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Ziele im Leben, die sich wirklich lohnen!!!

22/02/2017 13:02 CET | Aktualisiert 03/03/2017 08:14 CET

Ziele im Leben, die sich wirklich lohnen:

LIEBE Teil 1

„lieben" ist ein Verb, ein Tu-Wort. Echte und edle Liebe zeichnet sich durch geben aus (und zwar ohne Erwartungshaltungen) - nicht durch nehmen. Heutige Beziehungen wirken oft wie Geschäftsmodelle, wie eine Übereinkunft: „Erfüllst Du mir meine Bedürfnisse - erfülle ich Dir Deine." Das kann natürlich leicht ausgewechselt werden, wenn jemand kommt, der die eigenen Bedürfnisse noch besser bedient.

Es ist ein freies Land hier und ich stehe keinem im Weg, der egozentrisch leben möchte. Im Gegenteil: ich wünsche viel Spaß beim einsamen Alt-werden ...

Den anders orientierten möchte ich versichern: es gehört mit zum Wertvollsten im Leben, was ich tun kann - die eigene Liebesfähigkeit immer mehr entwickeln. Das Herz liebt es zu lieben ... ich habe so teil an der schönsten Erfahrung in dieser Schöpfung. Man muss nicht in seinen Verletzungen und Herzbrüchen steckenbleiben (das ist eine Entscheidung!), sondern kann sich ihrer liebevoll annehmen und sie transformieren. Im Schmerz von gestern - liegt die Power von heute!

Und wenn dann zwei Menschen aufeinander treffen, die wahrhaft lieben... das ist eine Energie, als ob Sterne aufeinander krachen.

LIEBE Teil 2

Man muss Liebe nicht nur geben, sondern auch annehmen können. Es ist unendlich traurig, wie vielen Menschen die volle Fähigkeit zur Hingabe fehlt, Liebe auch zuzulassen, wenn sie ihnen begegnet. In unseren Herzen sitzt tief innen ein Stachel, größer oder kleiner und zumeist aus der Kindheit, der uns einflüstert, wir seien nicht liebenswert, so wie wir sind. Wenn wir dann von außen Liebe empfangen und diese in den dunklen Bereich unseres Herzens sickert, dann haben wir das Gefühl, die Liebe nicht verdient zu haben. Wir flüchten dann, sabotieren oder treten diese Liebe kaputt.

Es ist eine Legende, wie viele Männer Probleme mit Liebe haben.

Gerade deshalb sollten auch Frauen mal in sich hineinschauen. Weil viele Männer so beziehungsneurotisch sind und ein Problem mit Nähe haben, sind ihre Partnerinnen permanent in Kämpfe mit ihnen verwickelt. Dieses „hinterherlaufen" nach Nähe und Zuwendung und das ständige „Unerfülltsein" lässt bei Frauen das irrige Gefühl entstehen, nur die Männer hätten ein Problem. Es ist zwar paradox, aber gerade die so offensichtliche Beziehungsscheu der Männer verdeckt die eigenen Defizite.

Wenn diese Frauen auf einen wirklich liebevollen Mann treffen, verlieben sie sich erst gar nicht, weil sie ihn als langweilig empfinden (das Unterbewusstsein schnallt die Gefahr, mit dem eigenen Eingemachten konfrontiert zu werden und signalisiert Desinteresse). Oder nach einer Phase der freudigen Euphorie („endlich ein Mann, mit dem man Nähe haben kann...") kommen auch sie an ihre tiefsten Ängste vor Liebe und Erfüllung. Und zeigen ähnliche Abwehrmechanismen wie Männer, die Angst davor haben, sich einzulassen.

LIEBE Teil 3

Liebe ist natürlich nicht nur zwischen Menschen, sondern auch in der Beziehung zu sich selbst - die Selbstliebe. Man kann Liebe nicht verordnen oder befehlen, weder im Außen, noch im Innen. Aber man kann sich auf den Weg machen ... Schritt für Schritt lernen, mehr Selbstliebe zu entwickeln. Die Aufmerksamkeit nach innen richten und spüren, was sich da zeigen mag - und dieses behutsam und liebevoll annehmen. Am Anfang muss es ja nicht gleich Liebe sein, Sympathie für sich selbst ist ja auch erstmal nicht schlecht. Und auch hier beginnt ein langer Weg mit dem ersten Schritt ...

