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Immobilien in deutschen Uni-St├Ądten: Eine Investition die sich lohnt?

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Der Oktober nimmt seinen Lauf und damit beginnt f├╝r viele das Studium. Doch noch bevor es richtig losgeht hei├čt es: raus aus dem Elternhaus und rein in die eigene Wohnung, WG oder ein Studentenheim.

Ein Lebensabschnitt, der die werdenden Akademiker von Jahr zu Jahr vor eine gr├Â├čere finanzielle Herausforderung stellt und die Immobilienlandschaft in den Universit├Ątsst├Ądten nachhaltig beeinflusst.

Wer von den steigenden Mieteinahmen profitiert, ist deutlich: Die Besitzer der Mehrparteienh├Ąuser, denn jene Immobilien lassen sich hervorragend an WGs vermieten und durch den enormen Wohnungsmangel muss man keinerlei leerstehende Wohnungen oder Zimmer f├╝rchten. Dazu kommt, dass die Mietpreise von Jahr zu Jahr steigen. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft K├Âln (IW) hat beispielsweise herausgefunden, dass Studenten im Jahr 2016 37 Prozent mehr Miete zahlen m├╝ssen als noch vor 6 Jahren.

Ist es also grunds├Ątzlich eine gute Idee, bei einer Immobilieninvestition haupts├Ąchlich Studentenst├Ądte als Standort auszuw├Ąhlen? Was gilt es zu bedenken? An welchen Stellen sollte man sich genauestens informieren?

Wie schon anfangs beschrieben, ist die Nachfrage sehr hoch. In guter Lage zur Uni m├╝ssen BewerberInnen f├╝r eine Wohnung oder ein WG-Zimmer mit gut 20-30 Besichtigungsterminen rechnen. Die Wohngemeinschaft z├Ąhlt auch 2016 wieder zu den beliebtesten Formen des Wohnens und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

Peter Buhrmann, Experte f├╝r Immobilien und Wohnungsbewirtschaftungen, ist ebenfalls der Meinung, dass sich eine Mehrparteienimmobilie in den Uni-St├Ądten lohnt. Laut Buhrmann sei einer der deutlichsten Vorteile eines solchen Kaufes, dass Studenten meist nur f├╝r eine begrenzte Zeit in den Wohnungen bleiben.

Das erm├Âgliche dem Vermieter den Preis f├╝r die Miete ├Âfter dem aktuellen Mietpreisniveau anzugleichen und sorge so f├╝r h├Âhere Einnahmen. Weiterhin, so Buhrmann, rentiere es sich ebenfalls Immobilien als Studentenwohnungen zu vermieten, denn durch ihre meist geringe Gr├Â├če sei ein h├Âherer Preis pro Quadratmeter m├Âglich. Durch die rekordverd├Ąchtige Nachfrage sei es au├čerdem oft nicht so relevant, wie frisch renoviert die Wohnungen sind. Abnehmer f├Ąnde man so gut wie immer.

Doch es gibt auch Nachteile. L├Ąngere WG-Partys oder andere laute Events k├Ânnen bei den anderen Mietparteien oft f├╝r Beschwerden sorgen. Als Tipp schl├Ągt Buhrmann vor, die Immobilien ausschlie├člich an Studenten weiterzuvermieten. Untereinander h├Ątten die Studenten meist mehr Verst├Ąndnis, falls es mal etwas lauter wird.

Weiterhin entst├╝nden durch st├Ąrkere Fluktuation der Mieter (h├Ąufige Aus- und Einz├╝ge) auch mehr Verwaltungsarbeiten. Dar├╝ber hinaus sei bei der Vermietung an WGs darauf zu achten, wie der Austausch von Mietern vertraglich festgelegt ist.

Werden beispielsweise alle Personen der Wohngemeinschaft in den Mietvertrag aufgenommen ohne vertraglich die Weichen f├╝r einen m├Âglichen Mieteraustausch gestellt zu haben, k├Ânne es zu enormen Problemen bei K├╝ndigungen einzelner Mieter kommen.

Auch Peter Fallhaus, Besitzer eines Mehrfamilienhauses in M├╝nchen, einer der St├Ądte mit dem gr├Â├čten Anteil an Studentenwohnungen und WGs, sieht nur Vorteile darin, in Studentendomizile zu investieren: Fallhaus hat vor 10 Jahren eine Wohnung f├╝r seine studierende Tochter erworben, nach 5 Jahren dann weitervermietet und sich danach entschieden, ein Mehrfamilienhaus in der Bayerischen Hauptstadt zu kaufen.

ÔÇ×Ich komme mit den Studenten super klar. Nur selten habe ich Probleme mit zu sp├Ąten Mietzahlungen oder anderen Streitigkeiten. Auch die Lautst├Ąrke h├Ąlt sich in Grenzen. Die H├Ąuser rentieren sich und die WGs in meinem Haus organisieren sich mehr oder weniger selbst, was m├Âgliche Untervermietungen angeht. Nat├╝rlich achte ich auch immer darauf, wem ich schlussendlich meine Zimmer vermiete. Ich m├Âchte schlie├člich vermeiden, dass ich nach jedem Auszug die Zimmer oder Wohnungen neu renovieren muss. Ich habe damals lange ├╝ber den Kauf nachgedacht, aber bereut habe ich ihn letztendlich nicht", so Fallhaus.

Der Immobilienkauf in den immer beliebteren deutschen Uni-St├Ądten scheint sich also zu lohnen. Beachtet man einige Punkte und informiert sich vorher gr├╝ndlich, kann die Investition, auch auf lange Sicht, ein Erfolg werden. Auch als Eltern von Studenten oder Auszubildenden ist eine derartige Investition sinnvoll. Eine sp├Ątere Weitervermietung der jeweiligen Immobilie kann eine gute finanzielle Absicherung sein. Eine abnehmende Beliebtheit der Immobilien ist jedenfalls nicht in Sicht.

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