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Mediziner warnt: Tetanusschutz auffrischen!

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Mit Carina Angermann, Union deutscher Verbraucher.

Eine UDV-eigene Umfrage in der Wohnbevölkerung der Städte Berlin, Frankfurt am Main und Wien in der Altersgruppe über 50 Jahre, hat eine erhebliche Lücke im statistische Tetanusimpfschutz dieses Personenkreises aufgedeckt. Als "lückenhaft" wurde dabei gewertet, wenn die letzte Auffrischungsimpfung mehr als zehn Jahre zurücklag. Dieses negative Kriterium erfüllten im Schnitt 32% der Befragten.

In einem zweiten Schritt wurde bei einer Auswahl der als "lückenhaft" eingestuften Personengruppe der Impftiter auf freiwilliger Basis und anonym bestimmt. Dabei fiel ein erheblich niedrigerer Durchschnittswert bei den weiblichen Probandinnen auf als bei den männlichen.

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Dies erklärt sich nach Aussage von Dr. med. Alexander Schwanker, beratender Mediziner der Union deutscher Verbraucher (UDV), anhand "einer gründlichen Durch- und Überimpfung bei Bundeswehrrekruten". Zu Zeiten der allgemeinen Wehrpflicht wäre man nach dem Motto verfahren "doppelt hält besser". Dies zeige sich auch noch Jahrzehnte nach dem Wehrdienst im Impftiter.

Gleichwohl sollten sowohl Männer als auch Frauen unbedingt darauf achten, dass sie ihre Tetanusspritze alle zehn Jahre bekommen. Die höheren Durchschnittswerte bei den Männern seien statistische Werte, jeder reagiere anders und daher dürfe sich niemand in Sicherheit wähnen, nur weil er bei der Bundeswehr gedient hat, so Schwanker. Gerade mit steigendem Lebensalter werde das Immunsystem schwächer und auch wenn Tetanus sehr selten vorkommt, so reiche doch prinzipiell schon ein Stich an einer Rosendorne bei der Gartenarbeit oder das Pflanzen in der Erde bei kleinen Hautrissen, so der Mediziner. "Generell sollte man sich in jedem Lebensalter an den Impfplan des Robert-Koch-Instituts halten und nicht nachlässsig werden", warnt Schwanker.

Impfempfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

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