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Urlaub zu Ende - schlechte Laune?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MIDDLE AGED MAN STRESS
SIphotography via Getty Images
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Ja, jetzt geht sie zu Ende, die schöne Urlaubszeit. Eben noch am Strand in der Sonne gelegen, mit Schirmchen und Ananas verzierte Cocktails geschlürft, dem Treiben am Meer zugeschaut, das Leben genossen und die Arbeit vergessen, schon geht es wieder zurück ins Büro.

Zäh wie Gaugummi

Die nervigen Kollegen wiedersehen (»Keine Lust auf die Gesichter!«), sich mit dem cholerischen Chef rumschlagen (»Kann der sich nicht mal um sein eigenes Zeug kümmern?«) und die Flut von 500 E-Mails abarbeiten (»Hat hier eigentlich niemand gearbeitet, während ich weg war?!«). Und dann beschließen bestimmt auch noch die Kunden, alle gleichzeitig sinnlose Anfragen zu stellen. Na prima!

Da wundert es mich gar nicht, dass die Zahl der Leute, die mit  - entschuldigen Sie den Ausdruck - Hackfressen zur Arbeit kommen, gerade nach der Urlaubszeit besonders hoch ist. Wenn doch nur schon wieder Urlaub wäre!

Klartext funktioniert nicht immer

Nur ist es dann natürlich auch klar, dass Ihnen von allen Seiten die negative Einstellung zurückstrahlt. Sie wissen ja: So wie Sie in den Wald hineinrufen ...

Meine persönlichen Favoriten sind dann solche Ratschläge wie »Suchen Sie ein klärendes Gespräch mit Kollegen, Chef, etc«. Ganz so einfach ist es nämlich nicht.

Gerade ein anscheinend klärendes Gespräch artet oft genug in gegenseitige Vorwürfe aus. Und dann rühren Sie immer tiefer in der Scheiße und nehmen sie nur noch verstärkt wahr, weil Sie eben nichts anderes im Kopf haben. Na herzlichen Glückwunsch!

Negatives bleibt draußen

Sparen Sie sich solche Gespräche lieber und fangen Sie bei sich und Ihrer Einstellung an. Keine Sorge, ich komme Ihnen jetzt nicht mit lahmen Plattitüden wie »Lassen Sie die schlechte Laune doch mal daheim« oder »Hören Sie auf, so negativ zu denken«. Das bringt gar nichts. Hinter dieser Forderung steckt nämlich eins: und zwar eine Von-weg-Motivation. Sie sehen das Schlechte und wollen davon loskommen. Ist ja auch ein gutes Vorhaben, aber es bringt Ihnen halt nichts. Weil Sie sich mit diesem Mindset wieder auf das Negative konzentrieren. Und noch viel schlimmer: Sie wissen deshalb noch lange nicht, wo es stattdessen hingehen soll.

Soll heißen: Sie brauchen eine Hin-zu-Motivation. Und das wiederum bedeutet: Tricksen Sie Ihr Hirn aus, indem Sie ihm neues Futter geben.

Wenn Sie denken, dass Ihr Kollege immer nur nervt, dann nehmen Sie ihn auch nur so wahr. Wenn Sie den Chef für einen Choleriker halten, konzentrieren Sie sich auf seine Wutausbrüche. Wenn Sie sich stattdessen aber überlegen, was am Kollegen oder am Chef vielleicht doch ganz nett sein könnte, dann konzentrieren Sie sich darauf. Und dann ist es auch schon nicht mehr ganz so schlimm, am Montagmorgen nach dem wohlverdienten Urlaub das Büro zu betreten.

Bitte lächeln!

Was ich hiermit sagen will: Ihre Gefühle sind der Ausfluss Ihrer Gedanken, und Ihr Aussehen ist der Ausfluss Ihrer Gefühle. Kurz und knapp: Negative Gedanken = schlechte Laune = Hackfresse, positive Gedanken = gute Laune = Strahlen.

Oder anders: Wenn Sie glücklich sind, informieren Sie Ihr Gesicht darüber. Denn wenn Sie schon mit miesepetrigem Gesicht im Büro erscheinen, wie soll das dann ein guter Tag werden? Überraschen Sie Ihre Kollegen am Morgen also ruhig mal mit einem Strahlen! Da fühlen Sie sich besser, und Ihre Kollegen auch.

Jetzt denken Sie wahrscheinlich: Alles gut und recht, aber wie soll denn das gehen?

Der Start in den Tag

Das ist im Prinzip ganz einfach. Sie müssen sich nur bewusst machen, was Sie antreibt, was Sie begeistert, wie Sie sich fühlen wollen. Denn wenn Sie das wissen, können Sie dafür sorgen, dass sich diese Gefühle  - ich nenne sie Grundintention  -  einstellen; egal über welches Ziel Sie es erreichen.

Dann können Sie sich beispielsweise überlegen, was für eine schöne Tasse Kaffee Sie im Büro trinken werden, um sich gelassen zu fühlen. Oder wie Sie die Bäckereifachverkäuferin auf dem Weg zur Arbeit anlächeln wird und Sie Freude verspüren.

Mit dieser Vorfreude und dem guten Gefühl startet es sich gleich besser in den Tag  -  und Sie können sich grinsend an die Arbeit machen.

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