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Hoher US Stromverbrauch - Klimaanlage kontra Hanfanbau

05/03/2016 16:09 CET | Aktualisiert 06/03/2017 11:12 CET

Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, dann halt der Klimawandel

Der Indoor Marihuanaanbau ist alles andere als „Grün" und ein wahres Problem überall dort, wo er jetzt innerhalb der USA legal betrieben werden darf: Es wird sehr viel Strom verbraucht! Als ob die vormals kriminalisierten Indoor Growfarmen nicht auch mit Strom betrieben wurden aber vielleicht mit vielen kleineren Anlagen das Stromnetz besser verteilt strapazierten?

Hoher Stromverbrauch ist nicht gut für die Umwelt aber das noch größere Problem sind eben die überlasteten Stromleitungen. Hierzu gibt es seit 2013 immer wieder Medienberichte wie im wirtschaftsblatt.at am 22.12.2015.

Viele Hanfaktivisten wollen den Hanf doch aufgrund gravierender Umweltprobleme zurück auf die Felder bringen und dort, wo man legalisiert, ist er Umweltschädlich? Wie kann das sein? Weil er so richtig legal eben noch ist, der Hanf! Man darf ihn nicht einfach in Mengen ohne Lizenzen anbauen und muss dann auch viele Auflagen erfüllen.

Weiterhin ist Marihuana sehr teuer und deswegen besteht eine große Diebstahlgefahr für Outdooranlagen. Es gibt derzeit aufgrund der rechtlichen Situation immer noch sehr große Probleme beim Marihuanaanbau. Das fördert den Indoor Marihuanaanbau, der sehr viel Strom frisst und gewiss nicht als „Grün"zu betitteln wäre.

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Hoher Stromverbrauch liegt nicht am Hanf sondern am Menschen

Zwei ganz einfache Fallbeispiele: In Alaska sind die klimatischen Bedingungen für Hanf nicht optimal, deswegen greift man auf den Indoor Marihuanaanbau zurück. Oder in einer dicht besiedelten Region mit gewissen kriminellen Strukturen befürchtet man, den Outdooranbau nicht genügend sichern zu können und baut deswegen Indoor an.

Lösung für beide Fallbeispiele: Wäre der Marihuanaanbau generell legal, könnte er doch in Regionen stattfinden, in denen diese Probleme in der Form nicht auftreten. Zur äußersten Not könnte es für den kommerziellen Anbau sogar ausgewiesene Anbauregionen geben, die aufgrund von Abgaben besser geschützt werden. Für Gewerbegebiete gibt es doch immerhin auch Sicherheitsdienste, die mehrfach in der Nacht Patrouille fahren!

Es ließe sich somit auch das Problem in Kalifornien vom illegalen Anbau ganz leicht umgehen: Hier ist das Wasser knapp und für riesige Outdoorplantagen wird dieses in versteckten Wassertanks der übrigen Natur entzogen sowie es sehr viele wilde Müllkippen gibt.

Fazit: Das Problem mit dem Strom, dem Wasser, der wilden Müllkippen usw. ist das Problem mit Verbotsgesetzen und in den legalen Räumen derzeit mit einer noch nicht sinnvollen Regulierung für den kommerziellen Anbau!

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Hoher Stromverbrauch beim Marihuana ein Problem, bei der Klimaanlage nicht?

In diversen Berichten über die USA wird zum einen erklärt, dass die Stromversorgung mit Hochspannungsleitungen und Trafostationen marode ist und es laufend zu Ausfällen kommt. Man müsse praktisch das ganze Land sanieren. Zum anderen wird erklärt, dass der typische US Haushalt auf dem Dach eine richtig energieraubende Klimaanlage unterhält, die natürlich mit Strom betrieben wird.

Möglicherweise wird im Winter in vielen Haushalten auch mit Strom geheizt. Zumindest sind dem Hörensagen nach viele Häuser nur mäßig gedämmt und entsprechend hoch die Energiekosten zum kühlen oder heizen.

Selbst in den USA kifft nicht jeder aber praktisch jeder kühlt im Sommer die Wohnung oder heizt im Winter, in der Regel jedoch nicht mit Strom. Die Vermutung liegt nahe, dass der Stromverbrauch für Klimaanlagen weit höher als für den Marihuana Anbau ausfällt. Die Mehrraumwohnung für 4 Personen zu kühlen zieht gewiss deutlich mehr Strom, als für diese vier Personen Marihuana anzubauen.

Es stellt sich deswegen die Frage: Warum ist der hohe Stromverbrauch beim Indoor Marihuanaanbau ein so gravierendes Problem, wenn der noch höhere Stromverbrauch im Sommer für die Klimaanlagen in der Öffentlichkeit ein akzeptiertes Problem darstellt und gewiss ebenfalls nicht zum Umweltschutz beiträgt? Vermutlich leidet gar nicht der Kiffer an der sogenannten schizophrenen Psychose sondern das gesellschaftliche System, in dem wir alle leben!

Es werden z.B. Fahrverbote in Innenstädten bei Smog ausgesprochen oder andere Maßnahmen ergriffen, wenn es gerade schlimm ist. Wenn sich das Problem überlasteter Stromleitungen nicht einfach von einem zum anderen Jahr lösen lässt, könnte über die ausgewiesenen Outdoor Anbauregionen nachgedacht werden. Oder man verbietet den Indoor Marihuanaanbau in der warmen Jahreszeit in den Regionen, in denen die Stromleitungen das nicht mehr mit machen.

Oder der Großteil vom Strom darf nur über Nacht verbraucht werden, wenn die Klimaanlagen ruhen: In der Blüte soll regulärer Hanf ohnehin immer nur mit 12 Stunden pro 24 Stunden beleuchtet werden!

Die Wohnungen besser zu dämmen und die Bevölkerung nicht auch noch zur Verwendung der Klimanalagen zu „erziehen" wären ebenfalls sinnvolle Maßnahmen: Nicht nur wegen maroder Stromleitungen und der Klimabilanz!

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