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Hasch macht lasch?

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Warum auch nicht!

Es gibt viele Schubladen, mit denen wir uns gegenseitig stigmatisieren. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, ob man es immer mit sich machen lässt. Hasch macht lasch ist eines dieser Verbotsargumente, welches uns vom Konsum von Cannabis abhalten soll. Dabei ist es oft genug doch eine sehr gute Sache, wenn man einfach mal etwas entspannter und zielloser ist.

Was ist denn bei vielen am Abend das dritte Bier oder die halbe Flasche Wein? Man hat hart gearbeitet und nach der Arbeit noch alle Erledigungen gemacht. Viele Menschen sind dann überdreht und brauchen mehre Stunden, um ein Level zu erreichen, mit dem das Einschlafen gelingen kann. Es fehlt jedoch die Zeit und mit etwas Alkohol geht alles viel schneller, bis man sich daran gewöhnt hat. Und dann wäre der Joint am Abend für den eigenen Charakter oder auch die eigenen Organe doch wirklich die bessere Alternative. Wer immer nur viel leistet und auch im Privatleben bis an die Grenze geht, der macht sich nur kaputt. Etwas Hasch macht lasch und man kann es in der Welt der Überproduktivität vielleicht auch etwas langsamer angehen lassen?

Cannabis ist nicht gleich Cannabis

Wer meint, dass sei alles das selbe, der irrt sich bei der Pflanzengattung Cannabis. Die Pflanze passt sich der jeweiligen Umwelt an oder kann sehr gezielt gezüchtet werden. Dabei schlummern in der Genetik Eigenschaften und Schwerpunkte, die entweder unter gehen oder aufkommen können. Natürlich, das eine Hasch macht lasch. Das von anderen Cannabispflanzen kann jedoch aktiv machen und nicht nur den Geist beleben. In einigen Regionen kommt es vielleicht auch deswegen dazu, dass viele Arbeiter erst kiffen und dann mit der körperlichen Arbeit beginnen.

Wer auf ganz verschiedene Strains zugreifen kann, der kann also damit arbeiten. Er kann sich je nach Situation oder Laune die eine oder andere Sorte gönnen. Da beim Cannabiskonsum keine Entzugs- sondern höchstens Entwöhnungserscheinungen auftreten, kann auf den Konsum jederzeit verzichtet werden, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Vielen Dauerkonsumenten fehlt natürlich erst einmal etwas, das ist jedoch Kopfsache. Es ist natürlich auch Kopfsache, ob einem der eine oder der andere Strain gefällt und man immer das gleiche oder immer was anderes wünscht. Aber Hasch macht lasch wird dann doch zur verallgemeinerten Aussage, da die richtige Sorte auch das genaue Gegenteil bewirken kann.

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Hasch macht lasch und oft ist das gut

Viele Menschen wollen viel Arbeiten, nach der Arbeit viel konsumieren und erleben und sind ständig wie angestellt. Das ist auf Dauer nicht gut, es muss immer mal wieder ruhigere Momente oder auch ruhigere Wochen geben. Wenn die Zeit gerade da ist, kann nicht jeder einfach abschalten und auf Kommando entspannen. Hasch macht lasch ist dann eine Möglichkeit, um sich wirklich mal runter zu fahren.

Jeder Mensch reagiert anders auf Alkohol oder Haschisch. Viele müssen wirklich viel leisten und wären durch ständigen Haschkonsum ausgebremst. Diese Personen wollen in ihren Leistungsphasen oft nicht einmal mehr Kiffen oder etwas anderes konsumieren. In den Regenerationsphasen kann das jedoch sehr hilfreich sein, um erst einmal ein anderes Level zu erreichen.

In einer Welt der Überproduktion können wir mit etwas Intelligenz weniger Arbeitsstunden und auch die Produkte dieser Arbeit besser verteilen, womit wir alle auch ein weniger entspannter durchs Leben gehen könnten. Hasch macht lasch wäre auch dann nicht verkehrt, um einfach mal den ganzen Tag zu vertrödeln.

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