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Köln: Freie Wähler wollen Flüchtlinge auch in Kirchen und Moscheen unterbringen.

28/11/2015 13:11 CET | Aktualisiert 28/11/2016 11:12 CET
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(Köln-Rodenkirchen) Torsten Ilg von den Freien Wählern sieht in seiner Forderung nach Prüfung von Unterbringungsmöglichkeiten von Flüchtlingen in Kirchen, Tempeln, Synagogen oder Moscheen keinen Taubbruch: „In Köln gibt es zahlreiche Glaubensgemeinschaften. Der Winter steht vor der Tür und somit auch die erste Kältewelle. In anderen Kommunen wird dies bereits praktiziert, beispielsweise in Oberhausen."

Für den Bezirksvertreter aus Rodenkirchen stehen ganz pragmatische Gründe im Vordergrund: „Viele Pfarrsäle sind leer. Auch die Moschee in Ehrenfeld hat viel Platz. Ob dieser Platz aufgrund baulicher Mängel vollständig nutzbar wäre, weiß ich nicht. Auf jeden Fall könnte man Schulungsräume, Bibliotheken vorübergehend nutzen und vielleicht auch bezirksübergreifend zusammenlegen. Das sollten die Kirchen und Glaubensgemeinschaften für ganz Köln eigenständig überprüfen."

Mitte November verkündete der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofs-konferenz, Bischof Norbert Trelle, dass auch Kirchen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden sollen. Alle Verantwortlichen sollten „prüfen, ob kirchliche Gebäude als Winterquartiere für Flüchtlinge hergerichtet werden können", sagte Trelle in der Kirchenzeitung für das Bistum Hildesheim. Neben Schulen, Tagungshäusern und Wohnungen, gehören auch Beteiligungen an Wohnbaugesellschaften zum Besitz der Kirchen.

Torsten Ilg stützt sich mit seiner Forderung auch auf die Worte des Kölner Kardinals Woelki: „Unser Kardinal ist entschieden gegen eine Begrenzung des Familiennachzugs für syrische Flüchtlinge. Dazu kann und soll man stehen. Ich denke die Kirchen haben erkannt, wie zentral und elementar wichtig ihr Engagement in dieser Frage inzwischen geworden ist", so Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Freien Wähler werden einen entsprechenden Prüfantrag in er kommenden Sitzung der Bezirksvertretung von Rodenkirchen am 07.12.205 einbringen.

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