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Erkenne deine Stärke und es ist egal wer versucht dich zu regieren

Veröffentlicht: Aktualisiert:
OBAMA TRUMP
Kevin Lamarque / Reuters
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Es wird Zeit die Tatsachen zu erkennen, statt ständig die Probleme/Lösungen im Außen zu suchen, die Verantwortung für unser Leben immer wieder Regierungen, Behörden, Institutionen, Unternehmen, Partnern, Familien aufzudrücken.

Wir müssen begreifen, dass wir uns alle nur im Kreise drehen, unser eigenes Schicksal von Handlungen und Entscheidungen anderer abhängig zu machen. Was geschieht denn dann? Jeder wartet auf jeden und die bekommen die Oberhand über mein Schicksal, welche skrupellos genug sind für die Durchsetzung ihrer Interessen "über Leichen" zu gehen.

Um zu verstehen, was dies im Zuge der aktuellen Entwicklungen bedeutet, muss man ebenfalls die Tatsachen akzeptieren, wie das Weltvermögen verteilt ist und wer dies in Händen hält.

Gerade die letzten Monate haben uns wieder vor Augen geführt, wie Geld die Politik bestimmt. Wenn wir dabei wissen, wie hoch die meisten Staaten auf der Welt verschuldet sind, aber sich die wenigsten die Frage stellen, wer denn eigentlich die Gläubiger der Staaten sind?

Die Banken, welche die Staaten mit dem Steuergeld retten mussten, welches eigentlich zur Schuldentilgung hätten genommen werden können? Sicherlich nicht, oder? Wenn man weiß, dass das 50% des Weltvermögens in den Händen von genau 62 Menschen ist (Quelle: Oxfam-Studie), erübrigt sich das weitere Nachdenken, wo die Staaten die Schulden haben, falsch? Schulden einer Seite ist immer das Vermögen der anderen Seite, richtig?

Erinnern wir uns. Welche Euphorie mit der Wahl Obamas einher ging. Nun würde alles anders werden, eine komplette Umkehr was Krieg und Gewalt, sowie die sozialen Ungerechtigkeiten betrifft. Als Vorschuss-Lorbeeren sogar eine Friedensnobelpreis erhalten, als Fingerzeig den Weg wirklich zu gehen. Was ist geschehen? Wir alle haben es vor Augen und man muss es nicht weiter ausführen.

Heute ist die Rede von einem großen Schock, einer Schockstarrre, großer Angst, dass wieder ein neuer Kurs, der restriktiver ist, alles noch viel schlimmer machen könnte, usw. Ich bin mir aber sicher, dass die ganze Angst fürs Schlimmere, ebenso unbegründet ist, wie damals die große Euphorie.

Denn einerseits, was könnte die Weltpolitik noch viel schlimmer machen, als sie im Moment schon ist? Angst ist und war schon immer ein Mittel mit dem die Menschen unter Kontrolle gehalten wurden. Existenzangst, Angst vor Krankheiten, Angst vor Einsamkeit, Angst vor Wohlstandsverlust, usw. Falsch oder wahr?

Aber wenn wir auf der Suchen nach Schuldigen sind, wie wir das immer so gerne tun, dann müssen wir einfach nur in den Spiegel schauen.

Wir sind diejenigen, welche uns weigern zu erkennen, dass wir uns tagtäglich manipulieren lassen, um Erfüllungsgehilfen einer "handvoll" Menschen auf dieser Welt zu sein, welche nichts anderes im Sinn haben, als ihr bereits unerschöpfliches Vermögen weiter zu mehren, völlig egal was sie damit anrichten, denn Gier ist eine wissenschaftlich erforschte Fehlfunktion des Gehirns (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=v2pJ_rgQTCo).

Warum konnte Obama seine Ziele nicht umsetzen, genauso wie Trump nicht der schockierende Präsident sein wird, den man sich vorstellt?

Wenn man die Politik der vergangenen Präsidenten und der maßgeblichen westlichen Nationen dieser Welt anschaut, dann stellt man fest, dass es eine reine Politik ist, welche zwar vorgibt im Sinne der Allgemeinheit zu handeln, jedoch immer mehr Menschen Ärmer macht, zu Gunsten einer kleinen Minderheit, welche immer Reicher wird. Das lässt sich aus den Statistiken nicht leugnen und wird auch gar nicht abgestritten.

Tritt also ein neuer Präsident in USA sein Amt an, so wird er an seinem ersten Arbeitstag eine handvoll Vertreter dieser Geldelite in seinem Oval-Office vorfinden, welche ihm verdeutlichen, WER die Politik bestimmt und ihm aufzeigen, wem das Land gehört, da sie die Gläubiger sind.

