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Spielzeug: Warum Kinder nicht viel Ramsch brauchen

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Stellen Spielzeug am liebsten selbst her: Rainer Brang und Sohn (Foto: H├Ârbert)

Es ist ein Ph├Ąnomen. Im Kinderzimmer stapeln sich Puppen, Kuscheltiere und bunte Verkleidungen. Trotzdem langweilt sich der Nachwuchs. Steht allerdings ein Ausflug zu Oma an, steuern die Kids zielstrebig die braune Pappschachtel an, in der Gro├čmutter alte, farblose Holzkl├Âtze aufbewahrt. Und sie spielen, stundenlang.

Einfaches regt die Fantasie an

ÔÇ×Kinder brauchen nicht viel Ramsch", sagt meine Mutter. Und sie hat Recht. Einfache Alltagsgegenst├Ąnde machen den Kleinen oft am meisten Spa├č. Eine Wolldecke wird zum Schiffssegel, Perlen zur Suppenzutat. Spielsachen hingegen, die auf Knopfdruck leuchten oder st├Ąndig den gleichen Satz wiederholen, landen schnell in der Tonne. Das ist nicht nur Geld- sondern auch Platz- und Ressourcenverschwendung. Billiges Wegwerf-Spielzeug verstopft Schr├Ąnke, M├╝lltonnen und letztendlich das Meer.

Nachhaltig spielen

ÔÇ×Lieber weniger, daf├╝r nachhaltig hergestellte Spielsachen", r├Ąt Rainer Brang, den ich bei einem Eltern-Kind-Bastelworkshop kennenlerne. Der Schwabe baut h├Âlzerne MP3-Player f├╝r Familien. Fast alle Materialien bezieht der N├╝rtinger von regionalen Anbietern. Jedes Einzelteil ist recyclebar. Brangs Meinung nach sollten wir Bohrmaschine und Bei├čzange ruhig ├Âfter in die Hand nehmen. ÔÇ×Gemeinsame Bastelstunden sind wertvoller als tausend Plastikfig├╝rchen", so der Software-Entwickler.

Selbstgemachtes ist wertvoll

Selbst Dreij├Ąhrige h├Ątten mehr Spa├č am Werken mit Papa als am neuen Spiel-Rennauto. Wer mit seinen Kids schon einmal eine Sandburg oder eine H├Âhle aus Kissen und Decken gebaut habe, kenne den Effekt. Etwas selbst zu erschaffen, macht gl├╝cklich. ÔÇ×Die Kinder lernen, wie viel Arbeit in einer Sache steckt", erkl├Ąrt Brang. Sie sind stolz auf ihr Werk und passen besser darauf auf, als auf gekaufte Dinge.

Hochwertiges Spielzeug statt Wegwerf-Konsum

Ob selbst gebaut oder nicht: Ich finde es wird Zeit zu qualitativ hochwertigeren Spielsachen zur├╝ckzukehren. Unser Nachwuchs soll lernen, dass jeder Gegenstand im Kinderzimmer einen Wert hat und dass unsere Ressourcen begrenzt sind. Auch wenn das bedeutet, dass ich meiner Nichte nicht jeden Wunsch, den sie in der Werbung sehen, erf├╝llen kann.

Gemeinsam Zeit verbringen

Daf├╝r nehme ich mir Zeit. Zeit, zu erkl├Ąren, warum die x-te Barbie nicht ins Puppenhaus einziehen wird. Zeit, mit der Kleinen Kastanien, St├Âckchen und Tannenzapfen zu sammeln und daraus Figuren zu basteln. Denn Kinder, denen wir uns zuwenden, brauchen nicht viel Ramsch. Das wussten schon unsere Eltern.

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Die Spielzeugindustrie boomt. Ob Elsa-Puppe, Spiderman-Kost├╝m oder die neueste Spielkonsole: Viele Kinderzimmer quellen ├╝ber mit Spielsachen. Und die Kinder wollen immer mehr, denn nach kurzer Zeit ist das Spielzeug bereits langweilig und etwas Neues muss her.

Doch wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich? Bedeuten zu viele Spielsachen eine st├Ąndige ├ťberforderung oder ben├Âtigen Kinder tats├Ąchlich viele unterschiedliche Spielsachen f├╝r ihre Entwicklung?

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes f├╝nfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in S├╝deuropa, Afrika oder S├╝dasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterst├╝tzen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten k├Ânnen. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderh├Ąusern. Hier k├Ânnen die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden m├Âglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V." m├Âchte den Kindern in Athen und wo immer m├Âglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spa├č unter professioneller Begleitung erm├Âglichen."Details findet ihr hier.

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