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Dampfparade 2015: Medizinischer Schwerpunkt!

18/09/2015 19:55 CEST | Aktualisiert 18/09/2016 11:12 CEST

Vierte Dampfparade mit Bürgermeister Köln Innen: Andreas Hupke!

Zum vierten Male fand die Dampfparade in Köln am 12.09.2015 statt, die maßgeblich durch Hanfpatienten ins Leben gerufen wurde. Weitere Helfer sind natürlich ebenfalls wichtig, immer gerne gesehen und können sich jederzeit bei Cannabis Colonia e.V. melden.

Wenn die Hanfparade oder der GMM eher das Motto: „Legalize it!" setzen, so hätte kaum einer der an der Dampfparade Mitwirkenden etwas dagegen. Das Motto setzt jedoch auch dieses Jahr den Schwerpunkt in „Cannabis ist Medizin".

Deswegen redeten viele Patienten, die sich schlichtweg durch die Politik verladen fühlen, auch wenn vielleicht ab 2016 ein paar wenige Ausnahmefälle ihre Cannabismedizin durch die Krankenkassen erstattet kriegen werden. Dieses ist Schönmalerei der Politik!

Leider lässt sich das Wahlvolk nur zu gerne auf ein Neues verblenden, passieren tut allerdings fast nichts, solange nicht, wie auch in diesem Fall, ein Richter die Politik direkt oder indirekt zwingt!

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Warum zieht das Medizinthema?

Mathias Bröckers als renommierter Buchautor erklärte, dass er bei der Übersetzung von „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" noch der Meinung war, man zieht die ganze Hanfpflanze auf der Rohstoffpflanzenbasis aus dem Verbotssumpf. Der wirtschaftliche und ökologische Nutzen der Hanfpflanze müsse doch wirklich jeden rational denkenden Mensch überzeugen!

Heute wisse er es besser: Der Mensch denkt nicht rational sondern emotional. Egal, wie viel besser die Welt mit Hanfrohstoffen auch wäre, der Politiker zeigt auf ein kiffendes Kind und ruft „Durch noch mehr Verbote müssen wir unsere Jugend schützen!" und alle Eltern schalten ihr Hirn beim Wahlgang aus und einige finden ihre Kinder später im Knast wieder.

So dumm muss man erst mal sein, dass man nach Jahrzehnten noch immer nicht rafft, dass durch Verbote nicht weniger sondern im gleichem Maße sogar noch ungesünder konsumiert wird und Verbote es demnach nur schlimmer als besser machen.

Auch wenn die Dampfparade 2015 trotz schlechter Wettervorhersage, schlechter Promotion und vieler Absagen nur ca. 200 Leute zusammen brachte, ist es eine bedeutende politische Demonstration, da das Thema emotional ist: Ein Patient berichtet von Polizeirepression, die ihn wegen zwei Pflanzen ins Krankenhaus brachte.

Andere erklärten, dass theoretische Kannregelungen im alltäglichen Leben nicht wirklich helfen und viele neue Erlaubnisinhaber das erhoffte bessere Leben nicht für sich fanden: Sie haben kein Geld und die Apotheke hat immer wieder kein Weed sowie die Führerscheinstelle schnell mal den Lappen einhält!

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Bürgermeister Köln Innen: Andreas Hupke

Wie beim Köllner GMM (Mit erheblich mehr Demogästen.) war wieder Andreas Hupke Schirmherr der Veranstaltung und hielt eine Rede. Der Mann geht auf das Rentenalter zu, war aber einst mal jung und erklärte, dass Cannabis einem damals weit weniger zum Problem gemacht wurde: Es müsse sich schnell etwas ändern, um den kriminellen bösen Dealern das Handwerk zu legen.

Der Mann beweist nicht nur seinen Guten Willen sondern auch etwas Verstand, wenn er Erwachsene nicht durch Verbote dem Schwarzmarkt ausliefern will, auf den auch jeder Jugendliche zugreifen kann. Das ist kein Jugendschutz und war es auch nie!

Aber der Mann beweist mit diesen Aussagen ebenfalls, dass er wenig Ahnung hat, wenn er von „kriminellen bösen Dealern" spricht: Viele von denen sind doch unsere Freunde, die uns in der Not aushelfen.

Es sind doch eher die bösen geschmierten Politiker, die immer mehr (für Pharmakonzerne, Gesundheitswesen und Justizbehörden umsatzfördernde) Verbote durchdrücken und Genusskonsumenten wie praktisch alle Patienten auf den Schwarzmarkt verweisen.

Wir sind also freie, mündige und selbstbestimmte Bürger in einer zivilisierten Welt und für die richtige Signalwirkung zwecks Jugenderziehung werden all diese Rechte und Freiheiten über Bord geworfen, um erwachsene Menschen in ihren privaten Belangen zu maßregeln? Wer noch bei Verstand ist, sollte sich mit konkreten Fakten füttern und alles noch einmal neu bedenken!

Mehrere Videos der Dampfparade 2015 finden sich in diesem Beitrag:

Dampfparade 2015

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Fazit zur Dampfparade:

Mit Marihuana kann der Staat viel Geld verdienen, mit Nutzhanf können wir auf nachhaltige und gesündere Rohstoffe zurück greifen und die Welt vielleicht retten oder der erwachsene Mensch ist durch Verbote kein freier Mensch: All das sind Argumente, die einem rational denkenden Menschen zum Schluss kommen lassen würden: Legalize it!

Das versucht die Hanfszene seit Jahrzenten zu kommunizieren und sollte jetzt doch endlich mal selber lernen: Menschen denken nicht rational sondern emotional und selbst rational denkende Menschen reagieren erst dann, wenn es emotional wird. Alle logischen Argumente, zu denen auch „Cannabis ist Medizin" gehört, werden nicht ziehen.

Wenn es Hanfblütenpatienten richtig gut geht, werden die Bürger sagen: „Du bist doch gar nicht krank, mach mal nen Entzug!" Geht es den Hanfpatienten schlecht, sagen die Bürger jedoch: „Las mal das Kiffen bleiben, das macht dich krank!" Der Deutsche Hanfverband hätte deswegen einen Kinoclip mit einem schwerkranken (möglichst noch minderjährigen) Epileptiker zeigen sollen, der gerade in den Löffel beißt, der dieses mit Marihuana anschließend nicht mehr macht. Das zieht!

Menschen, deren Leid man sieht, welches mit Hanf gelindert wird, was auch jeder sehen kann! Deswegen ist die Dampfparade eine sehr wichtige Cannabisdemonstration, auch wenn nur hunderte Teilnehmer erscheinen!

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