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Die deutschen Bundestagswahlen werden gesetzlich manipuliert

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BUNDESTAG SESSION
AXEL SCHMIDT via Getty Images
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Eine effektive Wahlmanipulation in Deutschland erreicht man nicht dadurch, dass man Stimmzettel fälscht oder Wähler besticht, sondern heute läuft das viel subtiler und auch wesentlich wirkungsvoller ab. Der Gesetzgeber erlässt einfach Gesetze, die für alle gelten, aber nur seinen Freunden von Nutzen sind.

Stellen Sie sich einen Fischteich vor, in dem es große und kleine Fische gibt. Bei der Fütterung werden nun Kügelchen verwendet, die gut ins Maul der große Fische passen, aber für die kleinen zu groß sind.

Das bedeutet, die großen Fische können sich problemlos vollstopfen und die kleinen Fische müssen die Kügelchen abnagen und haben es dementsprechend schwerer! Die großen werden dadurch immer dicker und die anderen eben NICHT. Und das ob wohl doch alle Fische GLEICH behandelt werden, denn alle bekommen die GLEICHEN Futterkügelchen.

Und das ist genau der Trick nach dem in Deutschland, einem Zweiklassenwahlsystem, die Bundestagswahlen gesetzlich manipuliert werden.

Das Futter

Das Futter: Zunächst bekommen alle deutschen Bürger bei Übernahme eines Bundestagsmandates den Arbeitsplatzerhalt und die Beförderung nach der Bundestagszeit (siehe § 2 Abs. 3 AbgG und § 7 Abs. 4 und 5 AbgG) gesetzlich garantiert.

Das ist auf den ersten Blick eine durchaus positive, geldwerte Leistung, die jedem deutschen Bürger(in) ein leichtes, sorgenfreies und vor allem finanziell abgesichertes Wechseln, zwischen Arbeitsplatz und Bundestagsmandat und zurück, gesetzlich garantiert.

Der Trick dabei ist nun, dass dies zwar alle Bürger garantiert bekommen, aber nur die Bürger die einen finanzkräftigen Arbeitgeber haben, können es auch nutzen und das sind in der Regel nur die Mitarbeiter großer Firmen und Konzerne, allen voran die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes.

Ein Beamter wird selbst nach 32 Jahren im Bundestagsmandat mit offenen Armen und Beförderung an seinem alten Arbeitsplatz erwartet (großer Fisch), wogegen andere Bürger, bereits nach vier Jahren Bundestagsmandat, einen entschädigungslosen beruflichen Totalverlust erleiden, gerade weil sie keinen finanzstarken Arbeitgeber haben, der sie so verwöhnen kann... (kleiner Fisch) und das ist schon die ganze Manipulation, denn dieser Arbeitsplatzerhalt teilt die deutschen Bürger, gesetzlich, in 2 Gruppen (1 große Fische und 2 kleine Fische) und bevorteilt dann einseitig Gruppe1.

„Freunde" des Gesetzgebers

Das hat auch seinen Grund, denn in Gruppe 1 sind die „Freunde" des Gesetzgebers, für sie hat er die geldwerte Leistung aus Arbeitsplatzerhalt und Beförderung nach der Bundestagszeit eingeführt und dadurch wird diese Klientel, gesetzlich perfekt, von der Sorge wie es nach der Bundestagszeit beruflich weitergeht, entlastet und bewirbt sich in großer Zahl für ein Bundestagsmandat..., was auch erklärt, warum z. B. 190 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes (große Fische), gegen die Gewaltenteilung, parteiübergreifend, die Legislative (auch Bundestag, Parlament, Gesetzgebung genannt) dominieren können!

Die Bürger von Gruppe 2 dagegen kann der Gesetzgeber NICHT besonders gut leiden, deshalb macht es Ihm auch nichts aus, dass diese Bürger von Gruppe 2, da sie keinen finanzkräftigen Arbeitgeber haben, nach der Bundestagszeit, statt mit Arbeitsplatzerhalt und Beförderung belohnt zu werden, nur einen entschädigungslosen beruflichen Totalverlust erleiden!

In Fachkreisen nennt man solche „schmutzigen" Tricks: „indirekte (mittelbare) gesetzliche Diskriminierung", denn der Gesetzgeber macht vorsätzlich Gesetze, die Vordergründig gemäß Gleichbehandlungsgrundsatz, für alle deutschen Bürger GLEICH, eine erhebliche geldwerte Leistung bedeuten und nutzen können es nur die Freunde von Gruppe 1!