Ohne Liebe, zu mir selbst, zu anderen Menschen, zur Schöpfung, zur Natur, zu Pflanzen und Tieren - ohne Liebe ist jeder andere Erfolg (beruflich, finanziell etc.) fade und sinnlos.

Wie oben schon geschrieben, die eigene Liebesfähigkeit zunehmend mehr zu entwickeln, nach außen und innen, ist das wertvollste Ziel und die wertvollste Arbeit überhaupt, die wir leisten können!

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Wo stehe ich in meiner persönlichen Entwicklung in Bezug auf meine Liebesfähigkeit? Was bedarf noch der Heilung? Was brauche ich noch, um meinen Seelenfrieden zu finden?

Wie sich die Liebe ausdrücken kann ... (Ein paar Gedanken dazu von Carmen Kiesewetter)

Liebe kann ...

ein nettes Wort sein, eine Ermutigung wie "DU schaffst das...",

eine körperliche Geste, wie die Hand auf die Schulter legen (und damit das Gefühl zu vermitteln, dass man an diese Person glaubt...), seinem Gegenüber klar in die Augen schauen und zu zeigen, ich höre Dir gerade zu, ich bin mit meinen Gedanken bei Dir, bei dem, was Du gerade sagst... herauszufinden, was die Person besonders mag, was sie aufbaut, glücklich macht, weiter bringt in ihrer Entwicklung und genau dies dann in der Beziehung einzubringen, aber nicht mit dem berühmten erhobenen Zeigefinger, sondern geduldig, wohlwollend, es gut mit der anderen Person meinend und ihre Entscheidungsfreiheit respektierend (jeder hat seine eigene Geschwindigkeit, Dinge zu lernen und sich zu entwickeln, man kann jemand anticken, aber die Person wählt selbst, was sie damit macht...)

SINN

Den Sinn des Lebens muss ein jeder selbst für sich finden und definieren. Tue ich es nicht - machen es vielleicht andere und versuchen, mich vor ihren Karren zu spannen.

Was ist meine Aufgabe hier in meiner Manifestation in dieser Raum/Zeit? Was will ich tun und wie? Umso klarer meine Ziele sind, umso klarer, kraftvoller und zielstrebiger kann ich meinen Weg gehen.

Ein definierter Sinn für mein Leben sorgt für Standing, Erdung, Orientierung und Erfüllung und vermeidet Gefühle der Sinnlosigkeit.

Außerdem bin ich weniger anfällig für Manipulationen und Fremdsteuerung von außen und für „Ersatzbefriedigungen", in denen man eh nicht findet, was man eigentlich sucht ... Also meditiere in Dein Herz und frage es, wenn Du es noch nicht weißt. Es lohnt auf jeden Fall - nicht nur im Sinne von Erfüllung und Reichtum für das Leben. Es verlängert dieses sogar! Menschen, die ein starkes Gefühl von Sinnhaftigkeit für ihre Existenz haben, leben länger. Die gesundheitliche Auswirkung ist sogar stärker als der Effekt von gesunder Ernährung und Bewegung!

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Was ist meine Aufgabe im Leben?

Kenne und lebe ich sie? Wenn nicht, was brauche ich, um sie zu finden?

GLÜCK

Mit dem Glücklich-sein ist es wie mit dem Sinn des Lebens. Was Dich glücklich macht - das musst Du selbst herausfinden. In manchen klugen Büchern steht, wir können es nicht im „Außen" finden, sondern nur im „Inneren" .

Auf einer bestimmten Ebene ist das eine weise Wahrheit. Auf einer anderen Ebene ist es eine künstliche Trennung. „Innen" und „Außen" sind keine verschiedenen Welten ohne Verbindung, sondern stehen in enger Wechselbeziehung. Das Innere drückt sich im Außen aus (gehe in eine dreckige Wohnung und du verstehst, was ich meine...) und das Äußere beeinflusst das Innere (treffe dich mit einem sympathischen Menschen oder einem negativen und beobachte dein eigenes Herz...).

