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20 Sätze, die besser sind als deinem Kind zu sagen: "Hör auf zu weinen"

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mother and kid

Hast du dir schon einmal überlegt, dass Weinen und Wutanfälle bei Kindern durchaus einen wichtigen Zweck erfüllen könnten? Meist sind wir nicht besonders begeistert, wenn unsere Kinder anfangen zu weinen. Doch eigentlich nutzen Kinder in diesem Fall nur ihr natürliches System zur Verarbeitung von Gefühlen.

Wenn wir körperlich oder seelisch verletzt werden, können wir diese Gefühle durch Schreien, Lachen, Toben oder Zittern zum Ausdruck bringen, anstatt sie als Verkrampfung in unserem Körper abzuspeichern. Auf diese Weise kann unser Körper Gefühle verarbeiten und sie loslassen.

Die wenigsten von uns nutzen diese Methode, da uns schon von klein auf ständig gesagt wurde, dass wir aufhören sollen zu weinen. Bei unseren Kindern ist dieses Verarbeitungssystem jedoch noch intakt.

Man sollte sein Kind zum Weinen ermutigen


Die gute Nachricht ist, dass unsere Kinder rein von ihren Gefühlen angetrieben werden, wenn sie gerade schwierig sind oder ausrasten. Wenn wir ihnen also auf liebevolle, warmherzige Weise dabei helfen, mit ihren Gefühlen fertig zu werden, bekommen wir auch unsere kleinen Engel wieder.

Man sollte sein Kind ausdrücklich zum Weinen ermutigen, wenn es das gerade braucht. Denn so kann unser Kind uns zum einen seine Gefühle mitteilen und zum anderen fühlt es sich stärker mit uns verbunden.

Die Art, wie wir unseren Kindern zuhören, entscheidet darüber, ob ihre Gefühle verschüttet werden, oder ob sie lernen, ihre Gefühle intensiver wahrzunehmen. Wenn bei deinen Kindern letzteres der Fall sein soll, könntest du die folgenden Dinge zu ihm sagen:

Diese Aussagen wirken beschwichtigend auf dein Kind


1. Ich bin doch bei dir.
2. Ich verstehe, wie wütend du gerade bist.
3. Es tut mir leid, denn das ist jetzt wirklich nicht einfach, mein Schatz.
4. Ich bleibe bei dir, so lange du so aufgeregt bist.
5. Ich gehe nicht weg.
6. Dir kann nichts passieren.
7. Für mich ist gerade nichts wichtiger, als bei dir zu bleiben.
8. Es tut mir leid, dass ... du dein Stofflämmchen verloren hast/dein Freund so etwas gesagt hat/dir dein Eis heruntergefallen ist.
9. Ich höre dir genau zu, mein Liebling.

Versuche, die Aufmerksamkeit deines Kindes immer wieder auf den Auslöser für seinen Wutausbruch zurückzulenken:

10. Du wollest doch unbedingt ... dieses Spielzeug/ein Eis/dass Papa zu Hause bleibt/in den Park gehen.
11. Der Hund/Das Kind/Die Fahrt/Dass ich die angeschrien habe ... hat dich erschreckt.
12. Lass uns noch einmal die Verletzung an deinem Knie/Finger/Zeh ansehen.

Setze deinem Kind Grenzen, doch höre dir auch seine Einwände an


13. Ich kann dir nicht erlauben, ... auf die Party zu gehen/sie zu schlagen/diese Süßigkeit zu bekommen/mit meiner Brille zu spielen.
14. Ich möchte, dass du ... dir deine Schuhe anziehst/deine Hausaufgaben fertig machst/dich ins Auto setzt.

Zeige deinem Kind einen positiven Aspekt zu der jeweiligen Situation auf

Hör dir dabei auch an, wenn dein Kind das Positive an der Situation nicht sehen kann:

15. Du wirst bald wieder einmal Schokolade bekommen.
16. Ich bin mir sicher, dass du eine gute Lösung dafür finden wirst.
17. Mama kommt ja später wieder.
18. Ich bin mir sicher, dass du auch so ganz viel Spaß haben wirst.
19. Das T-shirt, dass du bereits hast, passt doch wunderbar.
20. Es wird auch wieder anders werden.

Diese Dinge solltest du vermeiden

Die Gefühle deines Kindes bewerten: "Ich sehe schon, dass du wütend bist."
Dein Kind von seinen Gefühlen ablenken: "Sollen wir mal gucken, was Papa gerade macht?"
Alles für dein Kind regeln: "Ich weiß, du willst unbedingt ein Eis. Dann gehen wir eben in die Eisdiele."
Mit deinem Kind argumentieren: "Du hattest doch gestern schon ein Eis."
Deinem Kind den Eindruck vermitteln, dass es seinen Gefühlen nicht trauen kann, indem du es schimpfst/dich über es lustig machst/ihm sagst, dass es still sein soll: "Warum machst du jetzt so viel Lärm?"
Jegliche Belohnungen oder Bestrafungen wie Drohungen/Bestechungen/Auszeiten: "Wenn du jetzt nicht sofort damit aufhörst, gehen wir nach Hause."

Mehr zu diesem Thema findest du hier.


Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

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