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Welche Freiheiten hat man als Selbstständiger?

12/01/2016 12:03 CET | Aktualisiert 12/01/2017 11:12 CET

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Die Selbständigkeit wird gerne gleichgesetzt mit der großen beruflichen Freiheit. Arbeiten können, wo und wann Sie wollen, mit wem Sie wollen und wie Sie wollen - so hören sich zumindest die Erfahrungsberichte anderer Selbständiger an, so lautet die vorherrschende Vorstellung dieses Berufsstandes. Doch welche Freiheiten warten in der Selbständigkeit wirklich auf Sie und was verlangen sie Ihnen ab?

Arbeitsort und -zeiten selbst bestimmen

Selbständige haben niemanden mehr über sich. Sie sichern ihren Kunden natürlich Abgabetermine und Teillieferungen zu, doch wann und wo sie die Arbeit tatsächlich ableisten, spielt meistens keine Rolle. So zumindest die Theorie. Je nach Art Ihrer Tätigkeit kann es Phasen geben, in denen Sie beim Kunden vor Ort oder zu gewissen Zeiten erreichbar sein müssen.

Darüber hinaus können Sie aber tatsächlich aus dem Homeoffice, im Urlaub oder sogar im Ausland arbeiten, wenn nichts dagegen spricht. Voraussetzung dafür ist vielfach lediglich der Internetanschluss. Auch die Arbeitszeiten außerhalb der zwingenden Erreichbarkeitszeiten sind relativ flexibel. Manche Selbständige sind etwa Spätaufsteher, arbeiten dafür aber bis spät in die Nacht.

Arbeitsweise: Als Selbstständiger können Sie Ihre eigenen Entscheidungen treffen.

In einem Unternehmen in Festanstellung sind Teile der Arbeitsweise vorgegeben. Es gibt Tools, die für alle Mitarbeiter verbindlich eingeführt werden, alle müssen sie nutzen. In einer größeren Organisation ist das sicherlich gut und richtig, als Selbständiger können Sie solche Entscheidungen dagegen alleine treffen.

Wenn Sie mit Kunden zusammenarbeiten, kann es zwar sein, dass Sie sich etwas an deren Arbeitsweise angleichen müssen, darüber hinaus bestimmen Sie jedoch selbst, wie Sie arbeiten. Ihren Kunden ist nur das Ergebnis wichtig, das er für sein Geld erhält.

Kollegen, Kunden, Kooperationspartner: Selbst entscheiden mit wem man zusammen arbeiten möchte

Im Angestelltenverhältnis werden Ihnen die Menschen vor die Nase gesetzt, mit denen Sie zusammenarbeiten müssen. Persönliche Sympathien spielen keine Rolle. Auch als Selbständiger werden sie mehr oder weniger freiwillig neue Menschen kennen lernen, mit denen sie arbeiten. Allerdings haben Sie jetzt theoretisch die Freiheit, die Zusammenarbeit zu beenden, wenn Sie mit jemandem nicht gut können.

Theoretisch, da das natürlich auch davon abhängt, wie viel Umsatz Ihnen dieser Kunde bringt und ob Sie es sich wirklich leisten können, eine Zusammenarbeit zu beenden. Wenn Sie das aber können, dann können Sie durchaus von sich behaupten, sich aussuchen zu können, mit wem Sie arbeiten und mit wem nicht.

Gehaltszahlungen: Sie entscheiden selbst, wie viel Sie sich zahlen.

Als Selbständiger entscheiden Sie innerhalb realistischer Grenzen selbst, wie viel Sie sich auszahlen. Ihr mögliches Gehalt, das nur für Sie selbst bestimmt ist, hängt natürlich vom Umsatz ab, den Sie erwirtschaften. Wer keine großen Umsätze macht, kann sich kein hohes Gehalt auszahlen.

Es spricht jedoch nichts dagegen, in einem guten Monat oder nach einem erfolgreich abgeschlossenen großen Projekt einmal das Gehalt aufzustocken und sich selbst zu belohnen, was im Angestelltenverhältnis etwas schwieriger durchzusetzen wäre.

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