Lass Dich nicht dazu verführen, nur von Deinem „Wesen" auf Sachen zu schließen, die Dich glücklich machen könnten.

Früher habe ich mich nie für Natur interessiert - jetzt macht mich ein Waldspaziergang glücklich.

Früher war ich schüchtern und introvertiert - jetzt bin ich glücklich in meinen Beziehungen und Freundschaften.

Früher war ich extrem unsportlich - jetzt fühle ich mich glücklich mit Kung Fu und Qi Gong.

Früher habe ich mich nie für Technik und Schnelligkeit interessiert - später hat mich Motorradfahren glücklich gemacht.

Diese Beispiele sollen nur als Inspiration dafür dienen, dass in den Sachen, die man noch nie gemacht hat, nicht nur spannende Herausforderungen liegen können, sondern auch ein unentdecktes Glückspotenzial.

Ein schönes Ziel kann es daher sein, immer mal wieder etwas neues kennenzulernen und auszuprobieren. Das Leben ist so wundervoll vielseitig. Koste mit Neugier und Freude davon!

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Nimm Dir Stift und Papier und schreibe drauf: Mein großes Glücks-Abenteuer! Und dann fange einfach an zu träumen: „Was könnte mich (noch) glücklicher machen?"

NATUR

Wir Menschen kommen aus der Natur - auch wenn die meisten von uns das leider vergessen haben. Die Beziehung und Verbindung zur Natur wieder aufzunehmen oder zu intensivieren - ein absolut lohnenswertes Ziel (und das ist nicht reserviert für Grünwähler, Biofans und Veganer!). Bei der Gelegenheit: ich höre oft „Keine Zeit!" So ein Blödsinn! Wohl auf kaum einer Existenzebene ist das Leben so fair wie in der Verteilung von Zeit: Ein jeder Mensch hat genau 24 Stunden am Tag! Entscheidend ist also nicht die Zeit, die wir haben, sondern die Prioritäten, wie wir sie verbringen. Und diese Prioritäten und Wertigkeiten sind eine Entscheidung. Und diese Entscheidung treffe ich jeden Tag neu: Surfe ich heute abend im Internet oder mache ich einen Waldspaziergang? Und wenn ich schon etwas weiter auf dem Weg bin und die vielen Energie- und Zeiträuber in meinem Leben abgeschafft habe ... kann ich sogar beides :- )

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Wenn Du das Gefühl hast, nur noch für arbeiten, einkaufen und fernsehgucken zu leben und Du Dich schon auf der Vorstufe von Burn-Out oder Bore-Out befindest:

GEH IN DEN WALD !!! So lange wie möglich und so achtsam wie möglich! Und dann spüre einfach in Dich hinein, was das mit Dir macht ... einfacher kann man sich nicht erden und wieder die Verbindung zu Mutter Natur spüren.

FREUNDSCHAFTEN

In der Jugend hat noch jeder welche ... aber dann! Junge Frauen lassen ihre besten Freundinnen im Stich, weil sie so in den neuen Lover verliebt sind und keine Zeit mehr haben. Junge Männer lassen ihre besten Kumpels im Stich, weil sie kaputt vom Kampf um den beruflichen Aufstieg sind. Dann kommen bei jungen Familien noch die Kinder hinzu, die die Aufmerksamkeit und Energie beanspruchen. Und dann sind die Leute irgendwann vierzig oder fünfzig, Ehe geschieden und Kinder aus dem Haus ... und dann merken sie auf einmal, wie einsam sie in Wirklichkeit sind.

Es gibt tausend Gründe, warum sich Freundschaften auflösen können: Umzug in eine andere Stadt, Familiengründung, persönliche Weiterentwicklung in andere Richtungen und, und, und ...

Aber auch hier gilt: die meisten Sachen passieren nicht einfach und fallen vom Himmel, sondern sie sind Entscheidungen. Allen denjenigen, die weiter ihr soziales Desinteresse, ihre Schwerfälligkeit und Lethargie pflegen wollen statt ihrer Freundschaften: Bitte schön. Den anderen empfehle ich einen selbstkritischen Blick und eine Positionsbestimmung.

