BLOG

Wie Unternehmer mit Rückschlägen umgehen sollten

12/08/2015 11:15 CEST | Aktualisiert 12/08/2016 11:12 CEST

2015-08-09-1439144771-8994636-mirrueckschlaegenumgehen.png

Rückschläge im Privatleben dürfen einen Menschen dazu verleiten, sich einige Zeit zurückzuziehen und seine Wunden zu lecken. Ein Unternehmer darf das nicht: wäre er so empfindlich gegen Rückschläge, dass er tagelang nicht zur Arbeit erscheinen kann, wäre das für seinen Betrieb die schlechteste Entscheidung. Wie also soll ein Unternehmer menschlich völlig verständliches Empfinden bei Rückschlägen mit seiner unternehmerischen Verantwortung unter einen Hut bringen?

Rückschläge: Enttäuschung ist menschlich

Jeder Mensch reagiert grundsätzlich anders auf Rückschläge. Einige sind kleine Sonnenscheine und wissen, dass auf etwas Schlechtes eine gute Erfahrung folgt - wenn sie nur daran glauben. Andere sind tief enttäuscht, verletzt und gekränkt und ziehen sich so lange aus allem zurück, was sie an den Rückschlag denken lässt, bis sie diese Emotionen verwunden haben. Wieder andere wollen unbedingt etwas aus ihrem Rückschlag lernen, einen tieferen Sinn darin erkennen. Menschlich ist jede Reaktion zu akzeptieren, denn wir sind alle anders. Unternehmerisch ist all das überhaupt nicht zulässig - oder doch? Wichtig für den Unternehmer ist eine Trennung zwischen diesen normalen menschlichen Regungen, die er natürlich haben darf... und der Pflicht, trotzdem der Verantwortung nachzukommen.

Menschliches vs. Verantwortung - wie trennen?

Doch wie distanziert sich ein Unternehmer so sehr von seiner menschlichen Gefühlswelt, dass er mit gewohnter Leistung weitermachen kann? Auch Unternehmer sind nur Menschen, und so helfen ihnen viele Bewältigungsstrategien:

  • "Ich arbeite jetzt. Enttäuschung ausdrücken kann ich nach Feierabend."
  • "Der Rückschlag betrifft das Unternehmen. Nicht mich als Mensch. Deswegen "fühle" ich als Unternehmen, nehme es aber nicht persönlich."
  • "Was hat zu dem Rückschlag geführt? Was war mein Verschulden? Was konnte ich nicht beeinflussen? Wie kann ich eine Wiederholung dieser Erfahrung vermeiden?"

Rückschläge sind Einstellungssache

Je nachdem, ob der Unternehmer Härte gegen sich selbst walten lassen kann, hilft es vielen, sich zu sagen, dass sie nach Feierabend ihren Gefühlen freien Lauf lassen können. Manche sprechen mit ihrem Geschäftspartner, andere mit engen Mitarbeitern, wieder andere tun das gar nicht und reden lieber mit Freunden und der Familie über den Rückschlag. Das Feedback wird immer sehr unterschiedlich sein. Das ist gut, denn das kann helfen, den Rückschlag zu verstehen. Wichtig ist dabei immer eines: er betrifft das Unternehmen. Nicht den Unternehmer als Mensch. Es gibt deswegen keinen Grund, sich persönlich oder menschlich angegriffen zu fühlen. Alleine das löst einen großen Teil der Verletzung und Kränkung bei Rückschlägen schon fast vollständig auf.

Der Rückschlag ist nichts Emotionales, sondern lediglich ein geschäftlicher Vorgang. Er kann analysiert werden - und das wiederum kann helfen, Strategien für die Zukunft zu entwickeln, wie eine solche Erfahrung verhindert werden kann. Auf diese Weise wächst der Unternehmer an der negativen Erfahrung und fühlt sich gleichzeitig sicherer und besser, da er nun weiß, wie er mit solchen Situationen umzugehen hat und dass er das beim nächsten Mal können wird.

Lesen Sie auch:

Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Wirtschaft: Ein Unternehmen wird für seinen Namen verspottet - jetzt schlägt es mit einem genialen Werbespot zurück

Hier geht es zurück zur Startseite