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HuffPost und UNO-Flüchtlinghilfe kooperieren: "Wir stehen zusammen mit den Flüchtlingen"

20/06/2017 11:21 CEST | Aktualisiert 20/06/2017 12:30 CEST
DELIL SOULEIMAN via Getty Images

Heute am Weltflüchtlingstag zeigt die gerade veröffentlichte Weltjahresstatistik "Global Trends" des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR): Noch nie waren so viele Menschen von Verfolgung und Flucht betroffen wie aktuell.

Ende 2016 waren 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, und die Redaktion der HuffPost haben deshalb gemeinsam dazu aufgerufen, das Thema heute in den Mittelpunkt der Blogs und der Berichterstattung zu stellen.

Unter dem #WithRefugees soll über die Fluchtschicksale, aber auch die Integration und das Zusammenleben gebloggt werden.

Für die UNO-Flüchtlingshilfe ist das breite Engagement im Netz ein erster, wichtiger Schritt: gerade die große Resonanz der jungen Blogger-Gemeinschaft zeigt, wie wichtig das Thema "Flucht" für viele Menschen geworden ist.

Darüber wird berichtet und ein klares Bekenntnis der Solidarität mit Flüchtlingen gefordert!

Das Gesicht hinter der Zahl - zum Beispiel im Südsudan

In der südsudanesischen Provinz Unity State wurde offiziell eine Hungersnot ausgerufen. Die unsichere Lage, aufflammende Kämpfe, der kaum vorhandene Zugang zu Hilfsgütern und die kollabierte Wirtschaft des Südsudan haben inzwischen dazu geführt, dass 100.000 Menschen vor dem Hungertod stehen.

Eine Million Südsudanesen sind akut von einer Hungersnot bedroht. In Somalia haben Gewalt und Dürre dazu geführt, dass seit November 2016 eine halbe Million Menschen entwurzelt wurden.

Mehr zum Thema: Ich helfe Flüchtlingen, damit sie später meine Rente bezahlen

Mehr als 75 Prozent der somalischen Flüchtlingskinder, die seit Januar in Camps in der Provinz Dollo Ado in Äthiopien ankamen, sind akut unterernährt.

Hinter diesen anonymen Zahlen sind die persönlichen Schicksale zahlloser Kinder, Frauen und Männer verborgen, die von Krieg und Vertreibung ins Elend gestürzt wurden. 65,6 Millionen Menschen bedeuten konkret, dass im Schnitt alle drei Sekunden jemand auf der Welt zur Flucht gezwungen wird.

Einer von 113 Menschen weltweit ist von Flucht und Vertreibung betroffen. Laut "Global Trends" ist der Südsudan derzeit der größte Krisenherd von Flucht und Vertreibung.

1,9 Millionen Südsudanesen mussten bislang vor der Gewalt flüchten. Hinzu kommen fast zwei Millionen Binnenvertriebene, also Flüchtlinge im eigenen Land. Eine Million Südsudanesen sind aktuell von einer Hungersnot bedroht.

Die Südsudan-Krise trifft in erster Linie Kinder: Zwei Drittel der Flüchtlinge sind jünger als 18 Jahre.

Flucht in Afrika

Fehlende Geldmittel für Hilfsgüter haben in den betroffenen Regionen die Notlage noch verschärft. So hat sich die Zahl der Flüchtlinge in Afrika seit 2011 nahezu verdoppelt: von 2,6 Millionen auf fünf Millionen.

Doch für den wachsenden Hilfsbedarf stehen entsprechend kaum zusätzliche Gelder zur Verfügung. Das Resultat: In zehn afrikanischen Ländern musste bereits für zwei Millionen Flüchtlinge die Nahrungsmittelhilfe gekürzt werden.

Mehr zum Thema: Diese Unternehmen helfen wirklich dabei, die Flüchtlingskrise zu lösen

Ohne Hilfe der Regierungen und der Zivilgesellschaft gibt es keinen Ausweg aus der Katastrophe

Die Finanzierung der wichtigen Einsätze des UNHCR ist miserabel. Bisher hat den UNHCR lediglich ein Fünftel der benötigten Hilfsgelder erreicht. Damit droht eine dramatische Verschlechterung der humanitären Lage.

Angesichts dieser bewegenden Entwicklung muss die lebensrettende Arbeit des UNHCR noch massiver unterstützt werden. Die UNO-Flüchtlingshilfe hat im letzten Jahr 19,3 Millionen Euro für die weltweiten Programme der UN-Organisation zur Verfügung.

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Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt deshalb verstärkt die Nothilfe für südsudanesische Flüchtlinge und Vertriebene.

In diesem Jahr floss bereits eine Million Euro in die UNHCR Operationen in dieser Region. 2016 waren es insgesamt 2,8 Millionen Euro.

Was Sie tun können?

Die weltweiten Fluchtbewegungen können nur gemeinsam von der Weltgemeinschaft angegangen werden. Der UNHCR hat deshalb eine Petition an die Regierungen der Welt verfasst, die Sie bei der UNO-Flüchtlingshilfe online unterzeichnen können.

Neben Ihrem wichtigen Bekenntnis, das die Politik in dieser Frage weltweit gefordert ist, können Sie die lebensrettenden Einsätze des UNHCR auch unmittelbar finanziell unterstützen.

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