Auch wenn Du die wundervollste Beziehung von der ganzen Welt hast - vergiss nie Deine Freunde !!! Gute Freunde sind mit das kostbarste auf der Welt, was man haben kann und so wertschätzend sollte man auch damit umgehen. Und seine kompletten sozialen Bedürfnisse und Glückserwartungen einem einzigen Menschen aufzupfropfen, nämlich seinem Lebenspartner, überfordert diesen auch (ein wichtiger Grund für viele Trennungen!). Es ist viel sinnvoller, diese auf mehrere Menschen zu verteilen.

Und denke nicht nur an sie, wenn Du mal wieder Hilfe beim Umzug brauchst oder jemanden, um sich über den neuen Liebeskummer auszukotzen ...

Wie eine Partnerbeziehung muss man auch seine Freundschaften pflegen - wenn man sie behalten möchte. Das braucht einfach Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Wir verschwenden im Alltag oft so viel Zeit mit unwichtigem und Belanglosigkeiten. Oder schenken vielleicht sogar Menschen unsere kostbare Zeit, die es gar nicht verdient haben ... weil sie uns nicht achten.

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Nimm Dir Stift und Papier und schreibe drauf: Meine Beziehungen! Schreibe alle Namen drauf und dann frage Dich ehrlich selbst, wen Du vernachlässigt hast (für die Lethargie von anderen hast du keine Verantwortung!). Und dann greife zum Telefon und frage einfach mal nach, wie es dem anderen geht.

BEWEGUNG

Sport ist so gesund! Dazu ist so viel gutes und richtiges geschrieben worden, das ich mich hier nicht lange mit aufhalten möchte. Nur ein Tipp dazu: wenn ich mich nur aus kognitiver Einsicht bewege, eben weil es gesund ist - das reicht auf Dauer als Motivation kaum aus. Lustlos absolvierte Trainingseinheiten sind kein Seelen- und Gesundheitsbooster! Es muss schon Spaß machen! Also suche Dir eine Sportart aus, wo es Dich wirklich hinzieht. Nicht eine, wo Du Dich hinzwingen musst. Manchmal sollte man auch einfach mal was neues ausprobieren und sich überraschen lassen.

Übrigens braucht es zur Gesunderhaltung des Körpers keinen Fitnesswahn und keinen Leistungssport. Ich finde das buddhistische Beispiel mit der gesunden Mitte so schön: Spannst Du eine Gitarrenseite zu lau, gibt sie nur einen lauen Ton. Spannst Du sie zu hart, reißt sie leicht. Spannst Du sie genau richtig, gibt sie einen wunderschönen Ton.

Dieses Bild kann man auch gut auf die Beanspruchung unseres Körpers übertragen.

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Mache ich zu viel oder zu wenig Sport? Oder gar keinen? Was könnte mir Spaß machen? Wie kann ich es so in mein Leben integrieren, dass ich nicht nach ein paar Wochen wieder aufgebe?

ERNÄHRUNG

Viele Menschen haben heutzutage eine eigenartige Beziehung zur Nahrung: sie wird entweder über- oder unterschätzt. Für manche fast schon eine „Ersatz-Religion", die als Hauptbeschäftigung des Tages bald zwanghafte Züge annimmt. Während es anderen Menschen ziemlich egal ist, was sie in sich hineinstopfen. Für das die Bezeichnung „Lebensmittel" ein schlechter Witz ist - da lebt nix und hat auch nie was gelebt. „Füllstoffe" ist hier die angemessene Definition.

Wir sollten dem Körper schon geben, was er wirklich braucht. Der Körper ist der Tempel der Seele - und die Seele fühlt sich in einem gesunden Tempel sicherlich wohler.

Nach-Denk-und-spür-Aufgabe: Fühle ich mich mit meiner Ernährung rundum zufrieden? Ja - wunderbar. Nein - o.k., ist jetzt so ... Möchte ich was tun? Wenn ja, was kann ich tun, um sie zu verbessern?

So lieber Leser - Du hast es wieder einmal geschafft :-) Ich danke Dir für Deine Geduld und Aufmerksamkeit. Wenn Du Ideen und Anregungen zu dem Text hast - sehr gerne. Bitte per PN an mich.

Dankeschön und liebe Grüße von Ralf

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