Das ist bereits der ganze Sachverhalt, der die gesetzlichen Rahmenbedingungen der deutschen Bundestagswahlen, auf DDR Niveau absenkt und die Bundestagswahlen im dreistelligen Bereich gesetzlich manipuliert, denn eine Wahl die mit solchen UNGLEICHEN gesetzlichen Voraussetzungen durchgeführt wird, ist natürlich eine ungültige Farce.

Kann man das mathematisch sicher beweisen?

Oh ja, das kann man sogar richtig eindrucksvoll beweisen, denn der gesamte öffentliche Dienst in der Legislative (Bundestag), hängt wie die Spinne am Faden, ausschließlich an dieser gesetzlichen Privilegierung durch Arbeitsplatzerhalt und Beförderung nach der Bundestagszeit.

Sobald jedoch der Arbeitsplatzerhalt abgeschafft wird, wird dieser Faden durchtrennt und in Zukunft müssen alle Bürger GLEICH (gerade auch die Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes ), bei Übernahme eines Bundestagsmandates, ihren alten Arbeitsplatz endgültig aufgeben, genauso wie das bereits jetzt die Bürger von Gruppe 2 (ca. 50% der Bürger) tun müssen und das ist dann, einfach so, das ENDE des kompletten öffentlichen Dienstes in der Legislative, ganz im Sinne der Gewaltenteilung.

Der gesamte öffentliche Dienst im Bundestag, sitzt also nicht im Parlament, weil er zu allererst demokratisch gewählt wurde, sondern weil er zurzeit, illegaler Weise, gesetzlich privilegiert wird!

Was ist das für eine Demokratie, bei der ein einfaches Gesetz wie der Arbeitsplatzerhalt nach der Bundestagszeit, über die Besetzung von mindestens 200 Bundestagsmandaten entscheidet?

Nun, diese Frage stelle ich seit 2009 konsequent den Verantwortlichen in Deutschland und seit 2009 habe ich trotz verfassungsrechtlicher Garantien, keinerlei belastbare Antwort darauf erhalten...!

Lesen Sie die Ganze Story unter www.DDR30.de

Lesen Sie wie der Deutsche Bundestagswahlprüfungsausschuss, bereits 2-mal die Prüfung einer Wahlbeschwerde mit diesem Sachverhalt verweigert hat und diese Verweigerung dem Deutschen Bundestag in seinem Abschlussbericht verschweigt.

Lesen Sie auch warum der Richter am Bundesverfassungsgericht, Peter Müller (Ex-Ministerpräsident und Politiker), diesen Sachverhalt im Zuge eines Wahlprüfungsverfahrens ( 2 BvR 14/14) nicht verstehen konnte und ihn verrissen hat und das der Befangenheitsantrag gegen diesen Verriss, von höchsten deutschen Gericht unkommentiert zurückgewiesen wurde, anstatt die oben aufgezeigten, simplen Fragen nach der Legitimität der gesetzlichen Wohlfahrt, von Gruppe 1, den dicken Fischen, zu beantworten....

In jeder kleinen Firma ist es gesetzlich verboten Mitarbeiter indirekt (mittelbar) ungleich zu behandeln, warum soll das ausgerechnet beim Zugang zum deutschen Parlament erlaubt sein (Siehe § 3 Abs. 2 AGG (allgemeines Gleichstellungsgesetz).

Erfahren Sie wie „tapfer..." sich der Bundeswahlleiter Sarreither für die Richtigkeit der Bundestagswahlen ins Zeug legt... und fangen Sie an zu verstehen, warum Deutschland ein Demokratisches Problem hat!

Lesen Sie was sich die "Väter und Mütter des Grundgesetzes" wirklich dabei gedacht haben, als sie den Arbeitsplatzerhalt und die Beförderung nach der Bundestagszeit, für die bis 1975 ausschließlich ehrenamtlich tätigen Bundestagsabgeordneten einführten und warum die heutigen Berufs-Bundestagsabgeordneten dies gerade NICHT nutzen dürfen!

Das alles und noch mehr, unter: www.DDR30.de

Helfen Sie bitte mit, das diese Fragen beantwortet werden, denn in einer echten Demokratie gibt es keine schmutzigen Tricks beim Zugang zum Parlament! Verlinken Sie bitte, wenn möglich auf diesen Blog oder auf DDR30.de

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