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L.E.E.R.E. als Erfolgsformel für gelingendes Leben

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sanjeri via Getty Images
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Vor 3 Jahren entwickelte ich eine Erfolgsformel für strategische Reduktion. Dies veröffentlichte ich in einem knappen Blog-Beitrag, den ich heute wieder aufgreifen mag. Die vielen Glücks- und Erfolgs-Ratgeber sowie Positiv-Denkens-Bücher und ach ja, auch die vielen Events, Vorträge zu dem Thema Erfolg - ich kann es manchmal schon nicht mehr hören und lesen.

Denn was ist Erfolg und was ist Glück? Und vor allem: kommen wir wirklich dorthin, wenn wir uns kuschelig-warm das Ergebnis vorstellen und er-träumen?

Selbst wenn tausende von Erfolgs-Bestseller hier immer wieder dazu auffordern inklusive der 4-Stunden-Woche von Tim Ferries: mich würde interessieren, wenn man eine Erhebung machen würde, wieviel der Millionen Leser dann auch das umsetzen konnten, was da stand, in Prozent - das wäre doch einmal hochinteressant. Doch eines ist sicher: es sind sicherlich vor allem die Autoren, die erfolg-reich wurden.

Ich bin ja Fan von Selbst-Coaching oder zumindest ganz kurzen Coachings. Es braucht nicht immer 20 Stunden, um etwas zu klären. Das muss auch kürzer gehen. Und im übrigen ist auch gar nicht fundiert gesichert, ob Coaching überhaupt funktioniert.

Ich bin ja eher ein Fan vom TUN und AUSPROBIEREN. Und sich AUF DEN WEG MACHEN. Und wer gar kein Coaching mag, kann hier einmal wieder Impulse erhalten für Lebens-Gestaltung. Ich definiere ERFOLG vollkommen anders als die herkömmlichen ZIEL-Erreichungs-, GLÜCKS-Gefühls- und REICHTUMS-Macher-Konzepte.

Denn so sind Konzepte immer auch nur Modelle - da jeder Mensch individuell ist. Aber Modelle können Impulse und eine Art von Schablone geben (ich nenne das in meinen Unternehmens-Beratungen für solche Konzepte "Design on Frame", also der Rahmen wird beraten und das Ausfüllen muss das Unternehmen machen), und die Schablone wird von jedem selbst individuell ausgemalt, gefüllt.

Ich bin nur Fan von Schablonen, wenn sie dann anschließend wirklich von jedem individuell gestaltet und ausgefüllt werden können. Da jeder Mensch auf seine Weise einzigartig ist.

Ich persönlich denke, Erfolg ist LEBEN GELINGEN LASSEN - mit Schwierigkeiten und Krisen gut umgehen lernen, mit Chancen ebenso, mit Menschen gut in Beziehung zu kommen (was auch Abgrenzen lernen bedeutet) und vieles anderes mehr. Und Leben als Ent-wicklung und Hinein-WACHSEN zu be-greifen.

Und als Ökonomin sehe ich auch zunehmend das ökonomische Prinzip, das ich in meinem Programm Design Yourself Concepts (DYC) auf meiner Webseite sehr ausführlich beschreibe.

Entwicklung benötigt also Zeit. Denn Entwicklung ist immer Persönlichkeits-Entwicklung. Dazu gehören Zeit, entsprechende Rahmenbedingungen und eine sinnvolle Leitkultur in Gesellschaft und Unternehmen.

Dabei gilt es auch, den blinden Fleck, den jeder Mensch hat, zunehmend zu verringern hin zu einer Authentizität, die sowohl Gesellschaft als auch Unternehmen benötigen.

Doch als Grundlage all dessen ist REDUKTION für mich relevant. Das heißt nicht, wenig zu tun oder nur noch Pausen machen, sondern eine strategische Vorgehensweise, immer wieder die LEERE zuzulassen und in den Alltag einzubauen. Die Natur mag kein Vakuum - und füllt Vakuum/Leere.

Aus diesem Naturprinzip gebe ich hier eine Erfolgsformel aus dem Jahr 2014 nochmals bekannt, wonach meiner Meinung nach nur aus dem REDUKTIONS-Prinzip heraus gute Ideen entstehen.

Denn all die Glücks-Ratgeber befolgen meiner Meinung nach nicht, dass gerade durch dieses sich "Glücklich-Denken" eine wissenschaftlich erwiesene Senkung des Energie-Niveaus aufgrund gesunkenen Blutdruckes entsteht und dadurch der Antrieb für das, was man sich als ZIEL "er-träumt" hatte, fehlt (wissenschaftlich belegt: Gabriele Oettingen "Re-Thinking Positive Thinking", "Die Psychologie des Gelingens").

Auch hier brauchen wir ein "Re-Thinking" und "Zukunft neu Denken" , wie ich es seit Jahren schreibe. Wenn wir immer mehr in den Schlummer-Träum-Schlaf verfallen, kommen wir bald gar nicht mehr hoch - also sozusagen aus der hedonistischen Dauer-Funktionieren-Tretmühle hinein in die Träum-Spirale eines erwünschten Lebens und somit in die nächste Tretmühle. Ein Kreislauf, der irgendwann vollends ins Nichts führt.

Wir benötigen natürlich eine Vision (also Vorstellung davon, was wir uns wünschen, gerade ich bin Fan von Visions-Arbeit) und ein Ziel. Aber der Weg dorthin sollte realistisch sein und realisierbar und planbar sein - am besten strategisch.

