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Köln: "Das Ende des Systems Merkel"

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COLOGNE MERKEL
Johannes Simon via Getty Images
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Die Reaktionen auf die massenhaften sexuellen Übergriffe, Diebstähle und Gewaltorgien von Köln offenbaren, wie verfault mittlerweile das politische und mediale System in Deutschland ist. Die politisch besetzte Führung der Polizei vertuschte zuerst das Ausmaß der Verbrechen.

Die Polizei machte absichtlich Falschaussagen zu den wahren Hintergründen der von Migranten an deutschen Frauen begangenen Verbrechen. Die Medien verschwiegen anschließend tagelang das Ausmaß der Exzesse.

Keine Zensurbehörde und kein Propagandaministerium

So weit ist es in Deutschland gekommen. Es bedarf keiner Zensurbehörde und keines Propagandaministeriums. Die Staatsbediensteten und ein Großteil der Medienschaffenden erfüllen selbst, wovon sie denken, dass es von ihnen erwartet wird.

Der für die Vertuschung verantwortliche Polizeichef von Köln Wolfgang Albers ist das Paradebeispiel eines Polit-Apparatschiks, der seine Karriere mehr seinem Parteibuch als der fachlichen Kompetenz verdankt. Ohne jegliche Praxiserfahrung im aktiven Polizeidienst wurde er 2002 von seinem Parteigenossen Fritz Behrens als Polizeipräsident von Bonn eingesetzt.

Bis dahin diente er sich in der öffentlichen Verwaltung verschiedener SPD-Ländern hoch, mehrfach als persönlicher Assistent eines Innenministers. 2011 wurde ihm schließlich die größte Polizeibehörde in Nordrhein-Westfalen anvertraut - das Polizeipräsidium Köln. In dieser Funktion ließ er Anfang dieses Jahres gegen den ausdrücklichen Protest des Einsatzleiters alle Hinweise auf Asylbewerber aus dem Polizeireport entfernen. Er hielt sie für „politisch heikel". Der Mann wusste eben, was die Genossen im SPD-Ministerium in seinen Berichten nicht sehen wollten.

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Eine Welle der Kritik und der Empörung erfasste die sozialen Netzwerke.

Das Ausmaß der Übergriffe ließ sich jedoch nicht vertuschen. Die Zahl der Betroffenen war zu hoch - eine Welle der Kritik und der Empörung erfasste die sozialen Netzwerke. Während die halbe Republik bereits bei Facebook über die sexuellen Übergriffe von Ausländern an deutschen Mädchen diskutiert hatte, schwiegen sich die Medien hierzu aus oder behaupteten sogar „es waren keine Flüchtlinge".

Diese Haltung der Presse ist nicht verwunderlich in einem Land, in dem soeben ausgerechnet Anja Reschke zur Journalistin des Jahres gewählt wurde. Und warum? Vielleicht, weil sie als Innenpolitik-Chefin beim NDR die öffentlichen Gelder für hoch investigative Recherchen einsetzte? Natürlich nicht!

Sondern wegen ihres Kommentars „Aufstand der Anständigen" im Sommer 2015 in den „Tagesthemen", in dem sie alle abgebürstet hatte, die den Willkommenswahn von Angela Merkel nicht mitmachen wollten. Dabei hat es der Jury besonders angetan, dass Reschke sogar „einen heftigen Shitstorm in Kauf genommen - und sich davon nicht hat beirren lassen."

Eine 80-Köpfige Jury wählt also dafür jemanden zum „Journalisten des Jahres", dass er über einen Staatssender die Regierungspropaganda verbreitet. Geschehnisse aus der UdSSR unter Breschnew oder Nordkorea unter Kim Il-sung? Willkommen in der Endphase der Bundesrepublik Deutschland unter Merkel!

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