Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Rashmi Sharma Headshot

Flüchtlinge lernen Coden: der Demo Day von "Refugees on Rails" in München

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

2016-07-29-1469800384-9212030-RefugeesonRailsTeam.jpg

Die Teilnehmer und Teacher von "Refugees on Rails" beim Demo Day im Burda Bootcamp.

Chancen und Potenziale nutzen: Refugees on Rails ist eine Initiative bei der Flüchlinge Programmieren und Coden lernen - nach vier Monaten Software-Training präsentierten die Teilnehmer nun ihre Projekte in München.

Der Demo Day der Initiative "Refugee in Rails" war ein voller Erfolg. Zwei Teams präsentieren ihre Ergebnisse vor Mentoren, Gästen und anderen Programmteilnehmer im Burda Bootcamp, dem digitalen Ideenentwicklungslabor von Hubert Burda Media.

"Es ist wirklich toll zu sehen, was die Flüchtlinge in so kurzer Zeit gelernt haben. Ich bin total glücklich und stolz", freut sich Samaa Kanani, eine der ehrenamtlichen Organisatorinnen. "Die harte Arbeit hat sich gelohnt."

Das Flüchtlings-Projekt, dessen Name an das Web-Application Framework "Ruby on Rails" angelehnt ist, kommt ursprünglich aus Berlin und ist seit November 2015 auch in München vertreten. Geleitet wird es von Freiwilligen und Lehrern aus dem IT-Bereich.

Auch Pau Fabregat Pappaterra, einer der Projekt-Gründer und Software-Freelancer ist sichtlich zufrieden. "Refugees on Rails bietet den Flüchtlingen nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung, sondern hilft ihnen auch enorm bei der Jobsuche. Gerade im IT-Bereich werden Fachkräfte ja händeringend gesucht."

Ziel des Projekts ist es eine voll funktionsfähige Web-Anwendung mit Funktionen wie "Login" und einer dazugehörigen Website zu bauen. Das erste Team präsentierete sein Ergebnisse - ein Anmeldetool für die Refugees on Rails Website, vergleichbar mit Moodle. Das zweite Team, ingesamt zu dritt, baute eine Interessensplattform ähnlich wie Meet-up.com.

2016-07-29-1469800730-7983711-ProjektPrasentation.jpg
Einer der Teilnehmer bei der Projekt-Präsentation.

Vorherige IT-Kenntnisse benötigten die Flüchtlinge jedoch nicht. "Lediglich Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer und einfaches Englisch sollten sie können", so Kanani. "Das Wichtigste ist abe die Motivation etwas äußerst Nützliches zu lernen und eine zufriedenstellende Beschäftigung zu haben", so Kanani.

Doch beim Demo Day ging es nicht nur um nüchterne Technik, auch musikalische Unterhaltung wurde geboten. Clinton, einer der Teilnehmer, spielte zusammen mit seinem Musiklehrer den Pink Floyd-Evergreen "Wish you were here". Anschließend wurde im gemütlichen Rahmen noch getrunken, gelacht und genetworked.

2016-07-29-1469800875-6950791-Musik.jpg
Musiklehrer Tommy Rolle mit Gitarre und Clinton am Keyboard.

Schon im September startet das Projekt in die nächste Runde. Über die Facebook-Seite können sich Interessierte, sowohl Flüchtlinge als auch Helfer, formlos bewerben. Besonders hoch sei der Bedarf an IT-Lehrern, die Lust und Zeit haben den Flüchlingen grundlegende Skills im Programmieren zu vermitteln. "Aber auch freiwillige Organisatoren, z.B. für den Social Media Auftritt des Projekts sind willkommen", so Pau. "Zudem brauchen wir noch dringend Sachspenden in Form von Laptops und Computern." Damit dieses tolle Projekt in Zukunft noch mehr Flüchtlingen eine Chance bieten kann.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Auch auf HuffPost:

Lesenswert: