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Märchenhaftes Kopenhagen: Was man erleben muss

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In der dänischen Hauptstadt hat Hans-Christian Andersen Märchen wie "Des Kaisers neue Kleider" oder "Die Prinzessin auf der Erbse " geschrieben. Dabei ist die Stadt selbst ein Märchen. Reisetipps für einen Besuch in Kopenhagen.

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Schloss Christiansborg: bester Überblick

Eine erste Übersicht kann man sich auf mehreren Aussichtstürmen verschaffen. Am empfehlenswertesten ist der Turm von Schloss Christiansborg, dem Sitz des dänischen Parlaments. Zum einen, weil Schloss Christiansborg in der Stadtmitte liegt. Und zum anderen, weil der Turm mit 106 Metern der höchste der Stadt und der Eintritt kostenlos ist. Öffnungszeiten des Turms: Dienstag bis Sonntag von 11.30 bis 21 Uhr.

Nyhaven: farbenfrohe Schokopause

Weiter geht's zur Hauptattraktion der Stadt: Nyhaven. Die farbenfrohen Giebelhäuser am Kanal verzaubern Besucher aus der ganzen Welt. Nach einer Fotosession auf der Brücke sollte man sich eine heiße Waffel mit Schokolade bei Rajissimo gönnen. Die Schlange ist zwar lang, aber die Gesichter der Touristen, die diesen Genuss verpasst haben, sind noch länger. Adresse: Nyhaven 19 im Keller des Eckhauses, gleich an der Brücke.

Netto-Boote: Kopenhagen vom Wasser aus

Frisch gestärkt kann man sich nun an Bord eines Boots begeben und für rund 70 Minuten die Stadt vom Wasser aus erkunden. Tipp: Die "Netto"-Boote sind bei nahezu der gleichen Route nur halb so teuer (Erwachsene zahlen 40 Kronen, Kinder 15 Kronen). Die Durchsagen sind auch in Deutsch.

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Frederikskirche: imposante Architektur

Auf dem Weg zur Kleinen Meerjungfrau, die ebenfalls auf Hans-Christian Andersen zurückgeht, kommt man an Sehenswürdigkeiten vorbei, die nicht weniger interessant sind. Als erstes fällt einem die Frederikskirche ins Auge. Wer schon mal vor dem Petersdom in Rom stand, wird hier ein Dejavu erleben. Sicher: Der Petersdom ist noch gewaltiger, aber die Frederikskirche ziert immerhin die größte Kirchenkuppel Skandinaviens. Ein kurzer Besuch ist beeindruckend, der Eintritt frei.

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Schloss Amalienborg: Hallo, Königsfamilie

Nur einen Steinwurf entfernt liegt Schloss Amalienborg, wo die dänische Königsfamilie residiert. Um 12 Uhr findet eine prächtige Wachablösung vor dem Schloss statt, wenn die königliche Familie zuhause ist. Vier baugleiche Palais versammeln sich um den achteckigen Schlossplatz. In der Mitte thront die Reiterstatue von König Friedrich V., der 1749 den Anstoß zu diesem barocken Viertel nach französischem Vorbild gegeben hat.

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Königliche Oper: State of the Art
Weiter geht es am Ufer entlang. Hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Königliche Oper auf der Insel Holmen. Sie gilt als eine der modernsten Opern der Welt und wurde von Henning Larsen entworfen.

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Kleine Meerjungfrau: Promi Nummer 1

Nachdem man eine Kopie von Michelangelos David und den Gefion-Brunnen passiert hat, steht man schließlich vor der wohl bekanntesten Einwohnerin Kopenhagens: der Kleinen Meerjungfrau. Sie wird von Touristen umlagert, jeder möchte sich mit ihr fotografieren lassen. Dabei ist es gar nicht die Original-Figur, sondern eine Kopie. Das ist gut so, denn die Figur wurde schon wiederholt geköpft und mit Farbe beschmiert.

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Royal Smushi Cafe: wie Alice im Wunderland


Wir kehren zurück in die Stadt, um uns erneut zu stärken. Diesmal im Royal Smushi Cafe. Hier gibt es den dänischen Klassiker Smørrebrød kombiniert mit Sushi. Das barocke Design des Cafes ist einzigartig, man fühlt sich wie Alice im Wunderland. Adresse: Amagertorv 6.

Bertels Salon: Käsekuchenparadies

Alternativ ist auch Bertels Salon in der Kompagnistraede 5 sehr zu empfehlen. Es ist der Himmel für Käsekuchenfans. Für 48 Kronen gibt es Käsekuchen in den verschiedensten Variationen. Einiger Nachteil: Leider gibt es mehr Kuchenstücke als freie Plätze.

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Andersen Märchenhaus: "großartigster Däne aller Zeiten"

Nun gilt es, Hans-Christian Andersen einen Besuch abzustatten. Sein Märchen wurden in weit über 100 Sprachen übersetzt. Nur die Bibel hat noch mehr Übersetzungen, sagen die Dänen. Seine Geschichten erzählt das Hans-Christian Andersen Märchenhaus am Rathausplatz (Radhuspladsen 57). Übrigens auch auf Deutsch.

Ein Knopfdruck genügt und eine deutsche Stimme trägt das Märchen vor. Dabei wird die Geschichte durch dreidimensionale Figuren anschaulich dargestellt. Die Leser der Zeitung "Berlingske Tidende" haben den Schriftsteller 2004 zum "großartigsten Dänen aller Zeiten gewählt". Mit oder ohne Andersen: Kopenhagen ist einfach märchenhaft.

Weitere Tipps und Hinweise

• Dänemark gehört zur EU, hat aber nicht den Euro, sondern Kronen. Man kann nahezu überall mit Kreditkarte bezahlen.
• Die Stadt ist teuer, gerade beim Essen (Mehrwertsteuer 25% plus Servicegebühr, daher ist Trinkgeld im Restaurant nicht üblich).
• Die Leute sprechen hervorragend Englisch.
• Mit der Copenhagen Card (CPH Card) kann man zahlreiche Sehenswürdigkeiten besichtigen und das öffentliche Verkehrsnetz benutzen. Die Card ist aber teuer (zum Beispiel 24 Stunden für 48 Euro).
• Ausgehtipp am Abend: Im Schlachthofviertel beim Hauptbahnhof gibt es viele angesagte Restaurants. Zum Beispiel das Mothers Restaurant. Adresse: Hokerboderne 9 bis 15. Unbedingt reservieren.
• Tipp für die Unterkunft: Das Andersen Boutique Hotel ist schön, sauber und liegt zentral am Hauptbahnhof.
• Einen ausführlichen Bericht, weitere Highlights und Tipps gibt es auf meinem Reiseblog WowPlaces.de

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