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Brüderliche Solidarität unter Sportartikeln

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FOOTBALL GERMAN
Reuters Staff / Reuters
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Eigentlich ist es für Hersteller ein Grund zur Freude, wenn sich um ihre Produkte gerissen wird. Andersherum sieht die Sache allerdings nicht so rosig für die Marken aus, wenn ihre Produkte reißen. So geschehen während des EM-Vorrundenspiels Schweiz gegen Gastgeber Frankreich, als gleich mehrere Trikots des Sportartikelherstellers PUMA im Nahkampf um den Ball das Zeitliche segneten.

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Klicken Sie auf das Bild um mehr über die Kunden von PUMA zu erfahren.

Das Versagen der Sportleibchen sorgte nicht nur für Hohn im Netz und Print, sondern dürfte auch die deutschen PUMA-Kunden leicht irritiert haben. Zeigt doch ein Blick in YouGov Profiles, dass PUMA-Kunden im Vergleich zum Durchschnittsdeutschen häufiger auf Qualität achten. So sagen fast zwei Drittel (64 Prozent) der gegenwärtigen Kunden, dass ihnen beim Kauf von Kleidung Qualität wichtiger ist als der Preis. Im Bundesschnitt sagen dies nur knapp mehr als die Hälfte (58 Prozent). Gleichzeitig geben 81 Prozent der Anhänger der Bekleidungsmarke aus Herzogenaurach an, es lohne sich beim Einkaufen auch mal den Anbieter zu wechseln.

Vielleicht ja direkt zur Sportartikelkonkurrenz. Denn 25 Prozent der PUMA Kunden sind ebenfalls Kunden des Mitbewerbers NIKE. Kleidungsstücke von ADIDAS, Konkurrent aus der eigenen Familie und Nachbarschaft, haben sogar ein Drittel (32 Prozent) der PUMA-Kunden im Schrank. Wobei letzteres Unternehmen gerade ebenfalls wegen eines EM-Fauxpas in der Qualitäts-Kritik steht: Ebenso in der Partie Schweiz gegen Frankreich platzte der von ADIDAS gestellte Fußball. Ob es sich dabei um einen quasi brüderlichen Akt der Selbstaufopferung zur Überwindung der Konkurrenz der einer Familie entstammenden Unternehmen handelt oder ebenfalls um einen Materialfehler, sei dahingestellt.

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Klicken Sie auf das Bild um mehr über die Kunden von ADIDAS zu erfahren.

Fun Fact am Rande: Fast ein Drittel der PUMA-Kunden scheint eine Affinität zur biologischen Familie des Logo-Tiers zu haben. So finden sich in Profiles ebenfalls Daten dazu, mit welchem Tier sie ihre Persönlichkeit in Verbindung bringen würden. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) geben hier ein Tier aus der Familie der Katzenartigen an. Leider ist der Puma nicht darunter.

Die im Artikel verwendeten Daten stammen aus YouGov Profiles, einem Produkt zur Analyse von Marken und Zielgruppen, welches zahlreiche Informationen zu verschiedenen Themen, die das internationale Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov erhebt, zusammenführt. Aus diesen Daten wurde eine repräsentative Stichprobe für Deutschland gezogen und mit den Angaben von rund 860 Personen, die angeben Kunden von PUMA zu sein, verglichen. Dadurch kann man gut erkennen, wie diese im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ticken. Profiles kann man hier kostenlos testen: yougov.de/profileslite.

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