Das Fatale an unserer überladenen Zeit ist - auf der einen Seite benötigen wir Leistungsfähigkeit, auf der anderen Seite etwas gegen Stress und Burnout und für Entschleunigung - und wenn man zuviel von dem Einen hat, wird das Andere zu kurz kommen und deshalb: Reduktion - ist nichts anderes, als die Dinge in BALANCE bringen.

Balance fehlt zunehmend in Gesellschaftspolitik, Unternehmen, Schulen und Bildungs-Einrichtungen. Und dies wird sich rächen - davon gehe ich aus. Aber die sogenannten "Caring-Companies", also Unternehmen, die sich stark für Mitarbeiterförderung machen, werden dies auffangen und auffangen müssen, um erfolgreich bestehen zu können.
  1. Bewegung/Aktiv-Sein,
  2. Pausen/Entschleunigung,
  3. Erneuerung/Re-Kreation/Innovation,
  4. Wissen/Bildung
  5. Natur
Das gilt auch für Eltern, wie ich finde: man kann Kinder auch übererziehen und sie vollstopfen und zu-helikoptern, anstatt sie einfach forschen zu lassen und ihre Neugier befriedigen zu lassen draußen in der Natur sowie ihrem Bewegungs-Drang (fürs Be-Wegen von Etwas immer hilfreich) nach-zu-gehen. Auch Intuition - ganz wichtig, denn ohne die geht es nicht. Aber auch die benötigt eine anschließende Strategie und einen Plan. Da die meisten aber zunächst den Plan machen und dann erst mal gar nix, gehen viele Dinge schief. Oder aber auch die Perfektion - ich rate immer wieder davon ab. Denn wer perfektionistisch ist, wagt den ersten Schritt niemals.

Anstatt der Glücks- und Chakka-Versprechen in vielen Büchern rate ich, einfach auch realistisch zu bleiben. Denn auch wenn die 4-Stunden-Woche vorgaukelt, es ginge ganz leicht ohne arbeiten, da kann ich nur sagen: von nix kommt nix. Und Träumen tu ich erst wieder heute Nacht.

So sind auch alle meine Konzepte und Modelle, die ich entwickelte, reine MODELLE, die aber immer eines beinhalten: TUN, AUSPROBIEREN, LOSLASSEN WAS NICHT FUNKTIONIERT, SICH ENTWICKELN, WACHSEN AN IRRTÜMERN usw.

Und: sie sind Arbeit. Und das kontinuierlich, weil sie sonst nicht funktionieren.


Mein Credo ist: das L.E.E.R.E.©-Prinzip als Grundlage nehmen, dann in die Visions/Ziel-Arbeit gehen mit einem entsprechenden Motto-Ziel, das immer wieder mit dem Adaptiv-Unbewussten verbunden wird, und sich dann auf den Weg machen. Nicht warten, bis irgendetwas passiert - sondern sich auf den Weg machen. TUN.

Hier also die Formel als Impuls für Selbstcoaching und ggfs. anschließendes Weiterlesen auf meinen Webseiten. Die Formel dient sowohl im Kleinen wie auch im Großen: also auch kleine Entscheidungen, die man zu treffen hat oder Projekte, die man angehen mag. Es beginnt immer mit einem "Loslassen" - was nichts anderes als eine Wegegabelung und Entscheidung für oder gegen Etwas ist.


Reduktion umsetzen bedeutet LEERE zulassen, um Neues zu schaffen! - Die Reduktions-Strategie für Effizienz, Wohlbefinden und Erfolg.

L.E.E.R.E.© - Entwickelt von Sabine Hauswirth - Reduktions-Strategin, Coach & Innovatorin.
L- oslassen von Unnötigem, Ärgerlichem, Ballast, Druck, Nicht-Funktionierendem (ggfs. unter Zuhilfenahme von WOOP/Mentales Kontrastieren, Oettingen, Wenn-Dann-Plänen, Oettingen & Gollwitzer/ ZRM-Training, Storch & Krause, Natur-Kinetik als Unterstützung für "Etwas Be-Wegen", Hauswirth)

E- nergie konzentrieren auf das Wesentliche und auf das, was Spaß und Leidenschaft bringt - bei gleichzeitigem Realitäts-Bezug (Zukunfts-Gegenwarts-Abgleich: was ist Träumen anstelle Vision/Ziel, was ist machbar, was nicht, ggfs. unter Zuhilfenahme von WOOP/Mentales Kontrastieren, Oettingen, Wenn-Dann-Plänen, Oettingen & Gollwitzer/ ZRM-Training, Storch & Krause, Designyourselfconcepts, Hauswirth)

E- rneuerung = Innovation/Change als Umsetzung des Wunsches/Vision/Ziel (hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, fürs Selbstcoaching habe ich einen Blog-Beitrag geschrieben)

R- eduktion als Grundlage für Veränderung (Rahmenbedingungen für Umsetzung schaffen, "Glück ist Knäckebrot" als Prinzip, Hauswirth)

E- rfolg als Konsequenz von Leere/Vakuum und Reduktion (Persönliche Erfolgs-Definition machen, Erfolgs-Ziele in TOPICS beschreiben, kleine Schritte sind auch Schritte und (Teil-)Ziele)


Bildnachweis: L.E.E.R.E.-Grafik, Photographics (C) Sabine Hauswirth Germany, Bild der Photographic "Sei Du selbst": Fotolia

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