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Macron oder Le Pen: Die Jahrhundertwahl!

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MACRON LE PEN
Eric Gaillard / Reuters
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Von Sergej Nussbaum und Rolf Pfeiffer.

Reden wir Klartext: Marine Le Pen ist eine Neofaschistin. Daran gibt es eigentlich keinen Zweifel. Aber eine sehr weichgespülte und ganz sicher kein "Hitler reloaded". Ihr Auftritt beim Duell der Kandidaten im französische Fernsehen war stark und verbindlich, man kann auch sagen: schrecklich gut.

Ihr gegenüber saß ein Emmanuel Macron, der nervös wirkte, wie ein lispelnder Junglehrer, der von seiner Schulleiterin in den Senkel gestellt wird. Auf was steuert Frankreich da am Wochenende bloß zu?

Heftiges TV-Duell und viel Skepsis?

Mit der sich im TV-Duell staatstragend gebenden Le Pen wird die EU enden und der Euro auch. Würde diesen Dingen jemand hinterhertrauern? Einige vielleicht, die Bohème der Großstädte sicher, aber nicht das Volk in Gänze.

Auch das gehört zu den Fakten, die sich sogar quantifizieren lassen. Adam Riese kann einem hier Aufschluss geben: für den einzigen expliziten pro-EU Kandidaten, Macron, haben im ersten Wahlgang nur etwa 24% gestimmt.

Das macht 76% gegen das Experiment mit den Völkern des alten Kontinents.

Manchmal hilft nachzudenken, was in europäischen Redaktionen derzeit eher etwas zu kurz zu kommen scheint. Stattdessen erging man sich in orgasmischer "Emmanuel Hysterie", die ausgerechnet jetzt abzukühlen scheint.

Der gefährlichste Mann Europas!

Dabei ist Emmanuel Macron gegenwärtig der gefährlichste Mann Europas. Zu jung, zu selbstverliebt, zu sehr Banker, zu viele Beziehungen in jene Kreise, welche die Strippen und das Geld haben, um aus einem Nobody ohne Partei binnen eines Jahres den nächsten Präsidenten Frankreichs zu machen.

Nichts anderes geht dort vor sich. Glauben Sie keinen Verschwörungstheorien! Befragen Sie Ihren gesunden Menschenverstand.

Menschenverstand an!

Glauben Sie ernsthaft, man stellt mal eben so eine erfolgreiche Kampagne ohne Parteiapparat und ohne Geld auf? Irgendwie scheint keiner auf die Idee zu kommen, die einzig wichtige Frage zu stellen: wer steckt hinter diesem Pappkameraden?

Ist es ein reiner Zufall, dass Macrons Bewegung "En Marche!" heißt und der sagenumwobene Strippenzieher George Soros eine Bewegung "Move On!" betreibt, was im Grunde dasselbe bedeutet? Und dass Soros' und Macrons Agenda sich wie Zwillinge gleichen?

Der Publizist Dr. Dr. David Berger hat auf diesen und weitere Zusammenhänge in einem seiner jüngsten Artikel hingewiesen. Alles nur Zufall?

Der Sargnagel Frankreichs?

Nein, mit einer Präsidentin Le Pen würde es nicht lustig werden in der Grande Nation, ihr Sieg wäre katastrophal. Doch mit Emmanuel Macron wäre das Ende des souveränen Frankreichs nahe.

Er ist ein extrem fanatischer Globalist und EU-Ideologe, seine Arbeit als Präsident wäre es - so schnell es nur geht - weitere nationale Kompetenzen an "Brüssel" abzugeben. Dafür pumpen sie ihn auf, die Eliten, die schon an Trump gescheitert sind, ob uns das gefällt oder nicht.

Mit seinen gerade 39 Lebensjahren und seinem feschen Äußeren ideal besetzt für diese Aufgabe, wird Macron es, anders als Hillary, schaffen. Aber es wird knapper als man denkt. Emmanuel der galante Schönling ist perfekt gecastet. Doch das Gefühl von Künstlichkeit war beim TV-Duell zum Greifen nahe.

Wer ist Macron wirklich?

Manisch sei er, fanatisch, skrupellos und irre begeistert von sich selbst und der Europäischen Union. So beschreiben ihn Beobachter, mit denen Sergej kürzlich sprechen konnte.

Er sei "der gefährlichste Mann Europas seit Helmut Kohl", betonte einer der Experten, ein kluger Kopf im Nahen Osten. Er spielte damit darauf an, dass es Kohl war, dem Europa seine Grenzenlosigkeit, den Euro und die Aushöhlung der Nationalstaaten zu "verdanken" hat.

Emmanuel Macron würde im Auftrag seiner Finanziers und Förderer dieses Projekt ins Extrem treiben. Er gehöre daher in eine Investmentbank und nicht in das Präsidentenamt. Doch Le Pen? Meine Güte, wie habt Ihr Franzosen nur gewählt.

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