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Putin: Russlands Wirtschaft soll sich um das Klima weniger Sorgen machen!

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PUTIN
Mikhail Klimentyev via Getty Images
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Jetzt kommt es knüppelhart für alle Wissenschaftler und Umweltengagierten: Die konservativen Amerikaner wissen es schon lange, die Chinesen munkeln es und Russlands Präsident Vladimir Putin sprach es beim Besuch einer Polarstation im April ganz offen aus: Der menschengemachte Klimawandel sei sinngemäß der Yeti der Wissenschaften.

Eine Großstadtlegende, ein Irrglaube, um nicht zu sagen einfach ein Schmarrn. Starker Tobak aus dem fernen Russland, aber nunmehr Regierungspolitik im flächenmäßig größten Land der Welt.

Komplett verrĂĽckt?

So ganz abwegig sind Putins Thesen dann doch wieder nicht. Noch in den 70ern hatte man Angst vor einer neuen Eiszeit. Sogar der deutsche "SPIEGEL" schob die Hysterie diesbezĂĽglich damals an.

Davor gab es im Mittelalter eine "kleine Eiszeit", die nur in unserem kollektiven Gedächtnis und auf Gemälden aus dieser Zeit romantisch ist, denn die Menschen litten darunter sehr. Das späte Mittelalter war nicht zuletzt deswegen eine dunkle Zeit.

Davor gab es eine sehr lange Warmklimaperiode, in der Greenland (Grönland) in der Tat "green" also grün war, der Nordpol eisfrei und die Eisbären trotzdem nicht ausgestorben. In Schottland gedieh der Wein und in Nordnorwegen wurde effektiv Ackerbau betrieben.

Wandel oder Katastrophe?

Ja, das Klima wandelt sich, es unterliegt Zyklen aufgrund vieler Einflussfaktoren. Das Mantra vom "menschengemachten Klimawandel durch CO2" ist wissenschaftlicher Mainstream, kein Zweifel. Aber international viel umstrittener als in Deutschland, wo praktisch Konsens herrscht. Wir sind keine Klimaforscher, wir wissen nicht, wer im Recht ist.

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Doch dass Präsident Putin jetzt den Kurs ändert, hat auch und besonders wirtschaftspolitisch eine große Tragweite. Denn befreit von Auflagen zu CO2-Reduktion kann eine Volkswirtschaft billiger und effizienter produzieren. Insofern ist diese Nachricht von hoher Relevanz, egal wer Recht hat.

Der Beitrag wurde von Sergej Nussbau und Rolf Pfeifer verfasst.

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