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Präsident Trump: Ein deutlicher Sieg für die Demokratie

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TRUMP VICTORY
Robert Nickelsberg via Getty Images
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Donald Trump ist der neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. In den Reihen des regierenden Establishments, jenseits und diesseits des Atlantiks, herrscht Entsetzen und Ratlosigkeit.

Trotz immenser Unterstützung großer Banken, internationaler Konzerne und zahlreicher Medien, trotz doppelt so hohen Wahlkampf-Etats schaffte es Clinton nicht, den Unternehmer und Selfmade-Man Trump zu besiegen.

Das ist ein großer Sieg der Demokratie, ein Aufwind für alle Protestbewegungen in Europa und ein deutliches Zeichen für die bewusste Abkehr von Globalismus und Multikulturaliusmus.

Die Menschen wenden sich ab vom regierenden Establishment

Mit dieser Wahl bestätigt sich ein weltweiter Trend: Die Menschen wenden sich ab vom regierenden Establishment.

Sie lehnen eine herrschende Schicht ab, die sich längst von den Interessen der eigenen Bevölkerung entkoppelt hat und die sich immer mehr den Interessen internationaler Banken und Konzernen verpflichtet fühlt, als den Interessen der eigenen Bevölkerung.

Sein Sieg wird Aufwind für alle Protestbewegungen in Europa bringen - FPÖ in Österreich, FN in Frankreich und selbstverständlich auch der AfD in Deutschland.

Bereits in seiner ersten Rede als amerikanischer Präsident beweist Trump seine wahre Größe. Er richtet anerkennende Worte an Clinton für ihre Lebensleistung und sendet Zeichen der Versöhnung an das Lager der Clinton-Unterstützer.

Mehr zum Thema: Donald Trump ist US-Präsident: Diese Fakten sollte jeder über seine politischen Pläne kennen

Trump verspricht einen Wiederaufbau der USA, mehr Arbeitsplätze, die Verdoppelung des Wirtschaftswachstums und eine faire, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Ländern, die mit den USA zusammenarbeiten wollen: „Wir werden wieder Politik für das Volk machen".

Trump gewinnt mit einem deutlichen Vorsprung. George W. Bush wurde zum Beispiel mit einem deutlich knapperen Ergebnis ins Amt gewählt. Damals vereinte er 271 Wahlmänner auf sich, sein demokratischer Widersacher Al Gore 266.

Trump hingegen konnte 288 Wahlmänner auf sich vereinen, Clinton nur 228. In ihrer Enttäuschung zeigt sich Clinton als schlechte Verliererin - sie lässt ihre Wahlparty wenige Minuten vor der Verkündung des Ergebnisses auflösen und schickt die Menschen nach Hause - wohl um den Medien nicht die langen Gesichter der enttäuschten Anhänger zu liefern.

Die Amerikaner erteilen mit dieser Wahl eine deutliche Absage an die als korrupt empfundene und im politischen Establishment der US-Oberschicht vernetzte Clinton. Sie erteilen auch eine Absage an eine interventionistische Politik der USA in der Welt.

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Clinton war als Außenministerin zu stark für das US Militärengagement im Nahen Osten sowie für das Bombardement in Lybien verantwortlich, welches dem amerikanischen Volk keinerlei Vorteile brachten.

Sie hatte auch zu deutlich erkennen lassen, dass sie die bereits angespannten Beziehungen zu Russland durch das Verhängen einer Flugverbotszone in Syrien weiter eskalieren würde. Ihre Nähe zu den Saudis sind den einfachen Amerikanern ebenso nicht geheuer, wie ihre Verwicklung in die Finanzierung des IS.

Mit Trump Einkehr ins Weiße Haus keimt in der Welt Hoffnung auf. Die Hoffnung auf die Verbesserung der Beziehungen zu Russland sowie auf das Ende der Destabilisierung des Nahen Ostens, welche Millionen Menschen obdachlos gemacht hat und die zu Migrationsströmen führte, die in ihrem Ausmaß seit dem zweiten Weltkrieg einmalig sind.

Trumps Wahl ist eine Ohrfeige ins Gesicht aller Analysten und selbsternannten Fachleute, die über Monate hinweg beharrlich Hilary Clinton in der Wählergunst vorne sahen.

Mehr zum Thema: "Hassprediger": Diese Worte von Außenminister Steinmeier über Trump könnten sich jetzt rächen

Neben diesen haben sich auch führende Vertreter des deutschen Establishments blamiert, allen voran der SPD-Schreihals Stegner. Dieser hatte Trump als „sexistischen Hassprediger" bezeichnet.

Ebenso SPD-Außenminister Steinmeier. Auch er nannte Trump einen „Hassprediger", der ihm Angst mache. Ein kluger Diplomat tätigt solche Aussagen nicht - und ein Aspirant auf das Amt des Bundespräsidenten schon gar nicht.

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