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Ohne Moos, nix los! Was tun, wenn die Kreditkarte den Dienst verweigert?

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anyaberkut via Getty Images
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Auf Dienstreise am Flughafen gestrandet
London, Dienstagmorgen 10.00 Uhr - pünktlich ist der Flieger gelandet. Mein Aufenthalt wird nur kurz sein; einige Meetings und ein Workshop am nächsten Tag und geht es schon wieder zurück ins heimische Büro. Dafür extra Bargeld eintauschen lohnt sich nicht, in London sind ja zum Glück überall Kartenlesegeräte angebracht. Erste Anlaufstation: der London Heathrow Express, um in die Stadt zu fahren. Die Tickets kann man einfach und schnell am Automaten kaufen. So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis zeigt der Bildschirm aber leider eine Fehlermeldung. Es erscheint: The card has been declined. Auch ein erneuter Versuch scheitert. Gleiches gilt für den Versuch mit der normalen Bankkarte. Und auch ein Automatenwechsel bringt einen nicht weiter. Was nun?

Doch Bargeld organisieren
Ich versuche Bargeld an einem der vielen Automaten am Flughafen abzuheben. Es wiederholt sich jedoch das gleiche Prozedere wie vorher. Auch hier wird meine Karte abgelehnt. Sowohl die Kreditkarte als auch die Bankkarte versagen ihren Dienst. Offenbar hat meine Hausbank die Karten gesperrt. Ein Anruf bestätigt diese These. Die Aufhebung der Sperre ist schwierig und zeitaufwendig, insbesondere dann, wenn sich die dafür zuständige Ansprechpartnerin gerade im Krankenstand befindet.

Kein Bargeld und keine funktionierende Kreditkarte, ein „Worst-Case-Szenario" in einer fremden Stadt mit einer fremden Währung. Wie soll ich jetzt ohne Bezahlmöglichkeit den Flughafen verlassen? Die Antwort lautet: erst einmal gar nicht! Die Zeit drängt, das erste Meeting rückt immer näher. Gedanklich wäge ich mögliche Optionen ab. Ein Taxi zum Büro nehmen und hoffen, dass die Kollegen mir beim Bezahlen aushelfen können? Eine teure Möglichkeit. Einen Kollegen zum Flughafen bitten, der mich abholt und sozusagen auslöst? Eine zeitaufwendinge und komplizierte Lösung, denn die ausgelegten Ausgaben müssen dem Kollegen natürlich irgendwie zurückerstattet werden. Gibt es vielleicht noch eine weitere Möglichkeit?

Prepaid-Karten für alle Fälle
Prepaid-Unternehmenskreditkarten sind für Dienstreisen - und nicht nur dafür - eine nützliche Alternative. In der Regel sind diese Karten Mastercard- oder Visa- zertifiziert und können an allen Akzeptanzstellen weltweit eingesetzt werden. Sie sind entweder auf eine bestimmte Abteilung oder eine bestimmte Person ausgestellt. Das Unternehmen lädt einfach einen Betrag auf die Karte, man nimmt die Karte mit und das Guthaben steht einem dann unterwegs für anfallende Kosten zur Verfügung, beispielsweise für Zugtickets wie im beschriebenen Fall. Ist der Betrag aufgebraucht genügt eine Nachricht oder ein Anruf bei den zuständigen Kollegen und die Karte wird in Echtzeit nachgeladen - schnell und unkompliziert.

Über ein zentrales Firmenkonto hat das Unternehmen die Karten ebenso wie die Ausgaben stets in Echtzeit im Blick und kann im Bedarfsfall eingreifen. Alle Transaktionen rund um die Karte obliegen dem eigenen Unternehmen; damit ist man von fremden Insitutionen unabhängig. Auf Dienstreise an einem Flughafen ohne Bezahlmöglichkeit zu stranden wird damit sogut wie unmöglich. Und das Beste: Alle Transaktionen erscheinen bereits im Unternehmenskonto und vereinfachen so die Reisekostenabrechnung im Nachhinein erheblich.

Zum Schluss heißt es dann doch: Ende gut, alles gut! Mir fällt meine Prepaid-Kreditkarte wieder ein, hurra! Einfach und schnell lade ich online dank W-LAN im Flughafen den benötigten Betrag auf meine Karte und kann direkt damit meine Fahrkarte lösen. Ich muss also doch nicht auf dem Flughafen Gelände übernachten, wie ich fast schon befürchtet hatte. Was mir jetzt noch bleibt ist zu klären, wie die plötzliche Kartensprerrung der Bank zustande kam. Und meinen Kollegen von meiner grandiosen Prepaid-Kreditkarten-Rettungsaktion zu berichten, damit sie sich für die nächste Dienstreise ausrüsten können.