BLOG

Mit diesen Tipps kommen Sie stressfrei durch den Alltag

03/11/2015 12:15 CET | Aktualisiert 22/03/2017 10:12 CET
ASHSTUDIO via Getty Images

Wir leben in einer spannenden Zeit: zum einen dreht und bewegt sich alles um uns herum. Computer werden immer schneller und leichter, lassen sich herumtragen und zwitschern und piepsen beim kleinsten Eingang einer Neuigkeit und fordern unsere Aufmerksamkeit - auch am Abend.

Die Forschung liefert am laufenden Band interessante Erkenntnisse: wie das Gehirn funktioniert, was Glücklich sein bewirken kann oder was wir von der Natur lernen können (Konstruktion von Windrädern am Meer den Strahlentierchen abgeschaut oder Lotusblüteneffekt auf Oberflächen).

Zum anderen verharrt „die Finanzkrise" in einer Starre und löst verständlicherweise Ängste und Unbehagen aus. Viele Arbeitsplätze sind nicht mehr sicher und die Einsparungsmaßnahmen von Privatwirtschaft und Staat machen unser Leben auch nicht gerade leichter.

Wenn wir unter solchen Umständen nicht ausbrennen wollen, dann sind wir gefordert, unser Energiemanagement persönlich in die Hand zu nehmen und bewusst zu steuern.

Die Fülle an Informationen will gelenkt sein und braucht einen Rahmen, in der sie sich bewegen darf, wie Ebbe und Flut. Wenn wir hier nicht bewusst lenken, rollt irgendwann ein Tsunami auf uns zu.

Und so angenehm es ist, Informationen schnell zur Hand zu haben oder Emails mal schnell zwischendurch abrufen zu können - wenn wir nicht bewusst steuern, welche Informationen wir jetzt wirklich gerade wollen oder wann wir unsere Emails abrufen, dann werden wir Teil vom gesellschaftlichen Ritual des „Abgehetzt seins" und der steten Verfügbarkeit.

Wenn Sie Ihren Alltag so gestalten wollen, dass er Ihnen mindestens so viel Energie verschafft, wie Sie verbrauchen, dann gibt es mehrere Punkte, bei denen Sie ansetzen können:

Batterien aufladen als tägliche Gewohnheit

Ein gutes Energiemanagement sorgt für viele Gelegenheiten, die Batterien wieder aufzufüllen. Das kann natürlich das berühmte Wellnesswochenende sein oder ein Nachmittagsschläfchen. Doch die Strategie, die wir vorschlagen, verlässt sich nicht auf ein entspannendes Wochenende im Quartal und den Jahresurlaub, sondern sorgt täglich für solche Gelegenheiten im Kleinen:

Unser Energielevel lässt sich leicht in Stehzeiten beim Lift oder bei der Ampel auffüllen.

Statt uns Sorgen zu machen, welche Katastrophen im nächsten Meeting passieren könnten, können wir unsere Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt lassen und einfach ruhig atmen. Oder schauen, was es Erfreuliches um uns herum gibt, lachende Menschen zum Beispiel, eine schöne Wolkenform, oder ein herziger Hund.

Solche „Mini-Tankstellen", also Energie-auffüllende Kleinigkeiten mit großer Wirkung und minimalem Aufwand, sind eine der wichtigen Säulen unseres Systems für persönliches Energiemanagement. Sie nutzen vielfach die neuesten Erkenntnisse der Gehirnwissenschaft und die Möglichkeiten des Embodiment - unten finden Sie weitere Beispiele.

Mit dieser zusätzlichen, zwischendurch gewonnenen Energie lassen sich dann unsere bevorzugten Energietankstellen leichter ansteuern, also jene Unternehmungen, die uns wieder zu uns selbst bringen, in den Flow, in die Freude, und zu denen wir nur allzu leicht den Kontakt verlieren, wenn wir uns auslaugen lassen.

