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Stattdessen habe ich dich gehalten

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Heute wäre mir beinahe der Geduldsfaden gerissen und ich wollte einfach nur ein paar Minuten für mich ganz allein haben.

Doch als du tief und fest auf meiner Brust einschliefst, fiel mir die Entscheidung nicht schwer, obwohl es noch eine ganze Reihe an Dingen gab, die ich noch erledigen musste.

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Doch stattdessen ... hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte die Spülmaschine ausräumen und den riesigen Geschirrberg in der Spüle abwaschen.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte die Kleidungsstücke zusammenfalten, die noch im Trockner liegen und die ich einmal zu oft wieder flauschig gemacht hatte. Außerdem wollte ich die Wäsche noch einmal waschen, weil ich sie die ganze Nacht über nass in der Waschmaschine liegen gelassen habe.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte meine Zwei-Minuten-Dusche nehmen und mir mit etwas Glück vielleicht sogar die Haare föhnen und mich ein wenig schminken.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte ein paar berufliche E-mails beantworten und mich um einige verpasste Anrufe kümmern, auf die ich eigentlich schon innerhalb der letzten 72 Stunden hätte antworten sollen.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte die zerkrümelten Mini-Wheats-Frühstücksflocken wegsaugen, die du aus Versehen im ganzen Wohnzimmer und auf der Treppe verteilt hast. Dabei wollte ich auch gleich noch ein paar deiner Spielsachen aufräumen, die in jedem einzelnen Zimmer außer deinem Kinderzimmer herumliegen.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte das Abendessen im Schongarer zubereiten und die Post durchsehen, die bereits seit Montag auf dem Küchentresen liegt.
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Ich wollte dich nach oben tragen und dich ins Bett bringen, da ich mir ziemlich sicher war, dass du dabei nicht aufwachen würdest. Vielleicht würdest du in deinem Bett besser schlafen?
Doch stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Die alltäglichen Dinge sind längst nicht so wichtig wie du

Weißt du, du stehst jetzt mit deinen kleinen Beinen schon fest auf dem Stuhl, obwohl es sich für mich so anfühlt, als hätten deine winzigen Zehen erst gestern noch auf meinem Bauch gelegen.

Deine leisen Atemzüge und deine süßen Händchen fühlten sich für mich so wunderschön an, doch bald wirst du dich lieber in deinem eigenen Kinderbett ausstrecken wollen.

Mir ist klar geworden, dass die Dinge, die ich eigentlich erledigen wollte, nicht annähernd so wichtig sind wie das, was ich direkt in meinen Armen halte.

Ich habe meine Ruhe, meinen Frieden und meine Erfüllung genau hier und jetzt gefunden, weil ich eine ganz einfache Entscheidung getroffen habe ...

Stattdessen hielt ich dich lieber im Arm.

Dieser Blog ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

Folge Regan Long auf der Facebook-Seite The Real Deal of Parenting.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

Wenn du eine Tochter hast, nimm dir drei Minuten Zeit, um dieses Video zu sehen