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Flüchtlingsunterkunft in Köln: Bezirksvertreter kritisiert fehlende Genehmigung

07/08/2015 18:40 CEST | Aktualisiert 07/08/2016 11:12 CEST
Sinisa Botas via Getty Images

(Köln/Rodenkirchen) Auf dem Gelände der geplanten Flüchtlingssiedlung am Weißdornweg in Rondorf-Hochkirchen ist offensichtlich vor wenigen Tagen mit Bauarbeiten begonnen worden, obwohl dafür noch gar keine amtliche Baugenehmigung vorliegen soll. Dieser Vorwurf wurde heute dem parteilosen Bezirksvertreter Torsten Ilg zugetragen, der daraufhin sofort das Gelände am Weißdornweg persönlich besichtigt hat und feststellen konnte, dass dort bereits zwei Bagger damit begonnen haben das Erdreich auszuheben.

Die Baustelle ist aus Sicht von Ilg nur unzureichend abgesichert. Außerdem sei ein Zaun beschädigt, der das stark abschüssige Gelände und ein angrenzendes Gewässer absichern soll. „Ungeachtet des Vorwurfs der Anwohner, dass hier keine Baugenehmigung vorliegen würde ist allein das schon ein untragbarer Zustand, denn schließlich wohnen hier sehr viele Familien mit kleinen Kindern in der Nachbarschaft, die dadurch einer Gefährdung ausgesetzt werden," kritisiert Ilg diesen Zustand.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung Rodenkirchen den Antrag des Bezirksvertreters Torsten Ilg abgelehnt, die geplante Errichtung einer "mobilen Wohneinheit" zur Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gelände des Weißdornwegs in Rondorf/Hochkirchen zu verschieben.

Ilg begründete seinen Antrag damit, dass diese Form der Unterbringung sowohl von den Anwohnern, als auch vom Flüchtlingsrat abgelehnt werde und er die dringend notwendige Bereitstellung anderer Unterbringungsmöglichkeiten in Einrichtungen des Bundes und der Länder abwarten wolle.

Inzwischen gibt es konkrete Angebote seitens des Landes NRW, der Bundeswehr und des Bundes, in Köln zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge unentgeltlich und unbefristet zur Verfügung zu stellen. Ilg erneuert seine damalige Befürchtung. „Bereits jetzt ist abzusehen, dass sich die Bürger gegen die Errichtung einer mobilen Wohneinheit am Weißdornweg juristisch zur Wehr setzen werden".

Der Standort Weißdornweg ist nach Auffassung von Experten für eine Bebauung völlig ungeeignet, weil er sich inmitten einer Wasserschutzzone befindet. Außerdem warnen Schilder der Stadt Köln vor einer erhöhten PFT-Belastung des angrenzenden Gewässers.

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