Eindämmen, was uns Energie raubt

Eine anderer wichtiger Ansatzpunkt ist der Umgang mit Energieräubern, also mit all dem, das uns unnötigerweise Energie, Kraft und Lebensfreude kostet. Das können Stapel mit unerledigten Dingen sein, Tätigkeiten die uns zuwider sind, nicht funktionierendes Equipment, kraftzehrende Besprechungen die zu keinem Ergebnis kommen, und vieles mehr, das sich in unserer Umgebung abspielt.

Das können aber auch unsere eigenen Denkgewohnheiten und Handlungsmuster sein - ein gutes Beispiel dafür ist überzogener Perfektionismus, aber auch die Neigung, Dinge vor uns herzuschieben, oder auch das Bedürfnis, es allen recht zu machen. Diese Energieräuber gilt es loszuwerden - oder, wenn das nicht möglich ist, unseren Umgang damit so zu verändern, dass sie uns weniger Energie abziehen - und mehr zurückgeben.

In unserem Live-Onlinekurs „Auftanken und aufgetankt bleiben", in dem wir gemeinsam mit den Teilnehmern Schritt für Schritt vom auslaugenden Alltag zu einem guten persönlichen Energiemanagement gehen, sehen wir eine Erfahrung immer wieder bestätigt:

Patentrezepte fürs „Akku aufladen" gibt es keine. Denn abgesehen von allgemeingültigen Basics wie genug Schlaf oder ausreichend Bewegung ist das, was unsere Batterien auflädt, und das, was sie leert, so hochgradig individuell wie unsere Vorlieben, Interessen und Abneigungen.

Mit diesem Caveat im Hinterkopf laden wir Sie ein, jetzt gleich ein paar Dinge auszuprobieren:

Phantasie einsetzen

Unser Gehirn macht in seiner Reaktion keinen großen Unterschied zwischen real und vorgestellt. Wenn Sie sich intensiv genug und schön detailreich für alle Sinne vorstellen, dass Sie in eine Zitronenspalte beißen, dann werden Sie merken, wie Ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft - weil Ihr Gehirn weiß, jetzt kommt was Saures.

Und das machen Sie jetzt einfach mit etwas, das Sie wunderbar auftankt: Sie stellen es sich ganz intensiv und detailreich vor. Was Sie dabei sehen, was Sie riechen oder schmecken, was Sie hören etc. Wir können unsere Phantasie wunderbar nutzen um zwischendurch an unsere liebsten Energiesäulen anzudocken. Und es wirkt!

Tun Sie was, das richtig Spaß macht

Was hat Ihnen als Kind so richtig enormen, riesigen Spaß gemacht? Wobei haben Sie gequietscht vor Vergnügen? Worin konnten Sie so versinken, dass Sie für Ihre Umwelt verloren waren? Machen Sie eine Liste all dieser Dinge, und überlegen Sie, welche davon heute noch die gleiche Freude in Ihnen auslösen könnten.

Und wie Sie sich die in Ihren Alltag holen. Grad als Kinder hatten wir alle die Fähigkeit, auch ganz kleine Gelegenheiten für Spaß und Freude zu 100% auszunützen. Und diese Fähigkeit ist auch heute noch da, wir müssen Sie nur hervorholen.

mmhh, schnurrr, njammm...

Wie gesagt: unser Gehirn macht nicht viel Unterschied zwischen Vorstellung und Erleben - nicht in den Botenstoffen, die es ausschüttet jedenfalls.

Das können Sie auch nutzen, indem Sie selbst Signale ausschicken, die für allergrößtes Wohlbefinden stehen.

Ihr Gehirn wird brav die passenden Neurotransmitter produzieren - und voilà: Sie fühlen sich pudelwohl! Probieren Sie das zum Beispiel mit einem strahlenden Lächeln, oder auch mit Wohlfühl-Lauten: Machen Sie "mmmmmmhhh", so als würden Sie gerade etwas sehr genießen, eine Massage vielleicht, "schnurren" Sie so ein paar Minuten lang und schauen Sie, wie es ihnen dann geht!

Männer aufgepasst: Darum könnte eure Wut tödlich sein!

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite