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Jetzt wählen alle ihre Donald Trumps

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Rodrigo Duterte gibt Freipass f√ľr Mord

Die USA dominieren mit ihrer Wirtschafts-, Milit√§r-, Medien- und Enterteinmentstrategie gro√üe Teile der Welt. Vom weltweiten R√ľstungsbudget gibt die USA jeden zweiten Euro aus sowie weitere Westm√§chte oder Verb√ľndete vom Rest gewiss noch mal die H√§lfte stemmen. Im Konsumwahn m√ľssen wir viel arbeiten, zerst√∂ren dabei die Umwelt und werden krank. So teuer kommt uns das zu stehen. Extrem viele Menschen sind mit gutem Grund entt√§uscht und inzwischen auch stinksauer. Protesthandlungen oder extreme Z√ľge lassen sich in Anbetracht der letzten Jahre von allein erkl√§ren. Bei den Wahlen stellen sie ihre Donald Trumps auf, die sogar gewinnen.

In China wird derzeit die weltweit größte Klonfabrik gebaut, sie wollen viele Rinder klonen, so schnell kann es gehen.

Rodrigo Duterte wurde j√ľngst in den Philippinen gew√§hlt und zum dritten Quartal 2016 √ľbernimmt er die Macht im Land. Er hat bereits diverse Erfahrungswerte als B√ľrgermeister vorzuweisen. Demnach gibt er gewisse Personen oder Personengruppen zum Abschuss frei oder zahlt sogar Kopfgelder und erfreut sich, dass hunderte Menschen in seiner Stadt gewaltsam umkamen. Er selber macht die wirkliche Drecksarbeit nicht aber die T√§ter sind durch ihn bereits abgesegnet. Das soll jetzt auf das ganze Land ausgeweitet werden sowie die Polizisten sozusagen Schie√übefehl erhalten.

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Wahlkampftaktiken der Donald Trumps

Donald Trump soll einst von sich gegeben haben, dass er als Pr√§sidentschaftskandidat h√∂chstens f√ľr die Republikaner antritt. Denen kann man einfach jeden Mist erz√§hlen. Und genau so funktioniert es: Man erz√§hlt etwas absurd Absto√üendes wie z.B., dass man das Waffenverbot an Schulen aufheben will. Bef√ľrworter und Gegner werden sich derart ansto√üen, dass sie diese Donald Trumps beachten. Alles fokussiert sich auf die provokant ansto√üende Aussagen und es entstehen Streitlager. Alle anderen Kandidaten verschwinden zusehens aus dem Fokus der √Ėffentlichkeit. Je abwegiger die Aussagen dieser Donald Trumps auch sind, umso mehr Beachtung und W√§hler ziehen sie.

Ungef√§hr auf diesem Weg gewann Rodrigo Duterte bereits in den Philippinen. Die Todesstrafe f√ľr Kleinkriminelle als Wahlkampfpunkt ist so zu verstehen, dass zehntausende in den Tod gehen werden. Leider sind genau das die Wahlkampfpunkte, die nach einer Wahl auch umgesetzt werden wogegen man sich an andere nicht mehr erinnern kann. Damit w√ľrden die Philippinen mehr Todesstrafen aussprechen und vollstrecken, als der Rest der Welt. Allein die Aufforderung und Duldung der Selbstjustiz k√§me der Todesstrafe gleich, ist jedoch der offensichtliche Auftragsmord. Dabei haben die T√§ter immer einen gro√üen Definitionsfreiraum sowie die bereits get√∂teten Opfer sich nicht mehr verteidigen k√∂nnen. Die Hinterbliebenen werden gewiss auch wenig machen, wenn sie an ihrem Leben h√§ngen.

Allein dieses Konzept der ausgelebten Gewalt ist ein Fass ohne Boden, dessen Ausma√ü sich derzeit unm√∂glich absehen l√§sst. Deswegen kann auch keine von- bis- Zahl aufgestellt werden, da diese Todeszahl nach oben hin offen bleibt und neben den Todesopfern auch viele andere Menschen zu Opfern werden, wenn ihre N√§chsten dahin gehen. Gerade Frauen und Kinder werden in das Elend gest√ľrzt und vielleicht daran versterben.

Drogendealer sind ganz oben auf der Abschussliste und wir wissen, was solche Leute unter einem Drogendealer verstehen: Jemanden, der f√ľr sich und seine Freunde ohne Gewinnabsicht einkauft oder von seinem Eigenanbau den Freunden abgibt, ist ein Drogendealer und k√∂nnte am Strick enden.

Fakt ist, dass Rodrigo Duterte zehntausende Todesstrafen oder Tote ank√ľndigte und sich nicht nur die Philippinen in einer Gewaltspirale befinden. Wenn dort keiner die Rei√üleine zieht, endet das in einem Blutbad. M√∂glicherweise wird Rodrigo Duterte die demokratischen Verh√§ltnisse sogar abschaffen, um auf Lebzeiten im Amt zu bleiben? Das w√§re bei derartige Personen nicht un√ľblich, es wenigstens zu versuchen. Die √ľbliche Taktik lautet, es Schritt um Schritt zu machen und erst dann, wenn man sicher ist, auf einen Schlag.

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"Ich glaube nicht, dass die so doof sind und den wählen"

Es war im letzten Quartal 2015 oder im ersten 2016, als ein Bekannter sagte: ‚ÄěIch glaube nicht, dass die so doof sind, den Trump zu w√§hlen." Aufgrund der nicht erwarteten Naivit√§t war keine Antwort parat. Politikinteressierte Menschen mit akademischen Grad blicken weit zur√ľck und erkl√§ren, dass sie einst ebenfalls nicht glaubten, dass die Menschen so dumm sind. Inzwischen haben sie diese Meinung revidiert. Sie sind so dumm und w√§hlen ihre Donald Trumps.

Mit Blick auf die USA w√ľrde sich jedoch noch immer die Frage stellen, ob den nicht Hillary Clinton sogar noch schlimmer sein k√∂nnte, als Donald Trump, der immerhin die Truppen heim holen m√∂chte, mit denen Clinton den Iran angreifen will. Auch weil mit abgereichertem Uran geschossen wird, welches zum Teil zu Nanopartikeln zerf√§llt und ein einziger dieser im Wind getragenen Nanopartikel Krebs bereits ausl√∂sen kann, sind nicht nur extrem viele der W√ľstensandsoldaten bald invalide und haben ihre Lebensfreude f√ľr immer verloren.

In diesem Fallbeispiel sollte man also gar nicht mehr w√§hlen gehen. Es w√ľrde durchaus einen Unterschied f√ľr die einzelnen Personen oder Regionen machen. Vom Gesamtunheil kommt es allerdings m√∂glicherweise aufs gleiche raus.

Abschliessend wird noch eine Reisewarnung f√ľr alle L√§nder ausgesprochen, in denen sie ihre Donald Trumps w√§hlen. Es wird gebeten, lieber gar nicht zu w√§hlen, als einen dieser Donald Trumps oder Hillary Clintons. Auch auf Gerhard Schr√∂ders k√∂nnen wir verzichten!

Zumindest während der EM interessiert es so viele jedoch nicht, dass unser Elend bald schon so groß sein kann, dass uns der Fußball nicht mehr interessieren wird.

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