Wer schon einmal Schulden hatte, der weiß was passiert, wenn einem der Geldhahn abgedreht wird. Also gibt es nur sich zu beugen oder die Insolvenz des Landes zuzulassen. Nicht anders geht es allen Regierungsschefs der westlichen Nationen, davon bin ich überzeugt.

Daher ist es auch völlig egal, wen wir wählen. Es ist also zwar UNSERE Verantwortung, was unser Leben ausmacht, aber nicht, was wir wählen. Das muss uns klar werden, damit wir bereit sind, die Lösung zu empfangen.

Was ist aber die Lösung? Sie beginnt ganz einfach mit dem Verlassen der eigenen Komfortzone, der eigenen Bequemlichkeit. Hier einige Dinge, die wir alle tun können, wenn wir bereit dazu sind, wieder selbst Verantwortung über unser Leben und das ganze Schicksal der Welt zu nehmen.

Wir sind ALLE Verbraucher. Unser Stimmzettel findet täglich statt. Kauft bewusst ein. Jeder kann sich informieren, welche Produkte von gigantischen Konzernen verkauft werden und welche mittelständischen Unternehmen.

Kauf nur Dinge ein, die man wirklich braucht und nicht was die Werbung und Medien suggerieren, was man haben muss, um in, hip, update oder cool zu sein. Man muss erkennen, dass Verzicht langfristig zum Besseren, statt zum Schlechteren führt.

Haltet Euch Gesund, mit gesunder Ernährung. Wenn Ihr krank seid, verwendet so gut es geht Dinge, welche die Chemie-Keule vermeiden und den Selbstheilungsprozess unterstützen. So sorgen wir einerseits mit für einen klaren Verstand und Herz, und nehmen andererseits den Pharmakonzernen die Macht durch den Mittelentzung und geben sie denen in die Hand, welche an der Gesundung der Menschen profitieren und NICHT an deren Krank-Erhaltung.

Vermeidet Schulden. Die Schulden von uns, sind der Gewinn der Gläubiger. Wollen wir also das Geld wieder besser verteilen, müssen wir das Füttern der Finanzelite verringern.

Akzeptiert nicht einfach jede Entscheidung. Wir geben nicht nur alle 4 Jahre unsere Stimme in einer Urne ab, wo sie dann 4 Jahre lang ruht, sondern wir haben eine Stimme uns zu haben eine Stimme uns zu Wort zu. Veränderung ging immer von einer kleinen Gruppe von Menschen aus. Wir sind 99% und wenn unser Herz unsere Angst überwindet, sind wir stark genug.

Lasst Euch nicht spalten. Wer sagt, dass es Feinde geben muss? Wer bitte sorgt dafür, dass Menschen sich feindlich gegenüber stehen? Sind es die Menschen selbst, oder sind es Ideologien, welche ihnen von Kindheit an eingebläut werden?

Was wäre wenn wir alle Kindern vom Babyalter sagen würden: "Alle Menschen sind Freunde, alle Menschen lieben sich, es gibt keinen Grund andere Menschen nicht zu mögen!" Was würde dann passieren? Dann gäbe es nicht: "Ich mag den nicht weil.....!" Weil es das WEIL gar nicht geben würde. Denn das WEIL wird erst konditioniert.

Sondern es gäbe nur: "Ich mag alle Menschen, weil wir alle Eins sind, alle den gleichen Wert haben. Wir müssen erkennen, dass Menschen NICHT Feinde per Erbe, sondern per Konditinierung sind! Also liegt es an UNS in welchem Denken wir unsere Kinder erziehen

Abschließend möchte ich hierzu noch ein Zitat von Thich Nhat Hanh anführen (übersetzt aus dem Englischen): "Wir glauben manchmal, "wenn diese Person oder diese Institution sich ändert, kann ich nicht glücklich sein."

Wir machen eine bestimmte Person oder eine Gruppe von Menschen zu unserem Feind, weil wir denken, dass sie das Hindernis für unser Glück sind. Aber unser Leid kommt aus unserer eigenen Ignoranz und Mangel an Verstehen, nicht von anderen Leuten.

Wenn wir dies verstehen, können wir unsere Arme öffnen um alle Menschen zu umarmen, alle Lebewesen, und wir haben keine Feinde mehr. Keine Feinde zu haben, ist so eine wundervolle Sache."

Diese Wahl und alle anderen Wahlen werden also nur unser Leben beeinflussen, wenn wir dies als Gemeinschaft zulassen. Für ein Leben in Liebe, Frieden, Freiheit, Dankbarkeit und Bewusstheit.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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