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Unn├Âtige Umweltbelastung durch Zwangsreparaturen bei Hyundai

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Der s├╝dkoreanische Autohersteller Hyundai hatte vor einiger Zeit eine bestimmte Baureihe ihres SUV-Modells "Tucson" in die Werkst├Ątten zur├╝ckgerufen. Das Problem war ein potentieller Defekt in der Elektrik, der in der Lage war, Bremslichter und Tempomat au├čer Funktion zu setzen.

Die R├╝ckrufaktion an sich war n├Âtig und ordentlich organisiert, so Journalist Kipper von der Union deutscher Verbraucher (UDV). Aus Kosumentensicht ├Ąrgerlich und umweltpolitisch bedenklich sei jedoch, dass alle Autos, bei denen das defekte Bauteil in herstellerfremden Meisterbetrieben ausgetauscht wurde, nun abermals in die Werkstatt m├╝ssen, weil nur ein Austausch bei einem Hyundai-Vertragspartner anerkannt wird. Ansonsten droht gar die Zwangsstilllegung des Fahrzeugs trotz vollzogener Reparatur in einer Meisterwerkstatt.

Die Union deutscher Verbraucher (UDV) hat f├╝r dieses b├╝rokratische Vorgehen kein Verst├Ąndnis und sieht hier neben einer Belastung der betroffenen Autobesitzer auch eine unn├Âtige Sch├Ądigung der Umwelt durch in der Sache v├Âllig unn├Âtige Doppelreparaturen. Die UDV verurteilt dieses Vorgehen als reine Schikane, bei der sich Hyundai und das Kraftfahrtbundesamt gegenseitig die Verantwortung zuschreiben.

Dies ist aus Sicht des Konsumentenschutzes weder nachvollziehbar noch akzeptabel. "Entweder man hat in Deutschland ein System von Meisterbetrieben, dann sind deren Reparaturleistungen auch anzuerkennen. Wenn jedoch sauber dokumentierte Reparaturen von Meisterbetrieben nicht als Reparatur anerkannt werden, kann man theoretisch auch das gesamte durchregulierte KFZ-Wesen in Deutschland entsorgen und zul├Ąssige Reparaturen nur noch an Vertragswerkst├Ątten binden. Dann brauchen wir keine KFZ-Meister mehr in diesen Land", so Kipper. "Alleine der Elektroschrott, der bei Doppelreparaturen anf├Ąllt sowie die Abgase bei den Hin- und R├╝ckfahrten sind ein Skandal f├╝r sich".

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