Prof. Dr. Christoph Butterwegge
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Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Butterwegge ist Armutsforscher und Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien. Zuletzt ist sein Buch „Reichtumsförderung statt Armutsbekämpfung. Eine sozial- und steuerpolitische Halbzeitbilanz der Großen Koalition“ erschienen.

Beiträge von Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Über zwei Millionen Kinder leben in Hartz-IV-Familien - das ist gegen das Gesetz

(6) Kommentare | Veröffentlicht 11. September 2017 | (15:28)

Über zwei Millionen Kinder und Jugendliche leben in „Hartz-IV-Familien", was mit dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes kaum vereinbar ist.

Notwendig wäre eine Großoffensive gegen Kinderarmut, die über eine Ergänzungsabgabe zur Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer finanziert werden könnte.

Mehr zum Thema: "Teufelskreis der Armut": Warum die Menschen in...

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Steuerpopulismus der Spitzenpolitiker

(0) Kommentare | Veröffentlicht 29. Juni 2017 | (16:54)

Auf keinem anderen Politikfeld werden die Normalbürger durch komplizierte Regelungen und eine Vielzahl gesetzlicher Ausnahmetatbestände, aber auch mittels falscher Informationen und irreführender Parteipropaganda, so oft hinters Licht geführt wie in der Steuerpolitik.

Sieht man vom Gesundheitswesen mit der in dieser Hinsicht besonders rührigen Pharmabranche ab, ist sie auch als...

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Es fehlt nicht an statistischen Daten, sondern an politischen Taten

(2) Kommentare | Veröffentlicht 12. April 2017 | (17:51)

Zehn Thesen zum fünften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung:

1. Man kann von einer Missachtung des Parlaments und der Öffentlichkeit sprechen

Obwohl jede Bundesregierung zur Mitte einer Legislaturperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) vorlegen soll, haben CDU, CSU und SPD dies aufgrund ihrer Meinungsverschiedenheiten darüber erst anderthalb Jahre...

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Vage Kritik ist nicht genug: Was ein Kanzler Martin Schulz gegen Armut und soziale Ungleichheit tun müsste

(8) Kommentare | Veröffentlicht 2. März 2017 | (22:34)

Dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland ebenso wie anderswo seit Jahrzehnten vertieft, ist kein unsozialer Kollateralschaden der Globalisierung, sondern auf die öffentliche Meinungsführerschaft des Neoliberalismus und von ihm durchgesetzter oder beeinflusster Reformen in mindestens drei Gesellschaftsbereichen zurückzuführen:

1. Schwächung von Sozialstaat und Rentenversicherung

...
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Herr Schulz, Sie sprechen von sozialer Gerechtigkeit, aber vergessen die Schwächsten in Deutschland

(8) Kommentare | Veröffentlicht 28. Februar 2017 | (14:46)

Lieber Martin Schulz,

kürzlich saßen Sie bei der Bundesversammlung neben mir in der ersten Reihe. Wir haben beide die soziale Gerechtigkeit zum Leitbild unserer politischen Arbeit erhoben, weshalb ich große Hoffnungen hinsichtlich einer Veränderung der Regierungspolitik unseres Landes in Sie setze.

Illusionen bezüglich der Wandlungsfähigkeit einer Partei, aus der...

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CDU, CSU und SPD verschließen die Augen vor dem mitverschuldeten Problem der wachsenden Armut

(13) Kommentare | Veröffentlicht 3. Januar 2017 | (16:06)

An folgender Tatsache führt keine Manipulation statistischer Daten, kein parteipolitischer Beschönigungsversuch und kein mediales Ablenkungsmanöver mehr vorbei: Spätestens seit der Jahrtausendwende werden die Reichen hierzulande immer reicher und die Armen immer zahlreicher.

So bezog das reichste Geschwisterpaar der Bundesrepublik, die beiden Konzernerben Stefan Quandt und Susanne Klatten, im Frühsommer...

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Die Nahles-Rente

(5) Kommentare | Veröffentlicht 29. November 2016 | (16:05)

Die Ergebnisse der beiden „Rentengipfel" im November 2016 dokumentieren die Kapitulation der Großen Koalition vor der Altersarmut. Auch die von Andrea Nahles vorgeschlagene „gesetzliche Solidarrente", die einen zehnprozentigen Zuschlag auf die regional unterschiedlich hohe Grundsicherung darstellt, würde nur wenige Bezieherinnen und Bezieher aus der Armut herausführen. Die Summen sind zu...

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Die Paternoster-Gesellschaft: Reiche fahren nach oben, Arme nach unten

(0) Kommentare | Veröffentlicht 7. Oktober 2016 | (17:11)

Deutschland fällt sozial und politisch immer stärker auseinander: Während das reichste Geschwisterpaar der Bundesrepublik, Stefan Quandt und Susanne Klatten, im Frühsommer 2016 für das Vorjahr allein 994,7 Mio. Euro an Dividenden aus BMW-Aktien bezog, befanden sich fast zwei Mio. Kinder und Jugendliche im Hartz-IV-Bezug. Deren (überwiegend...

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Die jüngste Generaloffensive des Neoliberalismus: CETA und TTIP

(0) Kommentare | Veröffentlicht 8. August 2016 | (14:28)

Demnächst wird das „Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen" (CETA) der EU mit Kanada den Bundestag beschäftigen. Nur wenn es in einem langwierigen und schwierigen Verfahren vom EU-Parlament und von sämtlichen Mitgliedstaaten ratifiziert wird, hat die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) mit den USA eine realistische Chance.

Falls die...

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So rücksichtslos werden Alleinerziehende auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert

(0) Kommentare | Veröffentlicht 30. Juni 2016 | (14:35)

  • Vor allem Frauen gehören zu den Leidtragenden der letztjährigen Reformen
  • Alleinerziehende Mütter verdienen weniger und werden im Job benachteiligt
  • Eine Zusammenfassung des Textes gibt es im Video

Durch die „Agenda 2010" von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die sogenannten Hartz-Gesetze und die Gesundheitsreformen ist Armut bis in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen....

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Forscher sicher: Darum traut sich die Regierung nicht, die Armut in Deutschland zu bekämpfen

(2) Kommentare | Veröffentlicht 4. Juni 2016 | (16:37)

Das in Art. 20 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz fixierte Sozialstaatsgebot unserer Verfassung verpflichtet die politisch Verantwortlichen zur Armutsbekämpfung. Trotzdem hat bisher noch keine Bundesregierung einen nennenswerten Beitrag zur Verringerung der sozialen Ungleichheit in Deutschland geleistet. Vielmehr scheinen Regierende lieber die Armen als die Armut zu bekämpfen.

Umso stärker...

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