritt nach meiner Kenntnis, ähh, ist das sofort, unverzüglich."

Günter Schabowski (1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin)

Was für ein Ereignis, damals vor 25 Jahren. Ich studierte zu der Zeit in den USA und verbrachte ein paar Tage in der Hauptstadt Washington DC mit ein paar Freunden. Wir sahen die Neuigkeiten im Fernsehen. Wir konnten es nicht glauben!

Unser aller Wunsch war Wirklichkeit geworden. Von nun an konnten mich meine Verwandten im Osten frei besuchen kommen. Nein?! Ich zwickte mich in den Arm, nur um zu spüren, dass ich nicht träumte.

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Aber: Es war kein Traum, sondern glückliche Realität. Ohne Umwege marschierte ich zur Deutschen Botschaft, meine Freunde im Schlepptau. Und dort wurde uns das bestätigt, was wir schon längst ahnten: Deutschland wird sich komplett verändern, und wir werden Zeugen sein. Zeugen der Geschichte!

Die Rufe der DDR-Bürgerinnen und -Bürger nach einem vereinten Staat wurden nach dem Mauerfall immer lauter. Das SED-Regime kam nicht umhin, sich dem Druck zu beugen. Ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, war mein Land nach 45 Jahren der Trennung wieder vereint.

Kürzlich war ich mal wieder in Berlin. Mittlerweile gehört die Stadt zu meinen Lieblingsorten. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich: Vibrierend, lebendig, kreativ. Ich lasse mich fallen und genieße sie. Einfach nur genießen!

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Fotos: Sabine Ludwig

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