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Tee im eigenen Garten für 10 Liter Wasser ziehen

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Aus der „5 Tage Wasser Notration" Tee kochen

Für den Ernstfall sollen deutsche Bürger für 5 Tage Wasser und 10 Tage Lebensmittel horten. Wie schlimm muss es kommen, dass der normale Konsummensch dazu übergeht, Wasser zu trinken? Es muss sogar so schlimm kommen, dass es keine Coca Cola mehr zu kaufen gibt. Man kann sich jedoch auf den Ernstfall vorbereiten und verschiedene Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon anbauen, damit es gar nicht erst so weit kommen muss, wirklich selber Wasser trinken zu müssen.

Der Normalbürger ist Zuckersüchtig und lässt nicht mit sich reden. Wenn die Not groß ist und der Zucker ausgeht, kann dennoch der Tee gesüßt werden. Im Handel werden bereits einige Stevia Setzlinge oder Samen geboten. Je nach Sorte bringen die Pflanzen verschiedene Eigenschaften mit. Stevia scheint sich schlecht säen zu lassen, Stecklinge wären besser. Pralle Sonne kann den Pflanzen etwas viel werden, bei Schatten werden sie jedoch mager wachsen. Man sollte den Pflanzen die Triebspitzen gelegentlich kürzen, damit sie unter diesen neu austreiben. Die Blätter der Triebspitzen können z.B. zum Süßen vom Tee verwendet werden. Bindet man die Triebe bis zum Boden runter, werden diese vermutlich anwurzeln und die Pflanzen können geteilt werden. Bei gutem Wetter, kann Stevia raus gesetzt werden und draußen stehen bleiben, aber nicht an den sonnigsten Stellen.Sonst und vor allem im Winter sollte er auf der Südseiten Fensterbank oder im Wintergarten stehen.

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Welcher Tee schmeckt nach was?

Tee besteht aus Pflanzenteilen. Wer Rasen schneidet und den Schnitt mit kochendem Wasser übergießt, hat gewiss einen besseren Geschmack als beim Wasser. Wer seine Ansprüche höher ansetzt, sollte spezielle Teepflanzen auf dem Balkon oder im Garten kultivieren. Diese brauchen verschiedene Böden oder Lichtverhältnisse.

Jiaogulan ist eine rankende Pflanze, die sich im Boden ausbreitet und an anderen Pflanzen oder geeigneten Wänden hoch rankt. Es ist auch ein perfekter Bodendecker. Dieses Jiaogulan wird bereits als Ginseng Ersatz hoch gehandelt. Zwei bis drei der kleineren Blätter oder eines der größeren reicht für eine große Tasse Tee. Auch hier sollte man sehr sonnige Stellen meiden. Jiaogulan möchte nicht in Staunässe aber auch nicht trocken stehen, die Böden dürfen etwas sandig sein. Steht er trocken und kriegt zu viel Sonne, dann verbrennen einige Blätter. Jiaogulan ist winterhart. Wer sich einen Zementkübel löchert, mit Erde füllt und in diese Jiaogulan setzt, sollte aus 10 Liter Wasser leckeren Tee brühen können.

Eine weitere winterharte Pflanze ist die Pfefferminze, die ebenfalls aufgrund ihrer Inhaltsstoffe gesund ist. Diese Mentha x piperita kann nur über Stecklinge oder einfacher, ausgegrabene und neu gesetzte Pflanzen vermehrt werden. Einmal angewachsen breitet sich die Pfefferminze schnell aus, sie kann vor der Blüte und ein zweites Mal nach dieser geerntet und getrocknet werden. Wer die Blätter frisch verwendet, kann sie das ganze Jahr über ernten. Der Boden sollte Humus und Lehm enthalten und nie komplett austrocknen. Die Pfefferminze kann Halbschatten bis Sonne gut vertragen.

Wer schon einmal Kamillentee getrunken hat, weiß zugleich, warum er es nie wieder machte. Auch diese römische Kamille lässt sich gut als Teepflanze anbauen. Sie hat die Eigenschaft, dass sie Böden mit viel Kalk benötigt und übersteht auch ein paar trockene Tage.

Wer für den Winter vorsorgt, sollte für eine Menge von 10 Litern Wasser genügend viele Pflanzenteile trocknen.

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Sich auf den Ernstfall vorbereiten

Kaum einer trinkt gerne Wasser. Es gibt neben den genannten auch viele weitere winterharte Teepflanzen für den Worst Case. Es kommt dabei auch immer darauf an, was man den Pflanzen bieten kann, um dann zu wählen, welche Teepflanze angebaut wird. Jeder hat seinen eigenen Geschmack aber mit Zucker, Honig oder eben Stevia kann man es meist irgendwie für 5 Tage ertragen. Danach geht einem das Wasser aus. Aber wer gut vorgesorgt hat, hat noch für weitere 5 Tage etwas zu essen. Vor allem die Kategorie der Zuckerabhängigen würde sonst bereits am sechsten Tag wahnsinnig werden und das wäre dann wirklich der Katastrophenfall für Deutschland.